38/1999

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

«Tag der Völker» nach wie vor eine aktuelle Thematik

«Viele Völker ­ ein Gott und Vater» ­ so lautet die Thematik des diesjährigen Tags der Völker (früher Auländersonntag genannt), der am zweiten Sonntag im November in den katholischen Pfarreien der Schweiz gefeiert wird. So vieles ist in den letzten Jahrzehnten in Bewegung geraten. Europa, und damit unsere nächste Umgebung, sieht am Ende dieses Jahrhunderts ganz anders aus als vor 50 Jahren.
Wirtschaftliche Gegebenheiten und politische Ereignisse haben dazu geführt, dass Menschen aus vielen Ländern, mit für uns fremden Sprachen und aus anderen Kulturen, in unser Land gekommen sind. Sie haben unsere Gesellschaft verändert und nicht weniger das Leben im religiösen Bereich beeinflusst.
Bei der grossen Mehrheit dieser Menschen handelt es sich um an einen Gott Glaubende. Sie anerkennen einen Gott als Schöpfer der Welt und als Vater der Menschheit. Der «Tag der Völker» will bewusst machen, dass diese Vielfalt als Faktum hingenommen werden muss, dass Respekt und Rücksichtnahme auf andere gefragt sind.
In besonderer Weise gilt es jedoch, die Einheit unter den Christen zu fördern, trotz anderen Sprachen und vielfach uns eher fremden Erwartungen. Entscheidend ist das Bekenntnis zum dreifaltigen Gott, das in der Taufe grundlegend ist. Ein Blick in die zweitausendjährige Kirchengeschichte zeigt, dass immer wieder ­ trotz dem Bemühen um Einheit ­ bedeutende Spannungen entstanden sind. Die Gegenwart ist ebenso wenig spannungsfrei. Sie hinzunehmen, auszuhalten und aufzufangen ist eine ständige Aufgabe der Gesamtkirche. Hier den persönlichen Beitrag zu leisten ist jeder einzelne Christ eingeladen, im Alltag, ganz besonders am «Tag der Völker», am 14. November 1999. Die Bischöfe und viele Seelsorger bitten darum.

SKAF


Bistum Basel

 

Begegnung zwischen Bischof Kurt Koch und älteren Seelsorgern

Das laufende Jahr hat die UNO den alten Menschen gewidmet. Dies war ein Grund mit dafür, dass im Bischofsrat des Bistums Basel der Wunsch aufkam, einmal einen Besuch bei den älteren Priestern zu machen, die manchmal selbst nicht mehr fit genug sind, um noch weit reisen zu können.
Anfang September war es dann so weit. Der Bischof von Basel, Kurt Koch, besuchte zusammen mit der Kanzlerin des Bistums, Schwester Annelis Kurmann, die älteren Priester und Seelsorger in Basel. Regionaldekan Paul Peyer hatte zusammen mit dem Dekanatsvorstand, der durch Co-Dekanatsleiter Xaver Pfister, Don Lorenzo Scremin, Pfarrer von Pio X., sowie den Gemeindeleiter von Don Bosco, Wolfgang Meier-Gehring, vertreten war, die Senioren «65+» zu einem frohen Beisammensein eingeladen.
Diese Begegnung war sehr sorgfältig vorbereitet worden. Die schlichte Messe zu Beginn der gemeinsamen Stunden fand in der Kapelle des katholischen Studentenhauses statt. «Christoph Merian», ein stolzer weisser Rheindampfer, wartete anschliessend schon an der Schifflände auf die Gäste. Es folgte eine fröhliche Rheinfahrt bei herrlich sonnigem Wetter, die bis nach Rheinfelden führte. Während das Schiff durch die ruhige Flusslandschaft glitt, hatten die Seelsorger Gelegenheit, untereinander, aber auch mit dem Bischof und der Kanzlerin, ins Gespräch zu kommen. «Eigentlich sollten wir ja ein ganz schlechtes Gewissen haben, weil wir den Bischof gezwungen haben, einen ganzen Tag mit uns zu verbringen», murmelte einer der Priester etwas schuldbewusst, als das Schiff abends wieder in Basel anlegte. Aber er strahlte dabei vor Freude.
Zu Beginn des morgendlichen Gottesdienstes hatte Xaver Pfister als Co-Dekanatsleiter die Gäste des Tages begrüsst und ihnen ein Wort von Coco Chanel mitgegeben: «Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Alter», wobei Pfister folgerte, es sei in diesem Falle die Liebe zu Gott, die die älteren Priester und Seelsorger jung erhalte. Es solle «eine Begegnung in der Freude darüber werden, was uns verbindet», hatte sich Bischof Kurt zu Beginn des Tages gewünscht. Dieser Wunsch ging auch in Erfüllung.

Informationsstelle


Ernennung

Bischof Kurt Koch hat auf den 1. Oktober 1999 für die Leitung des Dekanats Entlebuch
Diakon Siegfried Kramer-Zehnder, Malters, als Dekanatsleiter und
P. Josef Camenzind MSF, Finsterwald, als zugeordneter Priester ernannt.

Bischöfliche Kanzlei


Bistum Chur

 

Ausschreibung

Infolge Demission des bisherigen Amtsinhabers wird die Pfarrei Schlieren (ZH) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 14. Oktober 1999 beim Sekretariat des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.


Bistumsjugendtreffen im Jahr 2000

Im Jubiläumsjahr 2000 wird das Jugendtreffen am Sonntag, 9. April 2000, in Chur stattfinden. Es beginnt um 10.15 Uhr im Bischöflichen Schloss und endet um 16.45 Uhr nach dem Gottesdienst in der Kathedrale. Eingeladen sind alle Jugendlichen ab 16 Jahren. Das Treffen will die Vielfalt in der Kirche bewusst machen und zur Begegnung in aller Veschiedenheit ermutigen.
Für weitere Informationen stehen zur Verfügung: Das Bischöfliche Ordinariat Chur, Telefon 081-252 23 12, die Jugendseelsorge Zürich, Telefon 01-266 69 69, und die Jugendseelsorge Obwalden, Telefon 041-660 99 18.


Bistum St.Gallen

 

Abschluss des Katechetikkurses für Primar-Lehrkräfte

Die Diplomfeier des Katechetikkurses für Lehrkräfte (Studienwoche, zehn Nachmittage à vier Stunden, schriftliche Diplomarbeit) fand am 10. September im Rahmen eines mit Domdekan Markus Büchel gestalteten Gottesdienstes in der Galluskapelle in St. Gallen statt. Theo Stieger, Leiter der Diözesanen Katechetischen Arbeitsstelle, konnte 13 Primarlehrerinnen und drei Primarlehrern das Diplom überreichen. Diese dürfen nun in ihren Klassen Religionsunterricht erteilen, können aber auch als nebenamtliche Katechetinnen bzw. Katecheten eingesetzt werden.
Das Diplom erhalten haben: Marianne Afchain-Stark, Buchs; Rosa Bischof-Jud, Kradolf; Maria Bislin-Büchel, Grabs; Esther Eberle-Anrig, Gams; Myrta Grob-Käser, Trogen; Martin Inauen, Appenzell; Patricia Juen-Krucker, Niederhelfenschwil; Pia-Maria Koller, Flums; Ursula Lenz, St. Gallen; Daniel Leu, Schwarzenbach SG; Hans Renold, Wilen bei Wil; Stephanie Schildknecht, Rickenbach bei Wil; Ursi Schneider, Flawil; Renata Studer, St. Gallen; Beatrice Tschirky-Mannhart, Kriessern; Priska Zimmermann, Widnau.


Bistum Lausanne, Genf und Freiburg

 

Im Herrn verschieden

Clovis Krieger
Geboren am 16. August 1925 in Payerne. Priesterweihe 1951, Vikar in Attalens und Bulle. Pfarrer von Estavayer-le-Gibloux von 1960­1976, und von Pont-la-Ville von 1976­1984. Ab 1991 Administrator der Pfarrei Treyvaux. Gestorben am 13. September 1999.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999