30-31/1999

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Bettagshirtenbrief 1999

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) wird auch in diesem Jahr ein eigenes Hirtenschreiben zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag veröffentlichen. Der Bettagshirtenbrief zum Thema: Das Leben in Fülle wird spätestens in der 35. Woche (ab 30. August 1999) von den Bischöflichen Ordinariaten an die Seelsorger und Pfarrämter versandt. Der Hirtenbrief ist in den Gottesdiensten des Bettags-Sonntags (18./19. September 1999) zu verlesen.


Jubiläum der Priester und Diakone

Mit dem Verantwortlichen für den Arbeitsbereich «Dienste in der Kirche», Bischof Bernard Genoud, teilt das Sekretariat der SBK Folgendes mit:
Im Anschluss an die bereits stattgefundenen vier internationalen Begegnungen (Fatima 1996, Yamoussoukro 1997, Guadeloupe 1998, Heiliges Land 1999) organisiert die Kongregation für den Klerus während des Jubiläumsjahres 2000 eine weitere internationale Begegnung, das heisst ein «Jubiläum der Priester» vom 14.­18. Mai 2000 in Rom. Diese besonderen Tage für die Priester werden mit einer feierlichen Konzelebration anlässlich des 80. Geburtstages von Papst Johannes Paul II. beschlossen.
Die Kongregation für den Klerus organisiert ebenfalls während des Jubiläumsjahres 2000 ein «Jubiläum der Ständigen Diakone» vom 18.­20. Februar 2000 in Rom.
Die detaillierten Programme und die Formulare für die Voranmeldung sind bei den Bischöflichen Ordinariaten oder direkt beim Sekretariat der SBK erhältlich.

Das Sekretariat der SBK


Tag der Völker ­ Ausländersonntag 1999

Der «Tag der Völker ­ Ausländersonntag 1999» wird in der katholischen Kirche in unserem Land am 14. November gefeiert. Er steht unter dem Motto: Viele Völker ­ ein Gott und Vater/Nombreux les peuples ­ un seul Dieu et Père/Molti Popoli ­ unico Dio e Padre.
Bei der Vorbereitung auf den Übergang ins neue Jahrtausend steht das Jahr 1999 unter dem Thema «Gott-Vater». Die Bischöfe haben dies zum Anlass genommen, das Motto zum Tag der Völker auf diese Thematik auszurichten.
Ausgangspunkt zu den Überlegungen, welche die Bischöfe in ihrem Schreiben zum Tag der Völker 1999 an die Gläubigen anstellen, ist der Sendungsauftrag Jesu an seine Jünger, allen Menschen und Völkern die Frohe Botschaft zu verkünden. Dieser Auftrag ist bis heute gültig und hat durch die Migration neue Aktualität und Brisanz gewonnen. Menschen und Völker sind uns nahe gekommen. Sie leben mitten unter uns, in den Pfarreien, und prägen das Leben der Gemeinden mit.
Die Taufe und das christliche Bekenntnis zum dreifaltigen Gott schaffen die Einheit unter den Glaubenden. Sie sind die verbindenden Elemente unter den Glaubenden, trotz der Verschiedenheit in der Herkunft und der Vielfalt des christlichen Lebens. Die Vielfalt in der Einheit entspricht dem Sendungsauftrag Jesu an seine Kirche bis in unsere Zeit.
Die weltumspannende Kirche, die aus verschiedenen Menschen und Völkern besteht, findet sich heute auch in den Pfarreien. Überall leben Migranten aus verschiedenen Ländern der Welt, die auf den Namen des dreifaltigen Gottes getauft sind. Der Sendungsauftrag Jesu hat damit eine neue Dimension erhalten, da uns der Fremde nahe gekommen ist.
Wichtig: Entgegen der Auskündigung im Direktorium wird der «Tag der Völker 1999» in der Schweiz offiziell am 14. November begangen.

SKAF. Kommission der Schweizer Bischofskonferenz für Migration
Neustadtstrasse 7, 6003 Luzern
Telefon 041-2100347, Fax 041-2105846


«Sekten»

Die Ökumenische Arbeitsgruppe «Neue religiöse Bewegungen» der Schweizer Bischofskonferenz und des Schweizerischen Evangelischen Kichenbundes hat mit Interesse den Bericht der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates: «ÐSektenð oder vereinnahmende Bewegungen in der Schweiz» zur Kenntnis genommen. Sie bejaht die Notwendigkeit staatlichen Handelns in der Auseinandersetzung mit sektiererischen Gruppen und Bewegungen. Sie erinnert an die vielen Menschen, die während der 20-jährigen kirchlichen Sektenberatungsarbeit die Hilfe der augenblicklich 30 kirchlichen Kontakt- und Beratungsstellen in der gesamten Schweiz in Anspruch genommen haben und nehmen. Diese wollen in ihren Konfliktsituationen und Anliegen auch von staatlicher Seite ernst genommen werden.
Die zunehmende religiöse Vielfalt (in der Schweiz zählt man heute zirka 800 unterschiedliche Religionsgemeinschaften, Sondergemeinschaften [«Sekten»] und Bewegungen) macht neben einer ständigen Erforschung der vielfältigen religiösen Szene und einer prophylaktischen Information in allen Gesellschaftsbereichen (besonders in der Schule und Erwachsenenbildung) die oft jahrelange Begleitung von betroffenen Menschen notwendig. Diese Aufgabe hat seit 20 Jahren mehrheitlich die Ökumenische Arbeitsgruppe «Neue religiöse Bewegungen» wahrgenommen. Doch ist staatliche Sensibilität für diese Fragen ebenso notwendig wie die Bewahrung und der Einsatz für die durch die Bundesverfassung garantierte Religionsfreiheit. Die Suche nach geeigneten politischen Wegen für eine eidgenössische «Sekten»-Politik ist wichtig; der Bericht der Geschäftsprüfungskommission ein erster Schritt dazu.

Im Namen der Ökumenischen Arbeitsgruppe
Prof. Dr. Georg Schmid
Evangelische Informationsstelle
Kirche Sondergruppen, religiöse Bewegungen,
Greifensee
Pfarrer Joachim Müller
Katholische Arbeitsstelle «Neue religiöse Bewegungen» der SBK, Balgach


Zur Einführung von Mifegyne

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) bedauert erneut die Einführung der Abtreibungspille RU 486 (Mifegyne). Auch wenn RU 486 nur in einem bestimmten gesetzlichen Rahmen und aufgrund von einschränkenden Vorschriften zur Anwendung kommt, lehnt die SBK nachdrücklich diese neue Methode der Abtreibung ab.
Indem man bei der Abtreibungspille RU 486 von einem «Medikament» spricht, scheint man das werdende Leben als eine Krankheit anzusehen, die es zu beheben gilt. Aufgrund der Beschreibungen und Erklärungen über die Anwendung der Abtreibungspille RU 486 entsteht der Eindruck, dass es sich um eine «erleichterte» Abtreibung handelt und somit dieser Eingriff sowohl medizinisch als auch ethisch als weniger einschneidend zu werten sei. In der Tat aber zeigen bisherige Studien, dass die physischen und vor allem psychologischen Konsequenzen für die schwangere Frau schwerwiegend sind und tiefe Verletzungen hinterlassen.
Die Schweizer Bischöfe rufen in Erinnerung, dass jede Form der Abtreibung, sei sie chirurgischer oder medikamentöser Art, wie die Abtreibungspille RU 486, ein unmittelbarer Eingriff in das menschliche Leben, das den Tod des ungeborenen Lebens zur Folge hat, bedeutet.
Sie laden die gesamte Bevölkerung ein, vorab das medizinische Personal und die verantwortlichen Behörden ein, den unaufgebbaren und absolut notwendigen Schutz des werdenden Lebens zu gewährleisten, denn dieses Leben ist ein Geschenk Gottes.

Freiburg, 14. Juli 1999
Die Schweizer Bischofskonferenz


Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Hausgebet im Advent 1999: Auf Schatzsuche

Was macht unser Leben wertvoll? Welches sind besondere Schätze des Alltags, des Zusammenseins, des Feierns und Glaubens? Das Hausgebet im Advent lädt dieses Jahr zu einer Schatzsuche ein. In einer Kindergeschichte wird eine Clique vorgestellt, die in ihrem Quartier ganz besondere Ereignisse und Begegnungen beobachten kann. In Meditationen und Gebeten werden Erwachsene auf der Suche nach inneren Werten und Schätzen begleitet. Das Hausgebet enthält zudem verschiedene Impulse, Lieder und Anregungen zur Gestaltung der Adventszeit in der Schule, Familie oder ganz für sich selber.
Anstelle eines Bastelbogens ist als Ergänzung und Vertiefung des Themas dieses Jahr erstmals ein kleines Würfelspiel ausgearbeitet worden. Dieses eignet sich zum Spielen sowohl in der Schule wie auch zu Hause in der Familie.
Die Bestellunterlagen für das Hausgebet mit dem Titel «Auf Schatzsuche» werden anfangs September allen Pfarreien zugestellt. Die Auslieferung erfolgt ab 1. Oktober 1999. Das Hausgebet erscheint wie bis anhin auch in italienischer, spanischer und rätoromanischer Übersetzung.
Bezugsadresse: Cavelti AG, Druck und Verlag, Wilerstrasse 73, Postfach, 9201 Gossau, Telefon 071-3888181, Fax 071-3888182, E-Mail cag@cavelti.ch


Bistum Basel

 

Ausschreibung

Die vakant werdende 150%-Stelle Erwachsenenbildung im Kanton Aargau wird für Theologinnen und Theologen zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe auch Inserateteil dieser Ausgabe).
Interessenten melden sich bitte bis zum 18. August 1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch


Wahlen und Ernennungen

Luisa Heislbetz zur Präsidentin der Diözesanen Kommission für die Fortbildung kirchlicher Amtsträgerinnen.


Bistum Sitten

 

Im Herrn verschieden

Oswald Bregy, alt Pfarrer
Am 12. Juli 1999 ist in der Pfarrkirche von Eyholz während der Feier der Eucharistie alt Pfarrer Oswald Bregy im Alter von 82 Jahren gestorben. Oswald Bregy wurde 1917 in Niedergesteln geboren. Am 24. Juni 1945 wurde er zum Priester geweiht und war danach von 1946­1947 Kaplan in Varen und von 1947­1955 Pfarrer von Varen. Von 1955­1959 wirkte er in der Pfarrei Ems, war von 1959­1963 Präses der Schweizerischen Müttervereine in Luzern, und von 1963 bis 1975 Pfarrer von Ausserberg. Leider erlitt er damals eine Krankheit, die ihm das Sprechen erschwerte. Darum lebte Oswald Bregy seit 1975 im Ruhestand in Eyholz. Oswald Bregy wurde am 15. Juli 1999 in Niedergesteln zu Grabe getragen, der Beerdigungsgottesdienst wurde in Visp gefeiert.


Orden und Kongregationen

 

Abtswahl auf St. Otmarsberg

Mit dem Sonntag, dem 11. Juli ist Abt Ivo auf der Maur als Oberer der Abtei St. Otmarsberg zurückgetreten, um sein Amt in andere Hände zu legen. In Absprache mit der Leitung der Kongregation von St. Ottilien haben die Patres und Brüder nach wenigen Tagen der Vakanz am Donnerstag, dem 15. Juli, unter dem Vorsitz von Erzabt Dr. Notker Wolf, P. Marian Eleganti zum neuen Vorsteher und Verantwortlichen der Gemeinschaft gewählt. Der Wahlvorsitzende hat die Wahl gleich bestätigt und den Gewählten in alle Pflichten und Rechte seines Amtes eingesetzt. Damit hat P. Marian die Leitung der Gemeinschaft übernommen.
Der neugewählte Abt stammt aus Uznach. Er wurde am 7. April 1955 geboren, hat die Schulen in Uznach und Einsiedeln besucht und in Rom und Salzburg die theologischen Studien gemacht. Im Jahre 1995 wurde er zum Priester geweiht.
Der Zeitpunkt der Abtsweihe durch den Diözesanbischof Dr. Ivo Fürer von St. Gallen wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999