28-29/1999

INHALT

Amtlicher Teil

 

Alle Bistümer

 

Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz

Das Präsidium der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) veröffentlicht anlässlich seiner ordentlichen Sitzung im Hinblick auf kursierende unrichtige Gerüchte folgende Mitteilung:
Der Sekretär der SBK, P. Dr. Roland-B. Trauffer OP, wird am 31. Dezember 2000 sein Amt in der SBK beenden und eine neue Aufgabe übernehmen. Damit geht die bisher längste Amtszeit eines Sekretärs der SBK in gegenseitigem Einvernehmen zu Ende.
Die Schweizer Bischöfe danken dem Sekretär, dass er sich für die Verlängerung seines vierten Mandates zur Verfügung gestellt hat. Die Bischöfe haben den Wunsch auf diese Verlängerung im Hinblick auf die grossen zusätzlichen Aufgaben im kommenden Jubiläumsjahr ausgesprochen. Die Bischöfe werden somit auf den effizienten und loyalen Einsatz von P. Dr. Roland-B. Trauffer OP über die übliche Amtsdauer hinaus zählen können.
Diese Information wurde bisher nicht veröffentlicht, weil die Wahl des neuen Sekretärs noch nicht erfolgt ist.

Freiburg, 7. Juli 1999
Das Präsidium der
Schweizer Bischofskonferenz


Kirchliche Nachrichten direkt in die säkularen Medien bringen

Wie gelangen kirchliche Nachrichten in die Redaktionsstuben der säkularen Medien? Dieser Frage ging die Römisch-katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) an ihrer letzten Plenarversammlung in Arlesheim (BL) nach. Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) informierte über den Original Text Service (OTS), bei dem die Pressemitteilungen innert kürzester Zeit über das SDA-Satellitennetz direkt in die Redaktionssysteme der Medien gelangen. Die Katholische Internationale Presseagentur (KIPA) berichtete über die Zusammenarbeit, die sie in den nächsten Tagen auf Anregung der RKZ mit der SDA beginnt. Der Katholische Mediendienst Zürich erläuterte den Stand des Internet-Programms «Katholische Kirche Schweiz Online» (KKSO), bei dem zurzeit 70 katholische Organisationen vernetzt sind.
Die RKZ beriet die Vorbereitung des Finanzplans 2000­2004 für die RKZ-Beiträge an das Mitfinanzierungs-System, mit dem die RKZ, im Verbund mit dem Inlandteil des Hilfswerks Fastenopfer, über fünfzig sprachregionale und gesamtschweizerische kirchliche Dienststellen und Projekte unterstützt. Der Finanzplan 95­99 sah eine jährliche Steigerung der RKZ-Beiträge im Umfang von 250000 Franken vor. Damit sollte der Inlandteil des Fastenopfers jährlich um 50000 Franken entlastet und trotzdem ein jährlicher Mehraufwand von 200000 Franken ermöglicht werden. Für den neuen Plan muss voraussichtlich mit einer Plafonierung auf dem heutigen Stand gerechnet werden, da die Kirchensteuereinnahmen in mehreren Kantonen rückläufig sind. Voraussetzung ist, dass das Fastenopfer seinen Beitrag ebenfalls auf dem heutigen Stand stabilisiert.
Die RKZ traf sich auf Einladung der Römisch-katholischen Landeskirche Basel-Land in Arlesheim, das zwischen 1678 und 1792 die Residenz des Domkapitels des Fürstbischofs von Basel war. Sie besuchte den Dom sowie die Ausstellung, die, in Erinnerung an die Anfänge des Fürstbistums Basel vor 1000 Jahren, diese ausserordentliche Arlesheimer Zeit dokumentiert hat.
Die RKZ ist der Verband der öffentlich-rechtlichen kantonalen Körperschaften und verwandter kantonaler Organisationen der katholischen Kirche in der Schweiz. Aus jedem Kanton nehmen jeweils zwei Delegierte an den vierteljährlichen Plenarsitzungen teil.


Bistümer der deutschsprachigen Schweiz

 

Glaubensgespräche in der OKJV

Ende Juni trafen sich die Vertreter der Jugendverbände und der Bischöflichen Ordinariate in der OKJV zum halbjährlichen Austausch über ihre Neuigkeiten und Initiativen.
Die bisherige Leiterin der Jungen Franziskanischen Gemeinschaft Andrietta Wahl und Monika Walter von den Schönstatt-Mädchen wurden verabschiedet. Ihre Nachfolgerinnen Susanne Altoe (JFG) und Sr. Monia Schnider wurden vorgestellt. Beim Verband Katholischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VKP) tritt der langjährige, verdienstvolle Verbandsleiter Beat Niederberger zurück und wird durch Andreas Mathis und Dominique Helbling ersetzt.
Das neue Kirchengesangbuch bietet mit seinen neuen Kinder- und Jugendliedern den Pfarreien mehr Möglichkeiten, in Familien- und Jugendgottesdiensten gemeinsam aus dem KG zu singen. Doch sind in letzter Zeit viele neue Kinder- und Jugendlieder entstanden. Am 21. August 1999 überlegen sich Jugendseelsorger und Kirchenmusiker in St. Gallen, ob neue Jugendgesangbücher herauskommen sollen, zum Beispiel ein «Halleju 3».
Seit Herbst 1998 sind die Pfarreien eingeladen, eine freiwillige Jugendkollekte aufzunehmen. Bis jetzt sind Fr. 120000.­ gesammelt worden, die zahlreiche Initiativen der Jugendseelsorge ermöglichen. Wie bisher wurde das Ranfttreffen vor Weihnacht 1998 subventioniert. Neu möglich wurde eine Werbung für die Zeitschrift «Junge Kirche» und die Unterstützung der «AG Spiritualität», welche die Ansätze zur Religion bei Jugendlichen untersucht. Auch kann ein offenes Gen-Jugendtreffen «Für eine geeinte Welt» subventioniert werden. Unterstützungen sind vorgesehen für das grosse Ministrantentreffen am Sonntag, 5. September 1999, in Bern, das mit über 3000 Teilnehmern/Teilnehmerinnen alle Erwartungen übersteigen wird. Ebenso wurde Geld zurückgestellt, um Jugendliche auf das Weltjugendtreffen vom 15.­20. August 2000 in Rom aufmerksam zu machen und Jugendgruppen mit einem eigenen Sekretariat der AG Rom 2000 für die Romreise behilflich zu sein. Die Jugendvertreter danken allen Pfarreien, welche die freiwillige Jugendkollekte bereits aufgenommen haben, wie auch allen, die das noch tun werden.
Hauptthema dieser OKJV-Sitzung war die Frage: «Wer ist Gott, wer ist Jesus für mich?» Den Impuls für anregende Gespräche bot ein starker Text einer jungen Afrikanerin, die schreibt, wie Jesus für sie Motor und das wahre Leben ist. Jesus wohne tief in ihrem Inneren, freue sich mit ihr und ist traurig mit ihr: «Ohne Jesus kann ich nichts tun.»
Was bedeutet Jesus für unsere Jugendlichen? Dem einen ist Jesus ein Freund, über den er so begeistert reden kann wie die Afrikanerin. Andern gefällt, wie Jesus Tabus und Traditionen bricht und Neues ermöglicht. Jesus ist der, der jedem Menschen alle Chancen gibt, auch den Gescheiterten und Abgeschriebenen. Aus dem Religionsunterricht wird berichtet, wie einige Jugendliche nichts mehr über Jesus und die Bibel hören möchten, aber auch: «Jesus ist die wichtigste Person in meinem Leben». In Jesus ist Gott uns ganz nahe gekommen, so dass er von menschlicher Not nicht unberührt bleibt. In Jesus erlebt auch Gott Ablehnung, Verkennung und Ungerichtigkeit.
Die Mitglieder der OKJV empfanden dieses persönliche Gespräch über den Glauben als höchst wertvoll und anregend. Es soll weiterhin stattfinden, nicht nur in der OKJV, auch in den Jugendgruppen und überall in der Kirche.

Weihbischof Martin Gächter


Liturgie im Fernkurs

Eine solide liturgische Grundausbildung

Kursbeginn: 1. Oktober 1999.
Kursdauer: bis 31. März 2001 (3 Semester).
Kursaufbau: 12 Lehrbriefe zur persönlichen Erarbeitung; Besuch von 3 bis 4 Studientagen (Wochenende); schriftliche Hausarbeit; praktische Übungen unter Anleitung einer Begleitperson.
Zielgruppe: Laien, die sich persönlich um Fragen des Gottesdienstes interessieren, besonders aber solche, die sich zu einem liturgischen Dienst in den Gemeinden bereitstellen möchten.
Auskunft und Anmeldung: Liturgisches Institut, Wiedingstrasse 46, 8001 Zürich, Telefon und Fax 01-4510487.


Bistum Basel

 

Installationsfeier

Am Mittwoch, 23. Juni 1999, hat Dompropst Dr. Anton Cadotsch Domherrn Dr. Peter Schmid, Offizial, in der Kathedrale St. Urs und Viktor, Solothurn, als Dekan des Kathedralkapitels des Bistums Basel installiert.


Priesterweihe

Am Sonntag, 27. Juni 1999, hat Bischof Dr. Kurt Koch in der Pfarrkirche Christ König, Biel, Diakon Jean-Noël Theurillat, von Epauvillers, in Biel, zum Priester geweiht.


Bischof Kurt Koch ernennt Martin Gadient zum Animator für kirchliche Berufe im Bistum Basel

Ab 1. August 1999 übernimmt Martin Gadient die halbzeitliche Stelle des Animators für kirchliche Berufe im Bistum Basel. Er wird Nachfolger von Ernst Heller, der seit 1985 diese Aufgabe neben seiner Arbeit als Vikar in Wettingen und als Pfarrer in Kriens mit grossem Einsatz wahrgenommen hat.
Der Animator für kirchliche Berufe berät und begleitet meist junge Menschen bei der Klärung ihrer persönlichen Berufung. Er orientiert sie über alle kirchlichen Berufe für Frauen und Männer, über die Berufe für Laien, Ordensleute, Diakone und Priester. Der Animator arbeitet mit einzelnen Personen, Jugendgruppen, Pfarreien, Seelsorgern, Seelsorgerinnen, mit dem Priesterseminar, mit Klöstern und der Arbeitsstelle Kirchliche Berufe IKB zusammen. Er wird dabei von der Kommission für kirchliche Berufe im Bistum Basel unterstützt. Er hat den Auftrag, sich für die Förderung aller kirchlichen Berufe einzusetzen.
Der neue Animator Martin Gadient wurde 1951 geboren, arbeitete zuerst als Primar- und Reallehrer, war 1983­1991 in der Bundesleitung der Jungen Gemeinde, mit der er die Ranfttreffen organisierte. Seit 1989 ist er mit Bernadette Häfliger verheiratet. Auf dem 3. Bildungsweg wurde er 1995 Pastoralassistent in Kriens, wo er auch weiterhin halbzeitlich arbeiten wird.
Erreichbar ist Martin Gadient im Pfrundhaus, Kirchrainweg 3, 6010 Kriens, Telefon 041-3221151, Fax 041-3221150.

Dr. Rudolf Schmid, Generalvikar


Ausschreibung

Die vakant werdende 150%-Stelle Erwachsenenbildung im Kanton Aargau wird für Theologinnen und Theologen zur Wiederbesetzung ausgeschrieben (siehe auch Inserateteil dieser Ausgabe). Interessenten melden sich bitte bis zum 18. August 1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch


Im Herrn verschieden

Georges Greppin, Resignat, Tavannes
In Tavannes starb am 5. Juni 1999 der emeritierte Pfarrer Georges Greppin. Er wurde am 7. September 1913 in Courrendlin geboren und am 29. Juni 1939 zum Priester geweiht. Er begann sein Wirken als Vikar in Tavannes (1939­1945) und war dann in den Jahren 1945­1966 Arbeiterseelsorger für den Kanton Bern mit Standort Moutier. 1966­1978 wirkte er als Pfarrrektor in Corgémont. Die Jahre des Ruhestandes (seit 1978) verbrachte er in Tavannes. Seine Ruhestätte befindet sich in Courrendlin.

Paul Netzer, emeritierter Pfarrer, Hüttwilen
In Hüttwilen starb am 28. Juni 1999 der emeritierte Pfarrer Paul Netzer. Er wurde am 15. Juni 1914 in Niederwil (SG) geboren und am 2. Juli 1941 zum Priester geweiht.
Die ersten Stationen seines Wirkens waren Mümliswil (Vikar, 1941­1943), Büron (Vikar, 1943­1947) und Wängi (Kaplan, 1947­1948). In den Jahren 1948­1984 war er Pfarrer in Hüttwilen. Dort verbrachte er auch (seit 1984) seinen Ruhestand. Sein Grab befindet sich in Hüttwilen.


Bistum Chur

 

Ernennung Domkapital Chur

Nachdem Domherr Prof. Ernst Nigg aus Gesundheitsgründen zurückgetreten war, stand die Neubesetzung des dadurch vakant gewordenen Kanonikates im Churer Domkapitel an. Mit Dekret vom 3. Juli 1999 hat Diözesanbischof Msgr. Amédée Grab gemäss den Statuten des Churer Domkapitels H. H. Tarcisi Venzin, Pfarrer von Rüti (ZH), zum nicht-residierenden Domherrn des Kathedralkapitels von Chur ernannt.


Ernennungen

Bischof Amédée Grab ernannte folgende Priester zu Vikaren:
Gion Luzi Bühler zum Vikar der Pfarrei Andeer,
Daniel Guillet zum Vikar der Erlöser-Pfarrei in Chur,
Gregor Niggli zum Vikar der Pfarrei St. Andreas in Uster,
Benignus Ogbunanwata zum Vikar der Pfarrei Erlöser in Zürich, und
Paul Schlienger zum Vikar der Pfarreien Stierva und Mon.

Zu Pfarradministratoren wurden ernannt:
Peter Amgwerd, Pfarrer in Herz Jesu, Zürich-Oerlikon, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Gallus in Zürich-Schwamendingen;
René Berchtold, Pfarrer in Bruder Klaus, Zürich, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Martin, Zürich;
Andreas Burch, Pfarrer in Kloten, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei Bassersdorf;
Karl Burch, Pfarrer in St. Josef, Dietikon, zusätzlich zum Pfarradministrator der Pfarrei Schlieren;
P. Dr. Werner Heierle SJ, Zürich, zum Pfarradministrator Dreikönigen, Zürich;
Otto Imbach, Adliswil, zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Franziskus, Zürich-Wollishofen.

Josef Erdin-Amstad, bisher Pastoralassistent in St. Franziskus, Zürich, wurde vom Diözesanbischof neu zum Leiter der Caritas Graubünden ernannt.

Die Bischöfliche Missio canonica für ihren seelsorglichen Einsatz erhielten:
Thomas Münch-Cobos, Zürich, als Gemeindeleiter der Pfarrei Dreikönigen, Zürich;
Dr. Gisela Tschudin, Zürich, als Gemeindeleiterin der Pfarrei St. Martin, Zürich;
Arno Arquint, Zernez, als Pastoralassistent für die Pfarreien Susch, Zernez und Valchava;
Rita Bahn, Zürich, als Pastoralassistentin mit besonderen Aufgaben in der Pfarrei Hl. Geist, Zürich, und
Esther Lendenmann als Pastoralassistentin in der Pfarrei Davos-Platz.

Bischöfliche Kanzlei


Ausschreibungen

Infolge Demission der bisherigen Amtsinhaber werden die Pfarreien Dietlikon und Hergiswil zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten mögen sich melden bis zum 10. August 1999 beim Sekretariat des Bischofsrates, Postfach 133, 7002 Chur.


Bistum St. Gallen

 

Alt St. Johann. Pfarreinsetzung

Am Patroziniumsfest, Sonntag, 27. Juni, wurde in der renovierten Pfarrkirche Alt St. Johann Peter Imholz von Dekan Guido Scherrer als Pfarrer eingesetzt. Der neue Seelsorger hatte vorher während neun Jahren die Pfarrei Wolfertswil betreut.


Wittenbach-Kronbühl. Abschied und Neubeginn

In der Pfarrkirche St. Ulrich hat sich am Sonntag, 27. Juni, der 68-jährige Pfarradministrator Bruder Paul Ehrler SMB nach drei Jahren von den Pfarreiangehörigen verabschiedet. Er ist von seiner Ordensgemeinschaft für eine neue Aufgabe bestimmt worden. Nachfolger ist Bruder Josef Keller, ein Weggefährte von Bruder Paul Ehrler in Afrika.


Wangs. Altarweihe

Die 1880­1882 erbaute Antoniuskirche ist in den frühen Fünfziger Jahren umgebaut und 1994 aussen renoviert worden. Bei der jetzigen Restaurierung standen die Bedürfnisse der heutigen Liturgie im Vordergrund. Der künstlerische Gestalter Josef Ammann aus Gähwil setzte die Grundanliegen überzeugend in die Tat um. Neben dem Chorbezirk wurde auch das Kirchenschiff neu gestaltet und dabei die Beichtstühle durch einen Beichtraum ersetzt. Neu ist auch die Orgel. Generalvikar Anton Thaler weihte am Sonntag, 27. Juni, den Altar.


Uznach. Impulsarbeitsstelle Jungwacht/Blauring

Christina Manz heisst die neue Arbeitsstellenleiterin Jungwacht/Blauring in Uznach. Der Ordinariatsrat und der Katholische Administrationsrat haben der Wahl durch die Kantonsleitung zugestimmt. Die neue Leiterin ist 21-jährig, ausgebildete Kindergärtnerin, zurzeit Animatorin im REKA-Feriendorf Hasliberg und kommt aus St. Gallen. Als Nachfolgerin von Stefan Rüsch, der sich für ein Hochschulstudium entschlossen und darum gekündigt hat, übernimmt sie die Arbeitsstelle am 1. September.


Niederuzwil. Institutio

Im festlichen Sonntagsgottesdienst in der Christkönigskirche in Niederuzwil erklärten Gabriele Fiedler, Widnau; Ottmar Hetzel, Henau-Niederuzwil; Alex Hutter, Wil, und Claudia Zimmermann, Gossau, ihre Bereitschaft zum definitiven Dienst im Bistum St. Gallen. Bischof Ivo Fürer freute sich, sie als Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten in den kirchlichen Dienst aufnehmen zu dürfen. Angehörige, Freunde und Pfarreiangehörige waren Zeugen.
Bischof Ivo erinnerte in der Predigt an die Wüstenwanderung des Volkes Israel. Mit dem Hinweis auf die glühende Wolke, durch die Gott den Israeliten den Weg zeigte, knüpfte er an das Motto an, das die vier neuen kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Indienstnahme und ihren weiteren Lebensweg gewählt haben: «Dein Wort ist meinem Fuss eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade.» Der kirchliche Beruf sei nicht einfach ein Job, den man während der vorgeschriebenen Arbeitszeit verrichte. «Kirchlicher Beruf», so der Bischof, «ist Ausdruck einer umfassenden Liebe zu Jesus.» An die Festgemeinde gewandt, sagte der Bischof, Anerkennung sei wichtig und hilfreich für alle, besonders auch für jene, die in einem kirchlichen Dienst ständen.
Mit den neuen Pastoralassistentinnen und -assistenten haben sieben weitere Männer den Pastoralkurs besucht. Ein Absolvent ist vorzeitig ausgestiegen, ein anderer verlängert seinen Lerneinsatz. Von den beiden Ordensangehörigen ist der Jesuit im Juni in Riehen zum Priester, der Franziskaner in Zürich zum Diakon geweiht worden. Zwei weitere Absolventen wollen Priester werden. Ein deutscher Pastoralpraktikant ist vom Bistum Sitten in den Pastoralkurs nach St. Gallen geschickt worden.


Widnau und Balgach. Pfarreinsetzung

Nach knapp zweieinhalbjähriger Vakanz haben die beiden Pfarreien Balgach und Widnau wieder einen Pfarrer. Der 61-jährige Martin Schlegel, vorher während 17 Jahren für die Andreas- und Paulus-Pfarrei in Gossau verantwortlich, ist am Samstag, 3. Juli, in Balgach und am Sonntag, 4. Juli, in Widnau von Dekan Jakob Fuchs als Pfarrer eingesetzt worden. Die Gossauer hatten ihn ungern ziehen lassen, die Balgacher und Widnauer waren in Scharen gekommen, um ihn festlich zu begrüssen.


Appenzell. Wahl zum Dekan

Die Mitglieder des Dekanates Appenzell haben Stephan Guggenbühl, Standespfarrer von Appenzell, zum Dekan gewählt. Bischof Ivo Fürer hat die Wahl bestätigt. Diese war nötig geworden, weil Josef Raschle, Herisau, der dieses Amt während zehn Jahren innehatte, als neuer Pfarrer der Dompfarrei nach St. Gallen wechselt.


St. Gallen-St. Otmar. Priesterweihe

In der Pfarrei St. Otmar in St. Gallen hat Thomas Thalmann aus Ernetschwil sein Pastoralpraktikum absolviert. In der St. Otmarskirche wird der 34-jährige Diakon am Sonntagnachmittag, 15. August, 14.30 Uhr, von Bischof Ivo zum Priester geweiht. Die Primiz feiert er am 22. August, um 10.30 in der Pfarrkirche St. Martin in Arbon.


Priesterrat und Rat der hauptamtlichen Laienseelsorger/-seelsorgerinnen in Lenggenwil: Bischofsamt und Pastoralkurs

Nächstes Jahr findet in Rom die 10. Vollversammlung der Bischofssynode zum Thema «Der Bischof als Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt» statt. Die Bischofskonferenzen können zuhanden der vorberatenden Kommission Eingaben machen. Die Schweizer Bischöfe wünschen sich dazu Stellungnahmen der Priesterräte. Eine Arbeitsgruppe der Kommission Bischöfe­Priester der Schweizerischen Bischofskonferenz hat zu einzelnen Punkten der Lineamenta, welche die Thematik der Synode umschreiben, ein Papier erarbeitet.

Diskussionsgrundlage

Dieses Arbeitspapier diente an der Juni-Tagung von Priesterrat (Vorsitz Pfarrer Josef Manser, Speicher) und Rat der hauptamtlichen Laienseelsorger/-seelsorgerinnen (Pastoralassistent Franz Kreissl, Ebnat-Kappel) im Pfarreiheim Lenggenwil als Grundlage für eine Diskussion über das Bischofsamt. Vorgängig erläuterte Bischof Ivo Fürer, der zusammen mit den Bischöfen Amédée Grab und Kurt Koch die Schweizer Bischofskonferenz in Rom vertreten wird, den Ablauf einer Bischofssynode. Er wies darauf hin, dass es bei einer solchen Synode nicht so sehr darum geht, konkrete Änderungen zu bewirken, sondern um das Einbringen wichtiger Themata in die öffentliche Meinung der Kirche.
In gemischten Gruppen beschäftigten sich die Ratsmitglieder mit den Fragen:

  1. Welches sind die Kompetenzen des Bischofs und der Ortskirche?
  2. Was ist wichtig in der Zusammenarbeit von Bischof und Seelsorger/Seelsorgerinnen?
  3. Was ist bedeutsam im Miteinander von Bischof und Gemeinden?

In den Antworten wurde ganz allgemein auf das Bischofsamt eingegangen, gab es jedoch auch Wünsche und Anregungen, die sich konkret auf den Bischof von St. Gallen bezogen. Bedauert wurde, dass die Laien im kirchlichen Dienst und insbesondere die Frauen im Papier ausgeklammert sind. Angesprochen wurde die Idealisierung und damit die Überforderung des Bischofs.
In Bezug auf die Kompetenz des Bischofs wurde gefragt, ob er überhaupt den Spielraum ausnütze und ob er sich nicht stärker auf die Konzils- oder Synodentexte berufen könnte, was vielleicht etwas Mut brauche. Bischof Ivo wies darauf hin, dass es auch noch einen Kodex gebe und die vom Papst approbierten Instruktionen und dass es daher zwischen dem, was ein Bischöf könne und was nicht, immer um ein Abwägen, um ein Suchen nach dem richtigen Mass, gehe.
An Wünschen formuliert wurde, den Bischofssynoden möge ein höheres Gewicht eingeräumt und die Stellung des Bischofs als Ortsbischof möge gestärkt werden. In seiner eigenen Diözese sollte er grössere Führungsvollmacht haben, insbesondere in der Personalpolitik, zum Beispiel für die Weihe von Viri probati, für Beauftragungen auf Zeit, bei der Besetzung von Lehrstühlen an Universitäten und theologischen Fakultäten. Ein Bischof sollte in eigener Verantwortung Neues wagen dürfen, wenn es die Verhältnisse an Ort erfordern. Auch im liturgischen Bereich wird eine grössere Eigenständigkeit der Diözese als sinnvoll erachtet.
Damit der Bischof auf eine minimale Akzeptanz seiner Person bauen kann, ist die Bischofswahl ein entscheidender Faktor. Ohne eine verbindliche Mitsprache der Ortskirche ist dies nicht möglich.

Gegenseitige Offenheit

Bei der Zusammenarbeit von Bischof und Seelsorgern/Seelsorgerinnen wurde eine Offenheit für die Situation des je anderen angesprochen und damit auch eine verbesserungswürdige Kommunikations- und Konfliktlösungskultur. Seelsorger/Seelsorgerinnen stellen hohe Erwartungen an den Bischof, tragen seine Entscheide aber nicht immer mit. Geschätzt werden die persönlichen Kontakte mit dem Bischof, für die die vergleichsweise kleine Diözese bessere Voraussetzungen bietet als etwa die Diözesen Basel oder Chur. Sie sind die Voraussetzung für den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, in dessen Rahmen auch heikle Themen angesprochen werden können. «Als verlängerte Arme» des Bischofs wünschen sich die Seelsorger/Seelsorgerinnen hie und da etwas mehr Anerkennung. Der Wunsch nach einem gemeinsamen Tag der Spiritualität mit allen Seelsorgern/Seelsorgerinnen hat bei Bischof Ivo ein positives Echo ausgelöst.
Auf die umgekehrt gestellte Frage nach den Erwartungen des Bischofs an die Seelsorger/Seelsorgerinnen in der Zusammenarbeit soll die Antwort zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Monolog-Struktur aufbrechen

Als bedeutsam für das Miteinander von Bischof und Gemeinden wurde das Zeithaben genannt und damit das Setzen von Prioritäten, muss doch ein Bischof auch Aufgaben in der Bischofskonferenz und in der Weltkirche wahrnehmen. Dass zur Bistumsleitung die Ordinariatsmitglieder gehören, sollte transparenter werden, genau so wie auch bekannt sein müsste, nach welchen Kriterien diese engsten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ernannt werden.
Anliegen aus bischöflichen Pastoralgesprächen sollten in Hirtenbriefe einfliessen, wobei für diese (wie auch für die Predigt) die Monologstruktur aufgebrochen und nach neuen Kommunikationsformen gesucht werden sollte.

Pastoralkurs

Ein Teil der Tagung war einer Diskussion über die Bedingungen für eine Aufnahme in den Pastoralkurs gewidmet.


Bistum Sitten

 

Im Herrn verschieden

Michel Bender, alt Professor
Am 3. Juli 1999 ist im Altersheim Sur-Louis-Bron in Fully alt Professor Michel Bender im Alter von 84 Jahren gestorben. Michel Bender wurde 1915 in Fully geboren. Am 29. Juni 1941 wurde er zum Priester geweiht und war danach von 1942 an Professor am Kollegium in Sitten und Mitarbeiter im Kleinen Seminar, dem heutigen Studentenheim «Foyer les Creusets». Anfang der Achtzigerjahre wurde er Spitalseelsorger im Regionalspital Champsec von Sitten. Danach zog er sich ins Foyer Sur-Louis-Bron nach Fully zurück, wo er noch vier Jahre Heimseelsorger war. Seit 1993 lebte er dort im Ruhestand. Michel Bender wurde am 6. Juli in Fully zu Grabe getragen.


Orden und Kongregationen

 

Theologische Schule Einsiedeln

Die Dozentenkonferenz der Theologischen Schule der Benediktinerabtei Einsiedeln hat am 30. Juni 1999 den Dozenten für Religions- und Entwicklungspsychologie, P. lic. psych. Martin Werlen OSB auf vier Jahre zum Studienpräfekten gewählt. P. Martin Werlen tritt damit die Nachfolge des am 29. Mai 1999 überraschend verstorbenen bisherigen Studienpräfekten P. Dr. Magnus Löhrer OSB an.

P. Dr. Patrick Weisser OSB, Sekretär


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999