20-21/1999 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Das Deutschschweizer Forum Katholischer Organisationen (DFKO) beschäftigte
sich am 3. Mai in Zürich mit dem kommenden Jahr 2000: Grund für
Hoffung oder für Angst?
Vorerst regte Diakon Urban Camenzind ein intensives Gespräch über
unseren Glauben an die Wiederkunft Jesu an. Für viele moderne Christen
liegt diese Wiederkunft in weiter Ferne, wodurch das Leben langweilig und
verschlafen werden kann. Der Glaube an die Wiederkunft Jesu löst Hoffnung
und Ängste aus. Die Hoffnung kann sich in einem simplen Fortschrittsglauben
ausdrücken, dass alles immer besser werde. Aber auch Angst ist festzustellen,
dass diese Welt auf eine Katastrophe hin steuere und die arbeitenden Menschen
einen ökologischen Zusammenbruch vorbereiteten. Solch extreme Sichten
werden aber von vielen nicht geteilt.
Wesentlich für den Christen ist, dass er das Kommen Jesu jederzeit
erwartet: im eigenen Leben, im eigenen Tod, in den Ärmsten der Welt,
in der Kirche. Der Glaube an die Wiederkunft Jesu hält die Christen
wach.
In anregenden Gespräch wurde festgestellt, dass heute kaum eine Angst
vor dem Jahr 2000 festzustellen sei es sei denn die Befürchtung,
dass Computer abstürzen könnten. Auch haben viele keine Angst,
weil sie wissen, dass das genau berechnete Jahr 2000 nach Christi Geburt
bereits vorüber ist!
Weihbischof Martin Gächter wies auf einen Prospekt hin, der bald zum
Jubiläumsjahr 2000 in der Schweiz breit gestreut wird. Darin wird an
den alttestamentlichen Ursprung im Jubeljahr erinnert, in dem alle 50 Jahre
Versöhnung, Befreiung und Neuanfang im Volke Gottes möglich wurden.
Der Prospekt wird viele Anregungen für das Jubiläumsjahr 2000
geben.
Die anwesenden Organisationen berichteten auch über die neuen, weltweiten
Bemühungen und Unterschriftensammlungen zur Entschuldung der ärmsten
Länder der Welt und zur Abschaffung der Todesstrafe, die den Verurteilten
ja die Möglichkeit raubt, neu anzufangen. An vielen Orten gibt es Pläne,
die Sylvesternacht vor dem Jahr 2000 besinnlich vor Gott und als gemeinsamer
Neuanfang zu begehen.
Wie üblich informierten die verschiedenen Erwachsenen- und Jugendvereine
über die geplanten Aktivitäten in der Schweiz und auf internationaler
Ebene. Ebenso wurde bekannt gegeben, dass die katholischen geistlichen Bewegungen
zu einer ersten schweizerischen Begegnung am 11. September 1999 in Baar
zusammenkommen werden, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen und sich
auch den andern Katholiken besser bekannt zu machen.
Die auf den 1. August 1999 vakant werdende Pfarrstelle St. Niklaus (SO)
wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung
ausgeschrieben.
Die auf den 1. Oktober 1999 vakant werdende Pfarrstelle Laupersdorf (SO)
wird für einen Pfarrer (Teilpensum) zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Diese Besetzung lässt sich gut verbinden mit einem Teilpensum für
priesterliche Dienste im Seelsorgeverband Aedermannsdorf-Herbetswil-Matzendorf
(siehe auch Inserateteil dieser Ausgabe).
Interessenten melden sich bitte bis zum 30. Juni 1999 beim diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch
Hans Niggeli-Meier auf den 16. Mai 1999 zum Gemeindeleiter/Diakon der Pfarrei St. Martin, Rohrdorf (AG).
Baumann Richard, bisher Spitalseelsorger am Kantonsspital Liestal (BL),
zum Spitalseelsorger am Kantonsspital Bruderholz (BL).
Heuberger Alfred, bisher Pfarradministrator im Seelsorgeverband Ermatingen-Steckborn
(TG), zum Kaplan in der Pfarrei Perlen (LU).
Schwager-Uhlmann Christoph, zum Spitalseelsorger am Bezirksspital Zofingen (AG).
Gissler Peter, bisher Pastoralassistent in der Pfarrei St. Anton Basel,
zum Pastoralassistent in der Pfarrei Baar (ZG).
Heinze Jürgen, bisher Pastoralassistent in der Pfarrei Bruder Klaus
Kriens (LU), zum Spitalseelsorger am St. Claraspital in Basel.
Stähle-Nothelfer Claudia, zur Konrektorin am Rektorat für Religionsunterricht
(BS).
Stuber Carmen, bisher Pastoralassistentin in der Pfarrei St. Johannes Luzern,
zur Spitalseelsorgerin am Kantonalen Spital Sursee (LU).
Südbeck-Baur Eva, bisher Pastoralassistentin in der Pfarrei St. Marien
Thun (BE), zur Seelsorgerin bei der Offenen Kirche Elisabethen in Basel.
(Pfarrer, Gemeindeleiter/Gemeindeleiterinnen werden regelmässig in der SKZ publiziert.)
Mit der ersten Beauftragung bringen die Theologiestudierenden ihre Bereitschaft
zum kirchlichen Dienst im Bistum Basel zum Ausdruck.
Im Auftrag des Diözesanbischofs hat Weihbischof Martin Gächter
diese Bereitschafts-erklärung am 25. April 1999 im Seminar St. Beat,
Luzern, entgegengenommen und folgende Theologiestudierende als Lektorin
oder Lektor und Kommunionhelferin oder Kommunionhelfer beauftragt:
Ulrike Beelte-Henkenmeier von D-Erwitte/Westfalen in Fribourg; Iva Boutellier-Kompis
von Gansingen in Luzern; Gregor Elmiger von Ermensee in Posieux; Daniel
Fischler von Möhlin in Luzern; Renate Förster-Stump von D-Leibertingen
in Sursee; Giovanni Gadenz-Mathys von Bönigen in Wilderswil; Markus
Gurtner von Wahlernibe in Einsiedeln; Peter Halter von Lungern in Burgdorf;
Paul Hengartner-Ponzio von Waldkirch in Oftringen; Sepp Hollinger-Feurer
von Zuzgen in Stetten; Rita Iten von Unterägeri in Ostermundigen; Volker
Kandziora von D-Wuppertal-Elberfeld in Riehen; Beat Keller von Andwil (SG)
in Oberwangen; Ursina Knobel von Altendorf (SZ) in Luzern; Thomas Lang von
Horw und Berneck in Horw; Mathias Müller von Balterswil in Luzern;
Monika Piontek von D-Braunschweig in Luzern; Simone Rudiger von Basel-Kyburg
in Basel; Rosmarie Schärer von Buchrain/Wiesen (SO) in Buchrain; Joseph
Stirnimann von Ruswil in Zofingen; Judith von Ah von Rothenburg in Rothenburg;
Martin Walter von D-Auenwald in Aadorf; Adrian Wicki von Römerswil
in Rothenburg; Wolfgang Wilbert von D-Kurtscheid in Luzern; Andrea Wohland
von D-Pforzheim in Schöftland; Eveline Zeder von Hergiswil (LU) in
Fribourg; Beat Zellweger-Frei von Au (SG) in Kriens.
Im Auftrag des Diözesanbischofs hat Weihbischof Martin Gächter
die Bereitschaftserklärung zum kirchlichen Dienst am 30. April 1999
in der Chapelle Notre Dame du Vorbourg, Delémont, entgegengenommen
und folgende Theologiestudenten als Lektor und Kommunionhelfer beauftragt:
Jacques Horisberger von Auswil (BE) in Vicques; Noël Pedreira von und
in Courfaivre; Christophe Salgat von Movelier in Correndlin.
Mit der Einladung zur Sitzung vom Samstag, 8. Mai, im Zisterzienserinnenkloster
Magdenau hatten die Mitglieder des diözesanen Seelsorgerates einiges
Material zum vorgängigen Studium erhalten. Die Spurgruppe, die sich
bereits auf die Februarsitzung hin intensiv mit der «Ökumenischen
Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz»
befasst und ihre Überlegungen zusammen mit einem KAB-Vertreter präsentiert
hatte, war nochmals aktiv geworden. Sie hatte die im Anschluss an die Sitzung
eingereichten Meinungen von Seelsorgeratsmitgliedern zu den von ihr vorgelegten
Fragen gesichtet und die Schwerpunkte herausgeschält und daraufhin
wieder allen Mitgliedern zugestellt. In Arbeitsgruppen, in denen auch Bischof
Ivo und Mitglieder des Ordinariates mitmachten, beschäftigte sich der
Rat in Magdenau nochmals damit, wobei es vor allem darum ging, fehlende
Aspekte noch aufzunehmen oder Gedanken und Aussagen präziser, klarer
und aussagekräftiger zu formulieren. Als eine Sammlung von Meinungen
aus dem Seelsorgerat des Bistums St. Gallen wird nun das Papier an das Sekretariat
der «Ökumenischen Konsultation» eingereicht.
Dass auch der umfangreiche Entwurf der Arbeitsgruppe «Glauben in Gemeinschaft»,
welche die verschiedenen Schritte im Projekt «He! Was glaubst Du?»
vorbereitet und begleitet, vorgängig studiert worden war, zeigte die
engagierte Diskussion darüber. Ihr Präsident, Pfarrer Josef Manser,
durfte wertvolle Anregungen für die zweite Phase des Projektes, für
das Urteilen, entgegennehmen. Er konnte auch berichten, dass die Arbeitsgruppe
gegen hundert Rückmeldungen ausgewertet hat und dass erfreulicherweise
in vielen Pfarreien und Gruppierungen viel Positives in Gang gekommen ist,
vor allem das Gespräch über den Glauben.
Übrigens sind gleich zwei Mitglieder der fünfköpfigen Arbeitsgruppe
in den letzten Wochen an die Spitze von Kirchenverwaltungen gewählt
worden: Lisbeth Ebneter-Fässler, die Vertreterin des Seelsorgerates,
in Appenzell und Damian Kaeser-Casutt, der als akj-Leiter die Jugend vertritt,
in Speicher.
Der ernannte Bischof für das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg, Msgr. Bernard Genoud, bislang Regens des diözesanen Priesterseminars, wird am Pfingstmontag, 24. Mai 1999, in der St.-Niklaus-Kathedrale die Bischofsweihe empfangen aus den Händen seines Vorgängers, Msgr. Amédée Grab, Bischof von Chur und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz. Mitkonsekratoren werden die beiden Weihbischöfe des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg sein: Msgr. Pierre Bürcher und Msgr. Pierre Farine. Die Feier beginnt um 15.00 Uhr, anschliessend festlicher Empfang im «Forum Fribourg».
Anselme Fragnière, Domdidier
Geboren am 16. Juni 1914, Priesterweihe 1941, Vikar in Surpierre, Neirivue
und Chêne. Pfarrer von Onnens 19491983. Dekan 19831986.
Seit 1990 im Ruhestand. Gestorben im Spital von Payerne am 9. Mai 1999.
Im Rahmen der Ausstellung «Artes Fides», die vom 16. April
bis 7. November 1999 dauern wird, gibt es verschiedene Veranstaltungen,
Vortragsreihen, Seminare, Kolloquien usw. «Getrost erwarten, was kommen
mag»
Dieses Wort von Dietrich Bonhoeffer stellte Bischof Dr. Kurt Koch an den
Anfang seines Predigtwortes bei der Eucharistiefeier am Sonntag, 18. April
1999.
An der Schwelle ins unbekannte dritte Jahrtausend gilt für unsere Kirche
die Frage nach ihrer eigenen Zukunft. Es gehe darum, dass Jesus Christus,
der Auferstandene uns vorausgehe und wir unser Mitgehen nicht behindern,
betonte Bischof Koch. Ostern sei deshalb nicht einfach eine schöne
Geschichte zum Erzählen. Ostern sei vielmehr im buchstäblichen
Sinn eine Wegweisung, und zwar zunächst für uns selbst:
«Auferstehung ist nicht Antwort auf Neugier, sondern Sendung: Sie
will die Welt verwandeln. Sie will eine aktive Freude, die Freude dessen,
der selbst den Weg des Auferstandenen mitgeht», zitierte Bischof Dr.
Kurt Koch Kardinal Josef Ratzinger aus seinem Buch «Suchen, was droben
ist».
Zukunft habe die Kirche nur, wenn es nicht einfach eine von uns Menschen
nach unseren Vorstellungen gemachte Zukunft gebe, sondern die Zukunft, die
der Auferstandene in der Kraft seines Geistes bewirke. In dieser gläubigen
Gewissheit liegt die Morgenröte einer guten Zukunft der Kirche.
Dass Christus die Mitte der ganzen Kirche ist und dass Kirche ohne Christus
keinen Sinn mache, dies werde am deutlichsten erfahrbar in der Feier der
Eucharistie. In dieser Feier ereigne sich genau das neu, was bereits die
Jünger von Emmaus erfahren haben.
Auch für uns Christen und Christinnen heute liege die schönste
Ostererfahrung in der Feier der Eucharistie, zu der wir uns allwöchentlich
versammeln. In gläubiger Gewissheit können die Christen die Frage
nach der Zukunft der Kirche mit den Worten von Dietrich Bonhoeffers beantworten:
«Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost,
was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss
an jedem neuen Tag.»
Die gläubige Gewissheit an den Glauben des Auferstandenen ist und bleibe
der eigentliche Wärmestrom der österlichen Botschaft. Und die
Feier des Übergangs vom zweiten zum dritten Jahrtausend sei ein hervorragender
Anlass, diesen Wärmestrom glaubwürdig zu bewahren, in der unbeirrbaren
Hoffnung auf die Zukunft auch unserer Kirche, die in der österlich
wirksamen Hand Gottes liegt.
20./21. Mai 1999
Internationales Kolloquium am Institut Kurt Bösch: «Bewahrung
des christlichen Kulturerbes»
15. September 1999
Abschluss-Konzert des Festivals Tibor Varga (Missa Solemnis de L. Van Beethoven).
Unterzeichnung der Gründungsurkunde «Pro Tourbillon»
16. September 1999
Vortrag von S. Em. Carlo-Maria Kardinal Martini in der Aula des Kollegiums
«Les Creusets» in Sitten, um 20.00 Uhr
17. September 1999
Feierliche Vesper mit der Teilnahme der Schola des Petits-Chanteurs de Notre-Dame
de Sion, in der Basilika Unserer Lieben Frau von Valeria, um 19.00 Uhr
10. Oktober 1999
Fest der Kathedralweihe in Sitten mit der Teilnahme der Mitglieder der Schweizer
Bischofskonferenz
11. Oktober 1999
Vortrag von Pater Georges Cottier OP, Rom, in der Aula des Kollegiums «Les
Creusets» in Sitten, um 20.00 Uhr
7. November 1999
Abschluss der Ausstellung «Artes Fidei»