22/1999

INHALT

Amtlicher Teil

 

Bistum Basel

 

Ausschreibungen

Die vakante Pfarrstelle Trimbach (SO) im Seelsorgeverband Trimbach-Ifenthal-Wisen wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Interessenten melden sich bitte bis zum 15. Juni 1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch
Die vakante Seelsorgestelle von Brugg Nord (AG) wird für einen Theologen/eine Theologin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Da für diese Seelsorgestelle innerhalb der Pfarrei Brugg 160 Stellenprozente vorgesehen sind und neu besetzt werden können, lassen sich die Aufgaben der Seelsorgestelle gut auf zwei interessierte Personen aufteilen. Interessenten melden sich bitte bis zum 15. Juni 1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch
Die auf den 1. November 1999 vakant werdende Pfarrstelle Meisterschwanden-Fahrwangen (AG) wird für einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Interessenten melden sich bitte bis zum 22. Juni 1999 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch


Wahlen und Ernennungen

Gusti Brühwiler-Rutishauser auf den 23. Mai 1999 zum Gemeindeleiter der Pfarrei Gerliswil, Emmenbrücke (LU); Emil Schumacher auf den 23. Mai 1999 zum Pfarrer im Seelsorgeverband Büren-St. Pantaleon/Nuglar-Seewen (SO).


Die Diözesanen Räte im Bistum Basel

Das II. Vatikanische Konzil hat den Anstoss zur Gründung von diözesanen Räten gegeben, sowohl einen Rat der Priester, der Seelsorger und Seelsorgerinnen wie auch einen Rat der Laien, den Seelsorgerat. Der verstorbene Bischof von Basel, Anton Hänggi, hat kurz nach dem Konzil den Priesterrat und den Seelsorgerat ins Leben gerufen.
Die Ratsmitglieder sind aufgerufen, in ihren Wahlgremien über ihre Arbeit zu berichten, Wünsche und Anliegen weiterzugeben, aber auch Fragen und Anregungen in die Bistumsleitung zu bringen.


Der Priesterrat und der Rat der Diakone und Laientheologen und -theologinnen

In diesen beiden Räten sind die Seelsorger und Seelsorgerinnen des Bistums Basel vertreten, die Verantwortung für die Seelsorge in der Diözese tragen. Die beiden Gremien haben zusammen rund 40 Mitglieder und treffen sich dreimal jährlich zu ihrer gemeinsamen Sitzung. Da beide Räte stets zusammen tagen, werden sie auch die «Räte der hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen» genannt. Sie werden von Generalvikar Rudolf Schmid präsidiert.
Der Priesterrat setzt sich aus Vertretern der Kantone, Vertretern der fremdsprachigen Missionen, des Domkapitels, der Orden und der Theologischen Fakultät Luzern zusammen. Darüber hinaus kann der Bischof bis zu fünf Mitglieder aus Gruppen und Bereichen der Seelsorge berufen, die nicht oder nur ungenügend vertreten sind.
Im Rat der Diakone und Laientheologen und -theologinnen arbeiten hauptamtliche Diakone, Pastoralassistenten und -assistentinnen mit, welche die zehn Bistumskantone vertreten. Vom Berufseinführungskurs, der für die hauptamtliche Seelsorge verpflichtend ist, sind zwei Absolventinnen oder Absolventen Mitglieder dieses Rates. Auch in diesen Rat kann der Bischof bis vier Mitglieder frei berufen.
An ihren Tagungen befassen sich die beiden Gremien mit anstehenden Fragen aus der Seelsorge, um den Bischof aus ihrer Sicht zu beraten. Aus jüngster Zeit ist als Schwerpunkt die Arbeit im Zusammenhang mit der Ökumenischen Konsultation zu nennen, aber auch das Traktandum «Informationen und Anfragen», dem in jeder Sitzung der gebührende Platz eingeräumt wird.
Ferner wählen die Räte aus den Vorschlägen der Fortbildungskommission die Thematik für die jährlichen Dekanatsfortbildungskurse, um diese dem Bischof zur Bestätigung vorzulegen. Aktuelle Themen der Räte sind die Erarbeitung einer Stellungnahme zur X. Bischofssynode, die im Jahre 2000 in Rom stattfindet und sich mit dem Bischofsamt befasst. Gearbeitet wird auch an dem von der Bistumsleitung angeregten Prozess «Aufbruch des Bistums Basel ins 3. Jahrtausend».


Der Diözesane Seelsorgerat

Gleichzeitig mit den Räten der hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen ist auch der Diözesane Seelsorgerat nach dem Konzil ins Leben gerufen worden. Das Statut dieses wichtigen Laiengremiums hält fest: «Alle Gläubigen sind kraft ihrer Taufe Glieder der einen Kirche. Sie haben als solche zusammen mit dem Bischof Verantwortung für das Leben der Kirche im Bistum Basel.»
Wesen und Zweck des Seelsorgerates wird im Statut, Art. 1, wie folgt umschrieben: «Der Seelsorgerat ist ein diözesanes Gremium, das die Gläubigen möglichst umfassend repräsentiert, den Bischof in Frage der Seelsorge berät und ihn bei der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützt».
Der Diözesane Seelsorgerat wird gegenwärtig von Renate Falk, Oberägeri, präsidiert. Auch dieses Gremium trifft sich dreimal jährlich zu einer zweitägigen Sitzung. Die Traktandenliste der Tagungen wird vom Ausschuss und dem Pastoralamtsleiter Hans-Rudolf Häusermann festgelegt.
Der Seelsorgerat setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bistumskantone zusammen. Auch Vertretungen der Ausländer, des Schweizerischen Frauenbundes, der Jugendorganisationen, der Orden und der Theologiestudierenden sind Mitglieder dieses Rates. Die Diözesane Finanzkommission hat ebenfalls einen Sitz im Seelsorgerat. Die Räte der hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen stellen jeweils zwei Vertretungen, um die Querverbindungen und den Informationsaustausch zwischen den Gremien zu gewährleisten.
Der Rat befasst sich vor allem mit aktuellen Fragen aus Kirche und Gesellschaft. So wird ähnlich wie in den Räten der hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen eine Stellungnahme zur Ökumenischen Konsultation erarbeitet. Darüber hinaus hat der Seelsorgerat ebenfalls zum Projekt «Aufbruch des Bistums Basel ins 3. Jahrtausend» Stellung genommen und wird diesen Prozess auch seinerseits begleiten.
Für nähere Informationen über die Diözesanen Räte stehen zur Verfügung: für den Priesterrat und den Rat der Diakone und Laientheologen, -theologinnen: Generalvikar Rudolf Schmid, Präsident der Räte, Bischöfliches Ordinariat, 4501 Solothurn; für den Seelsorgerat: Renate Falk, Präsidentin, Eggstrasse 4c, 6315 Oberägeri, oder Hans-Rudolf Häusermann, Bischöfliches Ordinariat, 4501 Solothurn.


Aus der Bistumsagenda Juni 1999

1. Begegnung von Jugendseelsorgerinnen und Jugendseelsorgern mit Bischof Kurt Koch und Weihbischof Martin Gächter in Aarburg

6. Priesterweihe von Christoph Albrecht SJ und Bruno Brantschen SJ in der Pfarrkirche St. Joseph in Basel

6./7. Tagung der Laientheologen und Laientheologinnen zur Thematik «Gleichstellung von Frau und Mann in Gesellschaft und Kirche» im Romero-Haus Luzern

23. Installation von Domdekan Dr. Peter Schmid in der St.-Ursen-Kathedrale Solothurn

27. Priesterweihe von Jean-Noël Theurillat in der Pfarrkirche Christ-Roi, Bienne

29. Feier mit den Goldenen Priesterjubilaren in Solothurn


Bistum St. Gallen

 

Altarweihe in Muolen

Am Tag Christi Himmelfahrt, 13. Mai 1999, hat Bischof Ivo Fürer in der renovierten Pfarrkirche Muolen den Altar geweiht. Der Chorraum ist neu gestaltet und an die heutigen Formen der Liturgie angepasst worden. Massgeblich am Renovations- und Umbauprojekt beteiligt gewesen war Otmar Mäder, der nach seiner Demission als Bischof bis Ende August 1998 als Primissar in Muolen wirkte.


Domkapitel: Einsetzung von Markus Büchel als Domdekan und Josef Raschle als Residentialkanonikus

Applaus in der Kathedrale am Samstag, 22. Mai. Für einmal nicht nach einem Konzert, sondern nach einer feierlichen Amtshandlung. Der 50-jährige Bischofsvikar Markus Büchel wurde im vorabendlichen Pfingstgottesdienst von Bischof Ivo Fürer als Domdekan eingesetzt. Als solcher leitet er das 13-köpfige Domkapitel. Er bleibt auch mit seiner neuen Aufgabe Leiter des Pastoralamtes. Der Domdekan seinerseits setzte den 57-jährigen Josef Raschle, der seit 1987 die Pfarrei Herisau-Waldstatt-Schwellbrunn führt und ab 1. November als Dompfarrer tätig sein wird, als Residentialkanonikus ein und überreichte ihm nach dem Treuegelöbnis das Kapitelkreuz.
Die Kirche hat Zukunft, wenn alle Gläubigen ihre Geistesgaben voll wahrnehmen, sagte Bischof Ivo in seiner Predigt. Wichtig ist ihm, dass wir spüren, dass Gottes Geist in den verschiedenen Menschen verschieden wirkt und trotzdem zur Einheit führt. Es gilt, die eigenen Gaben zu entdecken, dankbar sich ihrer zu freuen und sie als Werkzeug des Geistes für andere nutzbar zu machen. Gleichzeitig müssen wir uns aber auch an den Gaben des Geistes in unseren Mitmenschen freuen, was eine grosse Herausforderung sein kann. Amtsträger wie Bischöfe und Priester seien durch die Weihe mit der Aufgabe betraut worden, Geister zu unterscheiden, in der Kirche zu führen, allerdings im Bewusstsein, dass der Geist Gottes durch andere vielleicht mehr oder Wichtigeres wirke als durch sie.
Beim Nachtessen mit den Familien der Gewählten im Hotel Ekkehard wurden die beiden fünf- und neunfachen Mütter, die 82-jährige Anna Büchel aus Rüthi im Rheintal und die 91-jährige Maria Raschle aus Bazenheid, mit einem herzlichen Applaus geehrt. Administrationsratspräsident Hardy Notter erinnerte daran, dass der Domdekan aus einer vom Bischof präsentierten Dreierliste vom Administrationsrat, also von staatskirchlicher Seite, gewählt worden ist und dass dieser auch den designierten Dompfarrer Josef Raschle als Residentialkanonikus ins Domkapitel gewählt hat. Da das Domkapitel den Bischof wählt, kann der Katholische Konfessionsteil mit seinen Wahlen indirekt seinen Einfluss geltend machen.
Weit vorausschauend, nämlich auf eine nächste Bischofswahl, legte Hardy Notter dem neuen Domdekan Markus Büchel ans Herz, dannzumal alles daran zu setzen, dass die Ziffer 51 der Statuten des Domkapitels eingehalten werden und der Name des Gewählten sofort nach dem Wahlakt bekannt gegeben wird.
Markus Büchel, der auch namens des neuen Residentialkanonikus Josef Raschle dem Administrationsrat für das ihnen geschenkte Vertrauen dankte, mochte nicht so weit in die Zukunft schauen. Seit seiner Berufung in die Bistumsleitung und die Wahl ins Domkapitel vor dreieinhalb Jahren haben bereits manche Wechsel und Abschiede stattgefunden. Mit der ganzen Festgemeinde gedachte er ehrend und dankbar der beiden verstorbenen Mitbrüder Pius Eigenmann und Alfons Klingl. Wie Hardy Notter lobte er die gute Zusammenarbeit von Bistumsleitung, Konfessionsteil und Domkapitel in einem Geist, der über das Materielle hinaus geht und die Sache im Auge behält, eben die Sache Jesu Christi. Er freute sich über die Zusicherung des Administrationsrates, im Sinne des Bistumsprojektes «He! Was glaubst Du?» gemeinsam den Weg des Glaubens zu gehen und dabei insbesondere daran zu denken, wie der Jugend die Glaubenswahrheiten und christlichen Werte weitergegeben werden können.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1999