32-33/1999 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Das Motto des Caritas-Opfers dieses Jahres erinnert uns an die vielen
Arten, die vielen Gesichter der Not.
Wir kennen Hungersnot, Not von Flüchtlingen, Not von Menschen in Armut.
Im Angesicht der riesigen Not in der Welt vergessen wir oft notleidende
Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung. Berichte und Studien machen
darauf aufmerksam, erforschen die Gründe und formulieren Empfehlungen
für die Überwindung oder wenigstens Linderung von Armut auch bei
uns. Es sind verschiedene Arten von Armut oder, bildlich gesprochen, verschiedene
Gesichter der Not.
Wenn wir Not dem Gesicht von Mitmenschen direkt ablesen können, erfahren
wir etwas vom Leid des Menschen in Not. Es sind Menschen wie wir alle. Ich
selber könnte dieser notleidende Mensch sein. Als Christen begegnen
uns notleidende Menschen zudem als Menschen, die von Gott ebenso geliebt
sind wie Du und ich.
In der Kollekte unterstützen Sie die Caritas, damit sie ihre verschiedenen
Aufgaben notleidenden Menschen gegenüber besser erfüllen kann.
Ich danke Ihnen für Ihre Gabe.
Thomas Hartmann auf den 8. August 1999 zum Gemeindeleiter der Pfarrei Schneisingen (AG) im Seelsorgeverband Zurzach-Studenland.
Georg Schmid, emeritierter Pfarrer, Arbon
In Arbon starb am 25. Juli 1999 der emeritierte Pfarrer Georg Schmid. Geboren
wurde er am 26. Juni 1919 in Arbon. Am 29. Juni 1944 empfing er die Priesterweihe.
Seine erste Aufgabe in der Seelsorge erhielt er als Vikar in Balsthal (19441945).
Nach einem Kuraufenthalt wirkte er als Vikar in Tänikon (19491952)
und als Pfarrer von Wart (19521955). In den Jahren 19551973 war
er Pfarrer in Bettlach und 19731984 Pfarrer in Aadorf. Den Ruhestand
(seit 1984) verbrachte er in Arbon. Dort befindet sich auch seine Grabstätte.
Jakob Feurer, alt Pfarrer, Altstätten
Nach kurzer Krankheit ist am 29. Juli 1999 in Altstätten im 87. Altersjahr
und im 60. Jahr seines Priestertums alt Pfarrer Jakob Feurer gestorben.
Die Beerdigung fand am Mittwoch, 4. August, auf dem Friedhof Altstätten
statt.
Jakob Feurer, 1912 in Flawil geboren, ist nach dem Theologiestudium in Freiburg
und Innsbruck 1939 zum Priester geweiht worden. Erste Seelsorgeerfahrungen
machte er in Goldingen und Steinach. Während dreizehn Jahren war er
Vikar in Altstätten. Von 1959 bis 1987 wirkte Jakob Feurer, militärisch
zum Feldprediger avanciert, in Wildhaus als Pfarrer. Neben seiner seelsorgerlichen
Arbeit betreute er auch den Schweizer Zweig des Internationalen Bauordens,
mit dem er 1953 erstmals in Kontakt gekommen war. Die Idee, für wenig
bemittelte Menschen in armen Ländern Häuser, Spitäler, Alters-
und Pflegeheime, Heime für körperlich und geistig Behinderte,
Schulen, Kirchen, Klöster mit Fronarbeit und Geldspenden zu bauen oder
baulich zu unterhalten, liess ihn seither nicht mehr los und noch bis vor
wenigen Jahren engagierte er sich zusammen mit seiner Hausangestellten Ruth
Matt für dieses Werk. Nach Altstätten ist er 1995 für seine
letzte Lebensspanne zurückgekehrt, nachdem er nach seinem Wegzug von
Wildhaus im Jahre 1988 noch längere Zeit im Pfarrhaus von Lüchingen
gewohnt und von dort aus Aushilfen gemacht hatte.
Mit dem Bauorden hatte er sich als Sekretär und Präsident so stark
identifiziert, dass es ihm sehr schwer gefallen war, die Leitung dieses
Hilfwerkes und auch die Redaktion der vierteljährlich erscheinenden
Informationsschrift «Liebe baut» in andere Hände zu legen.