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In der SKZ 42/1997 wurde unter dem Titel «Kritische Zurückhaltung gegenüber Ständigem Diakonat» die Stellungnahme des «Forum der Laientheologinnen und Laientheologen des Bistums Chur» veröffentlicht, die aus meiner Sicht nicht so stillschweigend hingenommen werden darf. Aufgrund meiner bisher gemachten Erfahrungen in der Seelsorge und einzelnen Gremien seien 3 Fragenkataloge erlaubt:
1. Welches Frauenbild wird vertreten, wenn die Frau herhalten muss
als angeblich entscheidender Grund für die Zustimmung oder Ablehnung
des Ständigen Diakonates? Wird sie nicht vereinnahmt als Alibi, statt
wirklich ernst genommen?
2. Vor einem Jahr wurden die langen Vorbereitungsarbeiten des Priesterrates
in dem sowohl Ständige Diakone als auch Laientheologinnen und
Laientheologen vertreten sind bezüglich des Ständigen Diakonates
abgeschlossen. Darum stellt sich für mich die Frage, wieso eine solche
Stellungnahme erst jetzt kommt 1 Jahr nach Abschluss? Während
der Zeit der Ausarbeitung und Vorbereitung, die ich selber als Priesterratsmitglied
erlebte, waren die ablehnenden Stimmen kaum zu hören. Wäre es
nicht sinnvoller, solche Stimmen zuvor einzubringen?
3. Schliesslich stellt sich die Frage, ob der Diakonat bzw. jegliche
Seelsorgetätigkeit als Dienst oder als eine Machtausübung
angesehen wird. Ist in dieser Stellungnahme nicht spürbar die Angst
der Laientheologen und Laientheologinnen, Macht, Freiheit und Einfluss zu
verlieren. Wie steht es aber andererseits auf dieser Seite mit der Bereitschaft,
Verantwortung und Pflichten zu übernehmen?
Vermischen wir nicht die verschiedensten Themenbereiche, um nötige
Änderungen und Entwicklungen in die Wege zu leiten, sondern gehen wir
doch einen Schritt nach dem andern im Bewusstsein, nie am Ziel zu
sein: ecclesia semper reformanda.
Kurt Vogt ist Pfarrer zu St. Verena, Stäfa