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Kirche Schweiz |
Die «Interdiözesane Koordination», die von der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz (PPK) einberufene jährliche Tagung der kantonalen und diözesanen Seelsorgeräte der Schweiz und Liechtensteins, pflegte einen Informationsaustausch und liess sich in die Thematik der Ökumenischen Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz einführen; anschliessend erprobten und besprachen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Tagung Möglichkeiten, wie sich die Räte an diesem Unternehmen beteiligen könnten.
Der übliche Informationsaustausch der «Interdiözesanen
Koordination» vermittelt in der Regel einen guten Überblick über
die Themen, die in den Räten der verschiedenen und unterschiedlichen
Bistümer der Schweiz seit der letzten Tagung fortgesetzt, zu Ende geführt
oder neu aufgenommen wurden vorausgesetzt, die meisten Räte nehmen
teil. An der diesjährigen Tagung waren leider drei Bistümer nicht
vertreten: Chur, Sitten und Lugano; der Seelsorgerat des Bistums Chur ist
seit 1991 sistiert, das Gremium der gewählten Delegierten des Seelsorgerates
hatte 1995 als Nachfolgeorgan das «Seelsorgeforum im Bistum Chur (SFC)»
konstituiert, von dem nichts zu vernehmen war; der deutsch- und der französischsprachige
Seelsorgerat des Bistums Sitten sowie der Seelsorgerat des Bistums Lugano
liessen sich entschuldigen. Weil das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg
nur kantonale Seelsorgeräte kennt, berichteten diesmal als diözesane
Räte nur jene von Basel und St. Gallen.
Der Seelsorgerat des Bistums Basel behandelte seit der letzten Zusammenkunft
an drei Sitzungen die Themen «In der Kirche gibt es keine Ausländer»
und «Sakramente in unserem kirchlichen Alltag». Eine Arbeitsgruppe
hat inzwischen eine Botschaft zur Frage der Integration der Ausländer
und Ausländerinnen auf Pfarreiebene, was Bischof Kurt Koch ein besonderes
Anliegen ist, vorbereitet. Mit Anregungen beigetragen hat der Seelsorgerat
zur Weiterarbeit an einem diözesanen Arbeitspapier über die Mitverantwortung
der Pfarreien für kirchliche Berufe. In bezug auf die Sakramentenpastoral
trägt der Rat derzeit Überlegungen zur Frage «Wie können
die Sakramente den Gläubigen wieder nähergebracht werden?»
zusammen.
Im Bistum St. Gallen beteiligt sich der Seelsorgerat am gemeinsamen Projekt
der drei Räte zum Bistumsjubiläum im Blick auf das Jahr 2000:
Bistum St. Gallen auf dem Weg in die Zukunft. Vorgegangen werden soll dabei
in drei Jahresschritten, entsprechend dem Dreischritt von sehen, urteilen,
handeln. Zunächst sollen Meinungen erfragt werden zu Themen wie: Sakramentenpastoral,
Jugendpastoral, Firmung ab 18, Diakonat der Frau, Randständige. Die
Antworten sollen sodann gesammelt, gewertet und nach Prioritäten geordnet
und das Ergebnis in einem Hirtenbrief veröffentlicht werden. Schliesslich
sollen konkrete Schritte zum Handeln festgelegt werden und die Umsetzung
in die Seelsorge erfolgen. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit
Grundsatzfragen von Stellungnahmen zu ethisch besonders relevanten Abstimmungsvorlagen;
mit einem Papier will der Rat der Öffentlichkeit erklären können,
auf welcher Grundlage er zu einzelnen Fragen Stellung nimmt.
Der Seelsorgerat der deutschsprachigen Katholiken des Bistums Lausanne,
Genf und Freiburg, aber auch mehrere kantonale Räte liessen sich entschuldigen
oder waren nicht anwesend. Der Seelsorgerat des französischen Teils
des Kantons Freiburg kann sich über das neue kantonale Kirchenstatut
freuen, weil darin die Räte auch auf der Ebene Pfarrei und Sektor
fest eingeplant sind. Der Rat führte eine breit angelegte Befragung
in bezug auf die pastoralen Prioritäten durch; diese ergab als Schwerpunkte
Jugendpastoral (namentlich auf der Oberstufe) sowie Familienpastoral (namentlich
Geschiedenenpastoral), vor allem aber die Bildung. Mit zwei Problemkreisen
will sich der Rat intensiver befassen: Freiburg als «Missionsland»
und der Ort der Kirche in der Gesellschaft.
Der Seelsorgerat des Bistums Waadt hat sich eine neue Verfassung gegeben,
nach der er Wächter (veilleur) und Erwecker (éveilleur) dessen
sein will, was geschieht. Als Fragen geht er an: die Möglichkeit gemeinsamen
Handelns von Pfarrei und Sprachmission, eine Neuumschreibung der administrativen
und finanziellen Dienste sowie gesellschaftliche Herausforderungen namentlich
im Bereich der Arbeitswelt, aber auch die diözesane Versammlung im
Jahr 2000 sowie die aus Priestern und Laien bestehenden Pastoralequipen
(équipes d'animation pastorale).
Der Seelsorgerat des Kantons Genf repräsentiert die katholischen Einwohner
und Einwohnerinnen dieses «Trennungskantons» bis vor einem
Jahr hiess er denn auch «Conseil exécutif du canton de Genève».
Eine seiner Kommissionen befasst sich mit der pastoralen Prospektive, um
Prioritäten festlegen zu können. Als Einzelfragen stehen an: das
Budget (Budgetprobleme haben alle Kirchen, die protestantische beipielsweise
musste 20% ihrer Pfarrstellen streichen), die Ökumene (zurzeit werden
die Möglichkeiten der Oberstufenseelsorge gemeinsam geprüft),
die interreligiöse Plattform, Radio Cité (das wie andere Einrichtungen,
zum Beispiel das Katechetische Zentrum, eine ökumenische Trägerschaft
hat).
Im Kanton Basel-Stadt hatte der Seelsorgerat dazu beigetragen, dass zurzeit
ein südamerikanischer Priester im Sinne von Fidei-Donum-Retour tätig
sein kann. Der Rat beschäftigt sich zudem namentlich mit dem «Ausländerproblem»
in der katholischen Kirche, wobei die Zusammenarbeit mit der grossen spanischen
Mission einfacher ist als mit der italienischen, wie im Zusammenhang
mit der ökumenischen Arbeitsstelle für Asylbewerber zusammen
mit anderen Kirchen. Ferner bereitet er sich auf das nächstjährige
Jubiläum «200 Jahre katholische Gemeinde Basel» vor.
Der Seelsorgerat des Kantons Solothurn bereitet einen Besinnungstag für
angehende Kirchenräte vor; die Mitglieder des Seelsorgerates werden
in den Ateliers mitarbeiten.
Im Kanton Luzern hat der Seelsorgerat mit seiner Broschüre «Freiwillige
Mitarbeit» einen Bestseller auf den Markt gebracht. An zwei Arbeitswochenenden
setzte er sich mit dem Thema «Zukunft und Hoffnung» auseinander,
das auch den Begegnungstagen der Pfarreien in den Dekanaten sowie dem Begegnungstag
1997 der Luzerner Katholikinnen und Katholiken vorgegeben ist. 1996 hatten
die Begegnungstage der Pfarreien die angesichts des Priestermangels
immer wichtiger werden: von den 102 Pfarreien haben 20 keinen Pfarrer am
Ort mehr als Thema: «Wenn Politik die Kirche berührt».
Ernüchtert wirkte der Seelsorgerat des Kantons Thurgau: In den letzten
Jahren sei das Interesse kleiner geworden und habe er ein immer kleineres
Publikum ansprechen können. Damit habe sich der Vorstand auseinandergesetzt.
Das Plenum werde sich an seiner nächsten Sitzung mit der Wortgottesfeier
beschäftigen. Angegangen werden müsse auch die Verdoppelung zur
Landeskirche.
Um den Räten auf der Ebene der Pfarreien und Dekanate ein grösseres
Gewicht zu geben, hat der Seelsorgerat des Kantons Jura neue Strukturen
und ein neues Statut erhalten. Der Seelsorgerat umfasst noch 16 Personen,
weil eine grössere konsultative Versammlung geschaffen wurde: Le Symposium
Pastoral du Jura. Dieses bringt je einen Delegierten oder eine Delegierte
der pastoralen Dienste, der Bewegungen und der Vereinigungen der Kirche
im Jura zusammen die Liste umfasst eindrückliche 56 Institutionen.
Mit «Freiwilligenarbeit» hat sich auch der Seelsorgerat des
Kantons Zürich befasst, dazu ein Wochenende durchgeführt und ein
Arbeitspapier für Pfarreiräte herausgebracht. Seine Kommission
Caritas hat eine Pfarreistafette zum Thema Armut in die Wege geleitet; dazu
wird zurzeit unter dem Titel «Die diakonische Pfarrei ist möglich»
ein Markt der Möglichkeiten vorbereitet. Im Zusammenhang der Pastoralplanung
ist dem Seelsorgerat die Entwicklung einer Pastoral der Communio zwischen
Ausländern und Schweizern ein besonderes Anliegen. Für die Pfarreien
hat der Rat unter dem Titel «Unterwegs zum Jahr 2000» eine Broschüre
mit Anregungen für das Jubiläumsjahr herausgegeben.
Für die Seelsorge- und Pfarreiräte der Urschweiz hat der Seelsorgerat
des Kantons Uri am 7. Juli 1997 eine festliche Zusammenkunft unter dem Motto
«Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt» durchgeführt.
Damit wurde wieder ein Anstoss zur Gründung von weiteren Pfarreiräten
gegeben sowie die Arbeit an einem Urschweizer Pfarrblatt gefördert.
Im Kanton selber will der Seelsorgerat nicht nur für die Ausbildung
zur Leitung von Voreucharistischen Gottesdiensten vermehrt mit dem Katholischen
Frauenbund und der Katechetischen Arbeitsstelle zusammenarbeiten.
Dankbar für das Urschweizer Treffen zeigte sich der Seelsorgerat des
Kantons Schwyz. Enttäuscht wurde er vom Ausgang der Volksabstimmung
vom 7./8. Juni 1997, in der die Kirchenverfassung abgelehnt worden war.
Weil ihm am Zusammenhalt der Katholiken sehr gelegen ist, bereitet er für
das Jahr 2000 eine Begegnung der Schwyzer Katholikinnen und Katholiken vor.
Weil der Seelsorgerat des Fürstentums Liechtenstein ganz neu konstituiert
wurde sämtliche Mitglieder sind neu und auch die Untergruppen
bzw. Kommissionen mussten dementsprechend neu konstituiert werden ,
sprach er mehr von Absichten als von Erreichtem. Befasst hat sich der Landesseelsorgerat
mit dem neuen Kirchengesangbuch, durchgeführt hat er einen Arbeitstag
zum Thema «Kirche und Politik» und eine Stellungnahme abgegeben
hat er zum Asylgesetz. Vorgenommen hat er sich vor allem, Brücken zu
schlagen und in den Widersprüchen einen Ausgleich zu finden.
Noch weiter über die Landesgrenzen hinauszublicken, hat als Gast der
«Interdiözesanen Koordination» die Präsidentin des
Schweizerischen Koordinationskomitees Katholischer Laien (SKKL) eingeladen.
Das SKKL, in dem die deutschsprachige Schweiz über das Deutschschweizer
Forum Katholischer Organisationen (DFKO) vertreten ist, möchte innerhalb
der Kirche Schweiz eine Brückenfunktion wahrnehmen und kirchliche Erfahrungen
vernetzen; deshalb versuche es auch, Beziehungen zu den Seelsorgeräten
zu pflegen bzw. aufzunehmen. Überdies möchte es den Blick auf
die Katholizität, auf Europa und die Welt ausweiten. Eine institutionelle
Möglichkeit dazu sei das Europäische Forum der nationalen Laienkomitees,
dem zurzeit 47 Mitglieder angehören. In dieses Forum würden Erfahrungen
eingebracht, und die rechte Frage sei deshalb nicht jene nach dem unmittelbaren
Nutzen, sondern: Was können wir einbringen? Eine gute Möglichkeit,
sich an der Arbeit des Europäischen Forums zu beteiligen, seien die
jährlichen Studientagungen: 1998 werde in Bratislava das Versöhnungsthema
aufgenommen.
In einem kurzen Gedankenaustausch kamen vor allem unterschiedliche Sensibilitäten
zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz zutage,
etwa die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche der Seelsorgeräte,
oder die grössere Pfarreizentriertheit der deutschsprachigen Schweiz:
in der französischsprachigen Schweiz habe der von einer Pastoralequipe
versorgte Sektor eine grössere Bedeutung als die Pfarrei, und weil
in jeder Equipe mindestens ein Priester dabei sei, gebe es keine priester-
oder pfarrerlosen Pfarreien.
Nicht der Kirche und nicht der Zukunft der Kirche, sondern der Schweiz
und ihrer Zukunft galt der thematische Teil der Tagung mit der Frage nach
möglichen Rollen und Aufgaben der Seelsorge- und Pfarreiräte in
der Ökumenischen Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft
der Schweiz, die von der Schweizer Bischofskonferenz und vom Vorstand des
Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes am 18. Januar 1998 eröffnet
wird.
Einführend skizzierte Jean-Claude Huot, der Sekretär der Nationalkommission
Justitia et Pax, den Werdegang der Idee und den Inhalt des Basistextes für
die Konsultation. Erstmals angeregt wurde sie, im Hinblick auf einen Sozialhirtenbrief
ähnlich jenem der US-amerikanischen Bischöfe, vor drei Jahren
anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums von Justitia et Pax. Nachdem
bei einer Besprechung der Vorarbeiten eine ökumenische Ausweitung gewünscht
worden war, wurde die Vorbereitung mit der Kommission für Kirche und
Gesellschaft des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes von vorne begonnen,
damit die Konsultation wirklich ökumenisch werden konnte. Zur Vorbereitung
des Basistextes wurde eine Befragung durchgeführt, aus der als hauptsächliche
Problemkreise hervorgingen: die Arbeit und die Arbeitslosigkeit, die Aufspaltung
der Gesellschaft, die Finanzierung der sozialen Sicherheit. Eine gut besuchte
Versammlung von an der Thematik interessierten kirchlichen Kreisen vom 14.
März 1997 ergab eine breite Zustimmung zur Konsultation sowie die Anregung,
sich dabei nicht auf Textbeiträge zu beschränken.
Der Basistext, der aufgrund seiner Beratung in der Bischofskonferenz zurzeit
überarbeitet wird, ist als Diskussionshilfe und nicht als Entwurf einer
Schlussbotschaft gedacht. Die Diskussion bzw. Konsultation soll in den Jahren
1998 bis 2000 durchgeführt werden für Vereine heisst das:
im Vereinsjahr 1998/1999 und nicht nur alle kirchlichen Bereiche einbeziehen,
sondern die Kirche auch mit nichtkirchlichen Kreisen ins Gespräch bringen.
Jean-Claude Huot stellt denn auch nicht nur die mit den Stichworten Arbeitslosigkeit,
Armut und Globalisierung benannte wachsende Problematik fest, sondern auch
eine Minderung der christlichen Präsenz in der Kultur, den Mangel einer
kollektiven Dynamik.
Mit der Konsultation hat die Kirche die Möglichkeit, die gelebte Wirklichkeit
zu teilen: Einerseits will sie die Diskussion über die ethischen Fundamente
der schweizerischen Gesellschaft herausfordern, ausgehend vom Evangelium
und ihrer Soziallehre nach dem «Gesellschaftsvertrag» für
morgen fragen. Anderseits ist diese Konsultation ein Abenteuer der ganzen
Kirche, weil alle zu einem offenen Dialog eingeladen sind. Der Basistext
mit dem Titel «Welche Zukunft wollen wir?» wird vier Teile umfassen:
einen einleitenden Brief an alle Einwohner und Einwohnerinnen der Schweiz,
eine Skizzierung der Gegenwartssituation und ihrer Interpretation, Überlegungen
anhand einiger Evangelientexte, Elemente eines neuen «Gesellschaftsvertrages»;
vor- und nachgestellt sind dem Text je drei Kurzlebensberichte, und beigegeben
sind ihm noch Fragen.
Von pastoraler Bedeutung würde die Konsultation, wenn sie dazu beitragen
könnte, die Diakonie und die Suche nach Gerechtigkeit in die Pfarrei
zu integrieren. Dabei mithelfen könnten ökumenische Gruppen von
Erweckern (éveilleurs). Dazu und bei der ganzen Konsultation muss
indes noch manches gelernt werden, wurde in der Diskussion festgestellt.
So brauche es methodische Hilfen, um den Randständigen das Wort geben
zu können.
Unterstützt werden die für die Konsultation unmittelbar Verantwortlichen
Hans-Balz Peter vom Institut für Sozialethik des Schweizerischen
Evangelischen Kirchenbundes und Jean-Claude Huot von Justitia et Pax
von André Monnier, der als «Koordinator» die Geschäftsstelle
der Ökumenischen Konsultation betreut. Mit der Frage: «Meine
Werte Deine Werte unsere Werte?» führte er in die
Wertediskussion ein; denn die Konsultation müsse eine möglichst
breit angelegte Wertediskussion initiieren, weil die Werte in unserer Gesellschaft
umstritten seien, weil trotz unterschiedlicher Akzentsetzungen ein Konsens
gesucht und gefunden werden müsse.
Auf den Wert des Lebens, die Wertschätzung des Lebens, legte in seinem
Grusswort der Sekretär der Bischofskonferenz, P. Roland-Bernhard Trauffer
OP, grosses Gewicht. Die Konsultation müsse aber nicht nur Werte bewusst,
sondern das spezifisch Christliche und Kirchliche dabei klar machen. So
könne sie eine Chance für die Kirchen wie für die Gesellschaft
werden.
In Gruppenarbeit wurden dann die Kurzlebensberichte als Anregung zum Gespräch
und zur Auseinandersetzung mit der Sache erprobt. In der Auswertung im Schlussplenum
wurden den beiden Mitarbeitern der Konsultation vor allem methodische Wünsche
mitgegeben. Erwünscht wären Hilfsmittel, um Kinder und Jugendliche
einbeziehen, mit ausserhalb der Kirche Stehenden ins Gespräch kommen
zu können. Die Konsultation dürfe nicht als ein Annex, sie müsse
vielmehr prioritär behandelt werden, wurde gefordert. Ferner solle
sie der Rechenschaft dienen, wobei die Bischofskonferenz und der Kirchenbund
Stellung beziehen müssten. Sie solle nicht nur eine ökumenische
Aktion zum Jubiläumsjahr 2000, sondern auch ein kirchlicher Beitrag
zur Expo 2001 werden. Neben der intellektuellen Auseinandersetzung sei das
praktische Handeln gefragt.
Die nächste Tagung der «Interdiözesanen Koordination»
wird am 18./19. September 1998 stattfinden und im thematischen Teil wiederum
der Konsultation gewidmet sein, dann aber der angelaufenen Konsultation.
Im übrigen wäre es höchst wünschenswert, wenn dann wieder
einmal mehr Räte vertreten wären straft doch die Beteiligung
an der Tagung der «Interdiözesanen Koordination» sonst
den Namen der Tagung Lügen.