5/1999 | |
INHALT | |
Amtlicher Teil |
Bischof Kurt Koch und Weihbischof Martin Gächter laden zum 3. Mal
Jugendliche ab 15 Jahren, junge Erwachsene und Jugendseelsorger/-innen nach
Solothurn ein. Der Sonntag, 21. März 1999, soll ein Tag der Begegnung
unter den Jugendlichen und mit den Bischöfen sein. Im Jahr 1999, das
besonders Gott-Vater gewidmet ist, wurde als Motto «Sehnsucht nach...
dir» gewählt.
Das Treffen beginnt am 21. März 1999 um 10.30 Uhr im Konzertsaal von
Solothurn mit Musik und Darbietungen von verschiedenen Jugendgruppen. Jugendliche
und Bischof Kurt Koch sprechen dann über ihre persönliche Sehnsucht.
Darüber wird anschliessend in gemischten Gruppen weiterdiskutiert an
verschiedenen Orten, an denen auch das mitgebrachte Picknick gegessen wird.
Um 14.30 Uhr treffen sich alle Jugendlichen auf der grossen Treppe vor der
Kathedrale zur Einstimmung für den Gottesdienst, der in der Kathedrale
gefeiert und von Jugendlichen mitgestaltet wird.
Nach dem Gottesdienst können Jugendliche weiterhin in der Kathedrale
bleiben bei besinnlichen Taizé-Gesängen und für persönliche
Gespräche mit Jugendseelsorgern und -seelsorgerinnen, Priestern und
Bischöfen: open-end und Heimkehr nach 17 Uhr.
Priester und Jugendseelsorger/-innen, die sich für die gern benutzten
Gespräche zur Verfügung stellen, mögen sich bei Weihbischof
Martin Gächter melden.
Für das Bistumsjugendtreffen 1999 sind jetzt Prospekte in den Pfarreien
und bei Jugendseelsorgern und -seelsorgerinnen erhältlich. Für
Fragen stehen Pastoralassistent Martin Gadient, Kriens (Telefon 041-3221151),
und Weihbischof Martin Gächter (Telefon 032-6255825) gerne zur Verfügung.
Die auf 1. Mai 1999 vakant werdende Pfarrstelle Däniken (SO) im
Seelsorgeverband Däniken-Gretzenbach-Schönenwerd-Walterswil/Rothacker
wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung
ausgeschrieben (siehe auch Inserateteil der letzten Ausgabe).
Interessenten melden sich bitte bis zum 23. Februar 1999 beim diözesanen
Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn, oder E-Mai: personalamt.bistum-basel@kath.ch
Don Felice Bonaccina, Italiener-Seelsorger, Schaffhausen
In Samarate (Prov. Varese) starb am 7. Januar 1999 Don Felice Bonaccina,
Italiener-Seelsorger in Schaffhausen. Er wurde am 17. Januar 1936 in Desenzano
geboren und am 7. Juli 1963 in Verona zum Priester geweiht. Sein seelsorgliches
Wirken vollzog sich namentlich in der Ausland-Seelsorge, zuerst im Bistum
Chur, dann im Dienst des Bistums Basel als Italiener-Seelsorger in Biel
(19901991) und Schaffhausen (19911998). Sein Grab befindet sich
in Samarate.
Die Hochschulkonferenz der Theologischen Hochschule Chur wählte in ihrer Sitzung vom 26. Januar 1999 Prof. Dr. Franz Annen als Nachfolger von Prof. Dr. Aladár Gajáry zum Rektor für die Amtszeit 1999/2003. Nach Zustimmung seitens der Kongregation für das katholische Bildungswesen erfolgt die entsprechende Ernennung durch den Bischof. Amtsantritt: 1. August 1999.
Auf den 1. Fastensonntag wird der Fastenhirtenbrief unseres Diözesanbischofs allen Priestern und in der Seelsorge tätigen Mitarbeitern zugestellt. Er befasst sich mit dem Thema: «Jesu Vater Unser Vater».
Der Bischofsrat wird zunehmend mit der Frage konfrontiert, ob die Errichtung von Mobilfunkmasten in Kirchtürmen befürwortet werde oder nicht. Grundsätzlich ist der Bischofsrat gegen die Errichtung solcher Anlagen. Er bittet die verantwortlichen Instanzen in den Pfarreien und Kirchgemeinden, dies zur Kenntnis zu nehmen und darauf hinzuwirken, dass von solchen Vorhaben trotz verlockendem Angebot abgesehen werde.
Am Samstag, 13. März 1999, findet im Centrum 66, Zürich, eine
Tagung für Pfarreiräte statt. Thema: Jesus und die Fernstehenden
Auftrag für unsere Pfarreien.
Anmeldungen bitte an: Seelsorgerat des Kantons Zürich, Postfach 7231,
8023 Zürich, Telefon 01-2515160. Anmeldeschluss 1. März 1999.
Diözesanbischof Amédée Grab ernannte Walter Wiest zum Pfarradministrator für Wallisellen (ZH).
Erste Sitzung in der neuen Amtsperiode des Priesterrates: 24. März
1999 im Schweizer Jugend- und Bildungszentrum Einsiedeln.
Diözesanes Jugendtreffen mit dem Diözesanbischof Amédée
Grab in Chur: Palmsonntag, 28. März 1999. Detailliertes Programm folgt.
Chrisammesse in der Kathedrale, Chur: Montag, 29. März 1999, 9.30 Uhr.
Maranta Reto, Msgr., emeritierter Pfarrer, 6357 Grono.
Candinas Gieri, Domherr, 7173 Surrein; Rohrer Paul PA, Spiritual, 6405 Immensee; Sgier Heinrich, emeritierter Pfarrer, 7176 Cumpadials.
Caviezel Giusep, emeritierter Pfarrer, FL-9490 Vaduz; Felder Anton, emeritierter Pfarrer, 6006 Luzern; Hodel Erwin, emeritierter Pfarrer, 6060 Sarnen; Maissen Felici, Spiritual, 7142 Cumbel; Wihler Albert, emeritierter Pfarrer, 7310 Bad Ragaz.
Bessire Arnold, Vikar, 8003 Zürich; Furlanetto Angelo, emeritierter Pfarrer, 6900 Lugano; Matulli Carlo, Resignat, 8036 Zürich; Mettler Franz Xaver, emeritierter Pfarrer, 6440 Ingenbohl; Pfammatter Hanns, emeritierter Professor, 6060 Sarnen; Planzer Emil, emeritierter Pfarrer, 6460 Altdorf; Poletti Alois, Pfarrhelfer, 6403 Küssnacht; Risi Martin, Pfarrer, 8004 Zürich; Rüttimann Josef, Pfarradministrator, 8404 Winterthur; Schorno Dominik, emeritierter Pfarrer, 9470 Buchs; Stäger Jacques, emeritierter Pfarrer, 8874 Mühlehorn.
Argast Hanspeter, Pfarrer, 7082 Vaz/Obervaz; Arnold Heinrich, Pfarrer, 6434 Illgau; Bürgi Martin, Domherr, 6430 Schwyz; Casanova Bernhard, Wallfahrtspriester, 7166 Trun; Casanova Paul, Pfarrer, 7172 Rabius; Cathomas Giusep, Pfarrer, 7165 Breil/Brigels; Domby Janos, emeritierter Pfarrer, 6713 Malvaglia-Rongie; Frei Bruno, Pfarrer, 6472 Erstfeld; Frei Jost, Pfarrer, 6063 Stalden; Herger Max, Pfarrer, 7402 Bonaduz; von Holzen Franz, Pfarrer, 6363 Obbürgen; Hugentobler Otmar, Pfarrer, 6377 Seelisberg; Kaiser Josef, emeritierter Pfarrer, 8854 Siebnen; Maissen Viktor, emeritierter Pfarrer, 7166 Trun; Müller Erhard, Pfarradministrator, 8852 Altendorf; Pereira Bartolo, Missionar, 8001 Zürich; Salzgeber Joachim OSB, Pfarrvikar, 8840 Einsiedeln; Trottmann Robert, emeritierter Pfarrer, 7550 Scuol; Ziegler Albert SJ, Akademikerseelsorger, 8001 Zürich.
Casetti Christoph, Domsextar, 7000 Chur; Chiavarino Romualdo, Missionar, 8400 Winterthur; Kopp Martin, Pfarrer, 8820 Wädenswil; Leko Ljubo OFM, Pfarrer, 8754 Netstal; Schütz Alfred, emeritierter Pfarrer, 7000 Chur.
Die Priesterjubilare sind auf Donnerstag, 17. Juni 1999, nach Chur ins
Priesterseminar eingeladen. Die Einladungen mit den genaueren Angaben werden
den Jubilaren persönlich zugestellt.
Falls jemand aus dem Kreis der einzuladenden Jubilare auf der Liste nicht
erwähnt sein sollte, bitten wir höflichst um Mitteilung an die
Bischöfliche Kanzlei z.H. von Frl. Milada Probst, Hof 19, 7000 Chur.
Am Freitag, 19. März, 18 Uhr, wird Bischofsvikar Markus Büchel Erwachsenen das Sakrament der Firmung spenden. Die Pfarrämter sind gebeten, die auf die Firmung vorbereiteten Frauen und Männer möglichst rasch der Bischöflichen Kanzlei zu melden: Telefon 071-2273340, Fax 071-2273341.
Die hauptamtlich im kirchlichen Dienst des Bistums St. Gallen stehenden Jubilare sind zur Chrisammesse am Dienstag, 30. März, 18.15, in der Kathedrale eingeladen. Anschliessend sind sie mit ihren engsten Angehörigen Gast von Bischof Ivo im Musiksaal.
Jakob Feurer, a.Pfarrer, Altstätten; Frowin Keel OSB, Spiritual, Kloster Wonnenstein, Niederteufen; Erich Nuber, a.Rektor, Wangs; Aemilian Hodel OFMCap, Kapuzinerkloster, Wil; Heinrich Rüttimann OFMCap, Kapuzinerkloster, Mels.
Franz Xaver Mäder, a.Pfarrer, Gonten; Dr. Hans Manser, a.Pfarrer, Unterterzen; Paul Müller, Pfarrer, Alt St. Johann; Werner Neff, a.Pfarrer, Gossau; Dominik Schorno, a.Pfarrer, Buchs; Ivo Auf der Maur OSB, Abt, Abtei St. Otmarsberg, Uznach; Cletus Brem OFMCap, Kapuzinerkloster Wil; Theodos Grünenfelder OFMCap, Kapuzinerkloster, Appenzell; P. Wendelin Hengartner WV, Widnau; P. Alfred Hischer MS, Missionshaus Untere Waid, Mörschwil; P. Jakob Mauchle SAC, Gymnasium Friedberg, Gossau; P. Oswald Scheuermann SAC, Niederuzwil; Josef Waldvogel OFMCap, Kapuzinerkloster, Mels.
Hans Buschor, a.Pfarrer, Gossau; Ignaz Gämperle, Spiritual, Kloster St. Scholastika, Tübach; Clemens Grögli, Kanonikus, a..Pfarrer, Wil; Andreas Schmidiger, Pfarradministrator, Ernetschwil; Lorenz Wüst, Pfarrer, Diepoldsau; Dr. Ferdinand Fuchs OFMCap, Kapuzinerkloster, Appenzell; Bruno Keller OFMCap, Kapuzinerkloster, Wil; Bernward Muff OFMCap, Kapuzinerkloster, Appenzell; Fidelis Stöckli OFMCap, Kapuzinerkloster, Wil.
Lorenz Becker, Pfarrer, St. Gallen; P. René Klaus, St. Gallen; P. Peter Meier MS, Pfarrer, Mörschwil; Elmar Herzig, Katechet, Rebstein; Philipp Hautle-Stillhart, Diözesankatechet, St. Gallen; Erich Kirtz, Religionslehrer, St. Gallen; Rolf Haag, Pastoralassistent, Walenstadt.
Sollten sich Jubilare unter den aufgeführten Namen nicht finden, so mögen sie sich doch melden bei der Bischöflichen Kanzlei, Telefon 071-2273340.
Im Jahr des Bistumsjubiläums war in Rorschach ein erster Begegnungstag für die Seelsorgerinnen im Bistum durchgeführt worden. Die Wiborada-Frauengruppe in St. Gallen ist daran, ein weiteres Treffen vorzubereiten. Es findet am Sonntag, 13. Juni, zwischen 13.30 und 19.00 Uhr statt, und zwar in St. Gallen, da die Zelle der hl. Wiborada Ort des Einblicks wie des Ausblicks werden soll. Miteinander möchten die Seelsorgerinnen aus den Quellen der Vergangenheit, aus dem Inneren einer starken Frau, Kraft schöpfen für den eigenen Weg im Hier und Jetzt.
In seiner Kolumne für die Januar-Nummer der Pfarrblätter in
seinem Bistum hat Bischof Kurt Koch in unmissverständlicher Form die
Haltung der Kirche zum, wie er sagt, «dornenvollen» Problem
der Fristen-«lösung» oder der Fristen-«regelung»
dargelegt. Ich teile diese Überzeugung ohne Vorbehalte und danke Bischof
Kurt Koch für seine Worte.
Mit dem Begehren der sogenannten Initiative Häring-Binder nämlich
«lösen» wir die Frage der Abtreibung überhaupt nicht,
noch «regeln» wir irgendetwas, es sei denn: Wir beschwichtigen
damit unser Gewissen als Christen in Politik und Gesellschaft, und entziehen
uns unserer Verantwortung als Bürger und Staat.
Viele Argumente sind in der ganzen öffentlichen Diskussion vorgebracht
worden. Die Debatte wird zum Teil leider sehr leidenschaftlich
geführt. Und ein Ende ist nicht abzusehen.
Wie sehr die Frage der Fristen-«lösung» unsere Gesellschaft
beschäftigt, hat sich mir in erschreckender Weise bei den Spekulationen
um jetzt neu zu besetzende politische Ämter gezeigt. Ich nenne nur
zwei Beispiele:
1. Eine Politikerin wird in einem Kurzporträt in einer Westschweizer
Zeitung (Le Matin) so charakterisiert: Sie hat keine Regierungs- und keine
Parlaments-Erfahrung auf Bundesebene, aber sie hat sich für die Fristen-«lösung»
ausgesprochen.
2. Ein Korrespondent des Nouvelliste schreibt zu einer anderen möglichen
Mandats-Inhaberin Folgendes: Dass sich Frau Kalbermatten öffentlich
gegen die Fristen-«lösung» beim Schwangerschaftsabbruch
ausgesprochen hat, stellt kein unüberwindliches Hindernis (für
die Übernahme des Nationalratsmandates) dar. (Übersetzung und
Zusatz in Klammer vom Unterzeichneten.)
Ich habe mich gefragt: Wie weit sind wir in unserer Gesellschaft gekommen,
dass ein Ja zur befristeten Straflos-Erklärung der Abtreibung fast
schon als «Qualifikation» angesehen wird? Dass ein klares Nein
beinahe als Hindernis für die Übernahme eines politischen Mandates
ausgelegt wird? Dass Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und
Politiker, die doch Christen sind, Ja sagen zur Straflos-Erklärung
der Tötung menschlichen Lebens innerhalb willkürlich festgesetzter
Grenzen?
Ich habe mich weiter gefragt: Sind diese Erscheinungen nicht eigentlich
«verständlich», wenn immer wieder die «freie Sexualität»
in aller Öffentlichkeit dargelegt wird, wie das letzthin im «Walliser
Bote» von einem «Theologen-Sexologen» wieder geschehen
ist? Ich zitiere: «Verhütungsmittel sind ein Menschenrecht.»
Und die gleiche Person versteigt sich zur Behauptung: «Die Kirche
macht sich an der Neuinfizierung (mit Aids) Tausender schuldig.» Menschenrechte
von rechten Menschen? Menschenrechte von rechten Menschen?
Ich will und darf niemanden verurteilen. (Das darf sowieso immer nur «der
andere».) Aber dürfen wir zu solchen Äusserungen einfach
schweigen? Und haben wir als Christen nicht die Pflicht, die Ideale der
christlichen Ethik hochzuhalten, auch dann, wenn wir ihnen in unserem eigenen
täglichen Leben nicht immer gerecht werden. Wie doppelbödig, hier
von einer Doppel-Moral zu reden!
Die christliche Lehre von der Sexualität, die ein Teil der menschlichen
Liebe ist, und die richtig nur in einer engen Liebesbeziehung des Ehepaares
gelebt werden kann, hat auch ja gerade im Zeitalter des «PC-Sex»
ihren unaufgebbaren Platz.
Nur dann, wenn wir uns wieder als christliche Gesellschaft an den unaufgebbaren
Werten von menschlicher Liebe und ehelicher Treue orientieren, werden wir
auch eine echte «Lösung» für den ganzheitlichen Schutz
menschlichen Lebens (eines zentralen Menschenrechtes) finden.