24/1999 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Die SBK hat mit Freude ihre zwei neuen Mitglieder, den neuen Bischof
der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg, Msgr. Bernard Genoud, sowie
den ernannten Abt der Territorialabtei St-Maurice, Msgr. Joseph Roduit,
willkommen geheissen. Die SBK dankt Papst Johannes Paul II. für die
Ernennung der beiden neuen Hirten und versichert Bischof Genoud und Abt
Roduit ihrer brüderlichen Unterstützung.
Zum ersten Mal begegnete der erst kürzlich akkreditierte Apostolische
Nuntius in Bern, Msgr. Pier Giacomo de Nicolò, in Begleitung des
Nuntiaturrates, Msgr. Gianbattista Ricca, der SBK.
Die Schweizer Bischöfe haben am zweiten Sitzungstag das Benediktinerinnenkloster
zu Allen Heiligen in der Au bei Einsiedeln besucht.
Die drei Schwerpunkte dieser Sommerversammlung waren: liturgische Fragen,
die Präsenz der katholischen Kirche an der expo.01 und der Pastoralplan
für Kommunikation und Medien der katholischen Kirche in der Schweiz.
Die Schweizer Bischöfe laden die Gläubigen zum Gebet für
die jüngsten Friedensbemühungen auf dem Balkan ein, damit sie
bald Frucht bringen und alle Opfer des Krieges und der Verfolgung in ihre
Heimat zurückkehren können. Den Frieden wiederherstellen setzt
die Versöhnung und den Wiederaufbau von alledem voraus, was im Kosovo
und in Serbien zerstört worden ist. Zunächst sind den Vertriebenen
würdige Lebensbedingungen zu gewährleisten. Nach dem Beispiel
zahlreicher Mitbürgerinnen und Mitbürger fordern die Schweizer
Bischöfe die ganze Bevölkerung nochmals dazu auf, sich den Flüchtlingen
und den Asylsuchenden gegenüber solidarisch zu zeigen und sich von
christlichen Werten und von der den Menschenrechten sensiblen Tradition
unseres Landes leiten zu lassen. Die Bischöfe werden sich für
die Versöhnung dieser beiden Volksgruppen auch in der Schweiz einsetzen.
Die Schweizer Bischofskonferenz hat den neuen Pastoralplan für Kommunikation und Medien der katholischen Kirche in der Schweiz verabschiedet. Mit dem Pastoralplan erhält die katholische Kirche in der Schweiz ein kohärentes Medienkonzept, das die drei Sprachregionen der Schweiz in einen Gesamtplan einbindet, sowohl konzeptionell wie auch finanziell. Den wachsenden Ansprüchen im Medienbereich stehen knappe finanzielle Ressourcen gegenüber. Es werden in der Schweiz jährlich 25 Mio. Franken für Medien eingesetzt, wovon nur 16 Mio. Franken eigenfinanziert werden. Der neue Pastoralplan selbst beinhaltet als Priorität die Vermittlung von authentischen Informationen. Ganz wichtig ist deshalb die Bereitstellung von Grundlagen für die Informationsbeschaffung durch Agenturen (KIPA/APIC und CIRIC). Eine hohe Bedeutung sieht die Kirche in der Zusammenarbeit mit den grossen elektronischen Medien der öffentlich-rechtlichen Anstalten (SRG/SSR idée suisse). Entsprechend der wachsenden Bedeutung der privaten Radios will sich die Kirche aber auch in diesem Bereich vermehrt engagieren. Die Erhaltung einer lesernahen religiösen Presse (z.B. Pfarrblätter) ist für die Kirche nach wie vor von grosser Bedeutung. Der Printbereich bindet denn auch am meisten Personal und Finanzen. Die vielfältigen Aktivitäten im Medienbereich, wie Bereitstellung von audiovisuellen Medien für die Glaubensverkündigung oder Integration in die Medienkultur durch Internet und Film sollten neu sprachregional zusammengefasst und besser koordiniert werden.
Die SBK hat in erster Lesung die Handreichung für liturgische Feiern, die von der Liturgischen Kommission ausgearbeitet wurden, zur Kenntnis genommen. Sie hat darüber hinaus die Ergänzungen zum Römischen Kalender und die «Richtlinien für künstlerisch wertvolle Gottesdienst-Räume» besprochen. Ferner wurden die Statuten der Liturgischen Kommission und die Allgemeinen Richtlinien «Ausbildung und Beauftragung von nicht-hauptamtlichen liturgischen Laiendiensten» verabschiedet. Diese Richtlinien betreffen liturgische Dienste, welche Laien in den Gemeinden anvertraut sind, die keine vollständige Ausbildung in Theologie, Liturgie oder Kirchenmusik erhalten haben und nicht vollamtlich im Dienste der Kirche stehen. Die Richtlinien legen das Mandat dieser Mitarbeiter, ihre Beauftragung und ihre Begleitung fest. Zu ihnen zählen z.B. Lektoren/Lektorinnen, Verantwortliche von Liturgiegruppen, Ministranten/Ministrantinnen sowie Chorleiter/Chorleiterinnen und Organisten/Organistinnen.
Die SBK hat sich ausführlich mit der Mitwirkung der katholischen
Kirche bei der expo.01 befasst. Zu diesem Zweck hat sie Nationalrätin
Thérèse Meyer-Kaelin, Mitglied der ESE2001, empfangen. Das
Projekt der expo.01, welches den Bischöfen vorgestellt wurde, soll
im «arteplage» von Murten seinen Platz finden. Weitere Projekte
sind von den Kirchen im Umfeld der expo.01 vorgesehen.
Unter dem Vorbehalt, dass die Finanzierung gewährleistet werden kann,
haben die Schweizer Bischöfe ihre Zustimmung zu diesen Projekten, deren
Inhalte in den nächsten Monaten detailliert ausgearbeitet werden, gegeben.
Die Bischöfe haben mit Nachdruck die christliche Dimension unterstrichen,
die diese Projekte zum Ausdruck bringen sollen. Der Besucher der expo.01
soll sich durch die Anwesenheit der Kirchen angesprochen fühlen, um
unter der Vielfalt des Gebotenen eine spezifische und von der christlichen
Erfahrung getragene Botschaft entdecken zu können.
Die katholische Kirche unseres Landes wird am kommenden 14. November den Sonntag der Migranten/Tag der Völker begehen. In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Ausländerfragen (SKAF) haben die Schweizer Bischöfe eine Botschaft zum Thema «Viele Völker ein Gott und Vater» verfasst. Die Bischöfe erinnern daran, dass der Auftrag, mit dem Jesus seine Jüngern an alle Völker sandte, von seiner Aktualität nichts verloren hat. «Viele Völker ein Gott und Vater» darf nicht bloss ein Motto sein. Die Zuwendung zum Mitmenschen, auch wenn er einer anderen Rasse bzw. Nationalität angehört, verschiedene kulturelle und religiöse Ausdrucksformen kennt, entspricht dem Sendungsauftrag Jesu an seine Jünger.
Die Schweizer Bischöfe haben mit Dank die Berichte über die
Vollversammlung der Pastoralplanungskommission (PPK), der Kommission «Ehe
und Familie» (E+F), der Kirchlichen Frauenkommission (KFK), der Nationalkommission
«Iustitia et Pax» (I+P), der Medienkommission (MK) sowie des
Schweizerischen Katholischen Missionsrates (SKM) entgegengenommen.
Im Weiteren hat die SBK den Bericht zur Volksversammlung der Arbeitsgemeinschaft
der Christlichen Kirchen in der Schweiz (AGCK) zur Kenntnis genommen.
In Solidarität mit den Armen unterstützen die Schweizer Bischöfe die Forderungen von «Erlassjahr 2000» für ein Entschuldungsprogramm für das Jahr 2000 und für ein völkerrechtlich verankertes Verfahren in Fällen schwerer Verschuldung armer Länder, damit der verhängnisvolle Kreislauf der Verschuldung durchbrochen, ein Neuanfang ermöglicht und das Jahr 2000 wahrhaft zu einem «Jubeljahr» (Lev 25) werden kann. In der Schweiz forderte man bereits 1989 einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder und die Errichtung eines Gegenwertfonds. Anlässlich des Jubeljahres 2000 wurde eine weltweite Petition (Unterschriftensammlung) zum Schuldenerlass gestartet. Am 19. Juni sollen nun in Köln diese Unterschriften den Ministern der G8-Staaten überreicht werden.
Die SBK hat die neuen revidierten Statuten des Stiftungsrates Missio
verabschiedet. Dadurch soll eine effiziente Verwirklichung der Ziele der
Stiftung erreicht werden. Die Stiftung Missio/OPM ist nun vom Schweizerischen
Katholischen Missionsrat (SKM) losgelöst und direkt der SBK unterstellt.
Die Schweizer Bischöfe haben ebenfalls die neuen Statuten des SKM approbiert.
Der SKM entspricht so dem Profil einer Expertenkommission im Dienste der
SBK.
Bei der Aufnahme ihrer zwei neuen Mitglieder hat die SBK eine neue Ressortverteilung vorgenommen. So erhielten Bischof Bernard Genoud und Abt Joseph Roduit ihre eigenen Arbeitsbereiche.
Um den pastoralen Erwartungen der Zirkusleute und Schausteller entgegenzukommen, hat die SBK beschlossen, eine Zirkus- und Schaustellerseelsorge einzurichten. Sie hat Pfr. Ernst Heller (Kriens/LU) als Nationalseelsorger bezeichnet. Er wird die Seelsorge in diesem Bereich koordinieren.
Die SBK hat die katholische Delegation der Orthodox/Römisch-katholischen
Gesprächskommission der Schweiz (ORGK) ergänzt:
Prof. Dr. Barbara Hallensleben, Ökumenisches Institut der Universität
Freiburg, als Mitglied und Ko-Präsidentin; Chanoine Roland Jacquenoud
CRA, St-Maurice, als Mitglied.
Die SBK hat Marie-Josèphe Lachat, Pruntrut, auf Vorschlag der Kirchlichen
Frauenkommission (KFK) zum Mitglied der Liturgischen Kommission der SBK
bestimmt.
Das Minifest 99 findet am 5. September in Bern statt. (Siehe auch Inserateteil dieser Anzeige.)
Am Sonntag, 27. Juni 1999 wird in der Pfarrkirche Christ-König in
Biel Diözesanbischof Kurt Koch Jean-Noël Theurillat von Delémont
zum Priester weihen. Die Feier beginnt um 15.30 Uhr. Priester, Seelsorgerinnen
und Seelsorger, die an der Feier teilnehmen wollen, mögen sich mit
Albe und weisser Stola (bzw. mit Albe) um 15.00 Uhr im Pfarreizentrum einfinden.
Am Pfingstmontag, 24. Mai 1999, hat Bischof Dr. Kurt Koch auf die Bitte
des Provinzials der Schweizer Pallotiner Provinz in der Pfarrkirche St.
Peter und Paul in Inwil zum Priester geweiht: Markus Reck SAC von Ebikon
in Gossau (SG).
Am Sonntag, 6. Juni 1999, hat Weihbischof Martin Gächter in der Pfarrkirche
St. Joseph in Basel auf die Bitte des Provinzials der Schweizer Jesuiten
Provinz folgende Diakone zu Priestern geweiht: P. Christoph Albrecht SJ
von Riehen (BS) in Basel; P. Bruno Brantschen SJ von St. Niklaus (VS) in
Wädenswil (ZH).
Die vakant werdende Seelsorgestelle an der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel wird für einen Seelsorger/eine Seelsorgerin in einem 60%-Pensum zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Interessenten mit den entsprechenden theologischen und fachlichen Voraussetzungen melden sich bitte bis zum 6. Juli 1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch
Andreas Graf-Jost auf den 13. Juni 1999 zum Gemeindeleiter der Pfarrei Dagmersellen (LU).
Die Büros der Bischöflichen Kanzlei Sitten (und des Bischofshauses)
bleiben vom Freitagabend, den 2. Juli 1999, bis Montag, den 2. August 1999,
geschlossen. Anfragen sind nach Möglichkeit schriftlich einzureichen.
Ein Mitglied des Ordinariates ist während dieser Zeit entweder über
den Fax (027-3231836) oder telefonisch über den Anrufbeantworter (027-3231818)
zu erreichen.
Generalvikar Josef Zimmermann ist vom 26. Juli bis 25. August 1999 abwesend;
Generalvikar ad interim Bernard Broccard vom 2. Juli bis 5. August 1999.