8/1999 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Der diesjährige schweizerische Tag der Kranken, der jeweils am ersten Sonntag im März, dieses Jahr also am 7. März begangen wird, steht unter dem Motto: «Betagt und krank - eine doppelte Herausforderung». Damit schliesst sich dieser Tag dem von den Vereinten Nationen für das Jahr 1999 erklärten «Jahr der älteren Menschen» an. Anlässlich dieses Internationalen Jahres richtet sich die Schweizer Bischofskonferenz mit dem folgenden Wort an die älteren Menschen in unserem Land.
Wir freuen uns mit Ihnen, liebe Seniorinnen und Senioren zu denen
auch einige von uns gehören , dass die UNO das letzte Jahr unseres
Jahrhunderts zum «internationalen Jahr der älteren Menschen»
erklärt hat. Damit soll der älteren Generation Ehrerbietung und
Dankbarkeit ausgesprochen werden, der wir Bischöfe uns herzlich anschliessen.
Sie haben den grössten Teil dieses bewegten 20. Jahrhunderts miterlebt,
vielleicht schon die Zeit des Ersten Weltkrieges und der darauffolgenden
Wirtschaftskrise, den Zweiten Weltkrieg und die Jahre nachher, die das Leben
der Gesellschaft unwiderruflich verändert haben. Ihnen sind in diesen
Jahrzehnten Ängste und Sorgen kaum erspart geblieben, zumal es lange
Zeit dauerte, bis die sozialen Einrichtungen wie die AHV und IV in unserem
Land eingeführt wurden. Unzureichende Löhne und fehlende Pensionskassen
haben oft genug die Rücklage von Ersparnissen für ein gesichertes
Alter verhindert. Sie haben viele Opfer bringen müssen, die sich die
Jüngeren und Jungen unter uns nicht vorstellen können.
Es erfüllt Sie und uns mit Genugtuung, dass die Mehrheit
älterer Menschen heute materiell besser gesichert ist als früher.
Doch immer noch leben viele Betagte unter dem Existenzminimum. Diese haben
ein Anrecht auf staatliche, kirchliche und private Unterstützung und
sollen freimütig davon Nutzen ziehen. An dieser Stelle danken wir den
kirchlichen Gruppierungen und staatlichen Institutionen sowie der «Pro
Senectute» und anderen Organisationen, die sich älterer Menschen
annehmen. Zu erwähnen sind auch die verbesserte medizinische Versorgung
alter Menschen, sowie die wachsende Anzahl von Alterswohnungen, Alters-
und Pflegeheimen. Wir danken auch allen, die fachlich erfahren und liebevoll
den Menschen bei Altersbeschwerden beistehen. In den Pfarreien bestehen
Gruppen, die für und mit den Senioren die Jahre des Älterwerdens
bereichern, z.B. mit Bildungs- und Unterhaltungsanlässen, mit Kursen
aller Art und mit Ausflügen, und die besonders die Kranken und Behinderten
regelmässig besuchen. Hier leisten auch die kirchlichen Sozialdienste
viel Wertvolles. Wir stellen ebenfalls fest, dass die Sakramente für
Menschen, die nicht zur Kirche kommen können, in die Häuser und
Heime gebracht und dort gespendet werden. Wir begrüssen es, wenn Gottesdienste,
Bussfeiern und Krankensalbungen für ältere Menschen gehalten werden.
Viel Gutes dürfen Sie von der jüngeren Generation erfahren. Dennoch
sind wir beunruhigt, wie in der Gesellschaft heute vielerorts den Betagten
der nötige Respekt verweigert wird. Der Trend, die Jugend zu verherrlichen,
wertet das Altsein ab. Die rasanten Veränderungen im kulturellen und
technischen Bereich erschweren vielen Betagten das Leben und tragen bei
zu Angst und Verbitterung. Ein Umbruch fand in den letzten Jahrzehnten auch
innerhalb der Kirche statt. Viele von Ihnen haben gewiss die Erneuerungen
seit dem 2. Vatikanischen Konzil begrüsst, viele aber sind dadurch
in ihrem Glauben verunsichert worden und haben besonders in den Gottesdiensten
Mühe mit neuen Liedern und mit ungewohnter Sprache in der Verkündigung.
Wir haben dafür Verständnis, bitten Sie aber um Toleranz und Geduld
im Blick auf die kommenden Generationen. Einig gehen wir Bischöfe mit
all jenen, die Missstände und Missbräuche im kirchlichen Leben
und den Verlust wirklich guter Traditionen bedauern und darunter leiden.
Wir gelangen abschliessend mit einer grossen Bitte an Sie: Helfen Sie
mit, unseren Glauben den Jüngeren lebendig vorzuleben und dadurch weiterzugeben.
Haben nicht gerade Grosseltern Möglichkeiten, ihren Enkeln religiöse
Werte zu vermitteln? Auf Ihren Beitrag dazu, in schwierigen Zeiten christliches
Leben zu erhalten, zählen wir! Ebenso bitten wir Sie um Ihr Gebet für
die Kirche und ihre Zukunft. Denn auch Sie sollen wie der Apostel
Paulus im Alter dem jungen Timotheus schrieb den Jungen sagen können:
«Bewahre, was dir anvertraut ist!» (1 Tim 6,20).
Wir wünschen Ihnen für das letzte Jahr dieses Jahrhunderts und
für den Schritt ins 3. christliche Jahrtausend Gesundheit, Zuversicht
und Gottes Segen!
Am 1. März, um 12 Uhr (Lokalzeit), werden auf der ganzen Welt die
Kirchenglocken läuten.
Für jene, die sich am Kampf gegen den Einsatz von Personenminen beteiligt
haben, wird der 1. März 1999 ein historisches Datum bedeuten: Das Abkommen
von Ottawa für ein generelles Verbot von Personenminen tritt in Kraft.
Die schweizerischen Massnahmen bilden dabei Teil einer internationalen Kampagne
für ein Verbot der Personenminen, einer Kampagne, die mit ihrem Kampf
gegen die Barbarei am Anfang dieses phantastischen Erfolges steht und 1997
mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist.
In zahlreichen Ländern werden die nationalen Kampagnen am 1. März
symbolische Aktionen für das Minenverbot und zur Opferhilfe durchführen,
in der Schweiz mit der vollen Unterstützung der Behörden.
In diesem Zusammenhang wurde auch international vorgeschlagen, an dem Tag,
an dem das Übereinkommen von Ottawa in Kraft tritt, um 12 Uhr (Lokalzeit)
die Kirchenglocken läuten zu lassen. Von katholischer Seite darf mit
der Unterstützung des Papstes gerechnet werden, der sich immer wieder
nachdrücklich für das Personenminenverbot eingesetzt hat.
So werden am 1. März um 12 Uhr in Australien, Belgien, Frankreich,
Italien, Kolumbien, Norwegen, Österreich, Schweden, Sri Lanka, Südafrika,
Ungarn und in bestimmten Regionen der Vereinigten Staaten Glocken läuten.
In mehreren weiteren Ländern sind diesbezügliche Kontakte geknüpft
worden. Und in der Schweiz?
Wir hoffen, dass sämtliche Schweizer Kirchen sich dieser weltweiten
Aktion anschliessen und damit ihre vorbehaltlose Unterstützung im Kampf
gegen eine barbarische Waffe bekunden werden, die alle 20 Minuten Menschen
tötet oder in schrecklicher Weise verstümmelt, darunter besonders
viele Kinder.
Wir danken allen Kirchengemeinden, die sich an unserer Aktion beteiligen,
im Voraus bestens.
Am Sonntag, 14. März 1999, wird in der Pfarrkirche Notre-Dame de
la Prévoté in Moutier Weihbischof Martin Gächter den
Priesteramtskandidaten Stéphane Migy von Concourt zum Diakon weihen.
Die Feier beginnt um 10.00 Uhr. Priester, die bei der Handauflegung mitwirken
und konzelebrieren wollen, mögen sich mit Albe und weisser Stola um
9.30 Uhr einfinden.
Die vakant werdende Pfarrstelle St. Franziskus, Kriens (LU), wird für
einen Pfarrer oder einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung
ausgeschrieben.
Interessenten melden sich bitte bis zum 16. März 1999 beim diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mail: personalamt.bistum-basel@kath.ch
Folgende Diözesan- und Ordenspriester sowie Priester der fremdsprachigen Missionen können dieses Jahr ein Jubiläum feiern.
Buchmann Bruno, Pfarr-Resignat, Ennetbaden, 7. Juli
Deschler Paul Josef, em. Pfarrer, Luzern, 7. Juli
Chèvre André, Dr. phil., Retraité, Mettembert, 29.
Juni
Egloff Anton, Dr. theol., Gipf-Oberfrick, 29. Oktober
Felder Anton, Luzern, 7. Juli
Greppin Georges, Retraité, Delémont, 29. Juni
Hofmann Karl, em. Pfarrer, Frauenfeld, 29. Juni
Schürmann Jost, Kaplan, Luthern-Bad, 29. Juni
Spiess Richard, em. Professor, Zug, 29. Juni
Amrein Anton, em. Pfarrer, Inwil, 29. Juni
Bloch Emil, em. Pfarrer, Zug, 20. Juni
Bossard Paul, Pfarradministrator, Welschenrohr, 10. September
Brunner Karl, em. Pfarrer, Dierikon, 29. Juni
Droux Ives, Retraité, Soyhières, 24. Februar
Füglister Robert, Msgr. Dr. theol., Pfarrer St. Marien, Basel, 29.
Juni
Galliker Martin, em. Pfarrer, St. Urban, 29. Juni
Girardin Sylvestre, Curé, Bassecourt, 2. April
Huwyler Franz, Chorherr, Beromünster, 29. Juni
Kaufmann Max, em. Pfarrer, Neuendorf, 29. Juni
Landtwing P. Thomas, Dr. phil., em. Pfarrer, Obermumpf, 17. Juli
Lustenberger Hans, Chorherr, Beromünster, 29. Juni
Portmann P. Charles, CSSR, Glovelier, 17. Juli
Rieser Karl, em. Pfarrer, Baar, 29. Juni
Roetheli Alois, em. Pfarrer, Kappel, 29. Juni
Rüegger Hugo, em. Pfarrer, Olten, 29. Juni
Schaller Jean-Pierre, Dr., Porrentruy, 29. Juni
Schumacher Josef, em. Pfarrer, Emmenbrücke, 29. Juni
Stirnimann Anton, em. Pfarrer, Halten, 29. Juni
Unternährer Josef, em. Pfarrer, Birrwil, 29. Juni
Vinzens Benedikt, em. Pfarrer, Aedermannsdorf, 19. Juni
Zürcher Burkard, Alters-Seelsorger im Eichhof, Luzern, 29. Juni
Beerli Franz, em. Pfarrer, Wil (SG), 29. Juni
Birrer Hans, em. Kaplan, Hüswil, 29. Juni
Gassmann Leonz, em. Pfarrer, Egerkingen, 10. Oktober
Hauser Josef, Pfarrer, Hildisrieden, 29. Juni
Hürlimann Gebhard, Dr. theol., em. Pfarrer, Zug, 29. Juni
Kern Richard, em. Pfarrer, Aedermannsdorf, 29. Juni
Bartolo Pereira, Nationaldelegierter, Zürich, 15. August
Ritz Joseph, Dr.theol., Pfarrer, Gelterkinden, 24. Juni
Scherer Leo, em. Pfarrer, Giubiasco, 29. Juni
Schmidiger Andreas, Pfarradministrator, Ernetschwil, 29. Juni
Stammler Alois, Domherr, Pfarrer, Thun (St. Martin), 29. Juni
Studer Albin, em. Pfarrer, Sulgen, 29. Juni
Amrhyn Lukas, Pfarrer, Villmergen, 16. Juni
Cuennet Jean-Claude, Curé, Bassecourt, 15. September
Gagesch Walter, Pfarrer, Würenlingen, 23. Juni
Oeuvray Jacques, Curé/Chanoine, Boncourt, 3. März
Rotzetter P. Paul, OFMCap, Spitalseelsorger, Olten, 5. Juli
Unsern lieben Jubilaren herzliche Gratulation und Gottes reichen Segen für die Zukunft.
Die vakant gewordene 50-Prozent-Seelsorgestelle des Spitalpfarramtes
im Kreuzspital Chur wird für einen Priester oder Pastoralassistenten/eine
Pastoralassistentin ausgeschrieben.
Interessenten melden sich bitte bis zum 19. März 1999 beim Sekretariat
des Bischofsrates, Hof 19, 7000 Chur.
Am Mittwoch, 10. März, 16 bis 21 Uhr, findet im Pfarreizentrum St.
Fiden in St. Gallen das 8. Diözesanforum kirchliche Jugendarbeit statt.
Referent ist Paul M. Zulehner, der seit 1984 in seiner Geburtsstadt Wien
einen Lehrstuhl für Pastoraltheologie innehat. Einer breiteren Öffentlichkeit
bekannt geworden ist er durch Vorträge und Publikationen über
religions- und kirchensoziologische Themen. In St. Gallen wird er unter
dem Titel «Untergang verwalten oder Übergang gestalten»
grundsätzliche Überlegungen zu Jugend und Kirche am Vorabend des
dritten Jahrtausends anstellen. Das von der Daju, der Diözesanen Arbeitsstelle
für Jugendseelsorge, organisierte Diözesanforum will nicht nur
über neue Entwicklungen in Bereichen der Jugendpastoral orientieren,
sondern auch ermutigen und zum Erfahrungsaustausch einladen.
Weil nach den Tischgruppengesprächen und der Plenumsdiskussion ein
Imbiss offeriert wird, ist eine Anmeldung nötig bis zum 6. März
an Daju, Webergasse 15, 9000 St. Gallen, Telefon/ Fax 071-223 87 70.
April: 18. So: Kriessern und Montlingen (N); 24. Sa: Au; 25. So: Rheineck
und Thal (N).
Mai: 1. Sa: Steinach und Tübach (N); 2. So: Berg; 3. Mo: Häggenschwil;
9. So: Altstätten und Hinterforst (N); 15. Sa: Heerbrugg; 16. So: St.
Gallen-Dom und Dipoldsau (N); 29. Sa: Rebstein; 30. So: Goldach und Staad/Altenrhein
(N).
Juni: 6. So: St. Margrethen (N); 12. Sa: Widnau; 13. So: Marbach und Balgach
(N); 19. Sa: Oberriet und Kobelwald (N); 20. So: Untereggen und Ricken (N);
21. Mo: Muolen; 26. Sa: Lüchingen und Rüthi (N).
September: 11. Sa: Berneck
April: 24. Sa: Murg und Mols (N); 25. So: Quarten.
Mai: 9. So: St. Gallen-Halden und St. Gallen-Neudorf (N); 22. Sa: St. Gallen-St.
Fiden und Wittenbach (N); 29. Sa: Speicher (N); 30. So: Gossau-Andreas.
Juni: 5. Sa: Gams und Sennwald (N); 12. Sa: St. Gallen-Bruggen und St. Gallen-St.
Otmar (N); 13. So: St. Gallen-Riethüsli; 19. Sa: St. Gallen-Rotmonten
und St. Gallen-Heiligkreuz (N); 20. So: Walenstadt.
Mai: 2. So: Vättis und Pfäfers (N); 3. Mo: Flums und Berschis
(N); 15. Sa: Weisstannen (N); 16. So: Mels und Mels-Heiligkreuz (N); 22.
Sa: Sargans und Wartau (N); 29. Sa: Wil und Abtwil (N); 30. So: Gossau-Paulus
und Engelburg (N).
Juni, 5. Sa: St. Gallen-Winkeln; 12. Sa: Eschenbach; 13. So: Appenzell;
19. Sa: Niederuzwil (N); 20. So: St. Gallen-St. Georgen; 26. Sa: Jona; 28.
Mo: Wangs und Vilters (N).
November: 7. So: Mörschwil.
Mai: 1. Sa: Bad Ragaz und Valens (N); 8. Sa: Kaltbrunn; 16. So: Buchs
und Sevelen (N); 29. Sa: Wil.
Juni: 6. So: Herisau (N); 12. Sa: Uznach; 13. So: Flawil; 27. So: Wattwil.
(N = Nachmittag)
Simon Fournier, alt-Pfarrer
Am 11. Februar 1999 starb alt-Pfarrer Simon Fournier in Savièse.
Er war der älteste Priester des Bistums Sitten. Simon Fournier wurde
am 4. August 1903 in Haute-Nendaz geboren. Am 26. Juni 1932 wurde er zum
Priester geweiht. 19321933 war er Vikar in Evolène, 19331941
Prior von Val d'Illiez, 19411952 Pfarrer von Leytron, 19521959
Pfarrer von Montana-Village und schliesslich 19521972 Pfarrer von Brämis.
Seit 1972 lebte er im Ruhestand, zuerst in Sitten, dann in Haute-Nendaz
und in den letzten Jahren in Savièse. Am 13. Februar wurde Simon
Fournier in Haute-Nendaz beerdigt.