SKZ 40/1997

INHALT

Kirche Schweiz

«Zukunft der Schweiz»

von Rolf Weibel

Die «Interdiözesane Koordination», die von der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz (PPK) einberufene jährliche Tagung der kantonalen und diözesanen Seelsorgeräte der Schweiz und Liechtensteins, pflegte einen Informationsaustausch und liess sich in die Thematik der Ökumenischen Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz einführen; anschliessend erprobten und besprachen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Tagung Möglichkeiten, wie sich die Räte an diesem Unternehmen beteiligen könnten.

Aus der Arbeit der Räte

Der übliche Informationsaustausch der «Interdiözesanen Koordination» vermittelt in der Regel einen guten Überblick über die Themen, die in den Räten der verschiedenen und unterschiedlichen Bistümer der Schweiz seit der letzten Tagung fortgesetzt, zu Ende geführt oder neu aufgenommen wurden ­ vorausgesetzt, die meisten Räte nehmen teil. An der diesjährigen Tagung waren leider drei Bistümer nicht vertreten: Chur, Sitten und Lugano; der Seelsorgerat des Bistums Chur ist seit 1991 sistiert, das Gremium der gewählten Delegierten des Seelsorgerates hatte 1995 als Nachfolgeorgan das «Seelsorgeforum im Bistum Chur (SFC)» konstituiert, von dem nichts zu vernehmen war; der deutsch- und der französischsprachige Seelsorgerat des Bistums Sitten sowie der Seelsorgerat des Bistums Lugano liessen sich entschuldigen. Weil das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg nur kantonale Seelsorgeräte kennt, berichteten diesmal als diözesane Räte nur jene von Basel und St. Gallen.
Der Seelsorgerat des Bistums Basel behandelte seit der letzten Zusammenkunft an drei Sitzungen die Themen «In der Kirche gibt es keine Ausländer» und «Sakramente in unserem kirchlichen Alltag». Eine Arbeitsgruppe hat inzwischen eine Botschaft zur Frage der Integration der Ausländer und Ausländerinnen auf Pfarreiebene, was Bischof Kurt Koch ein besonderes Anliegen ist, vorbereitet. Mit Anregungen beigetragen hat der Seelsorgerat zur Weiterarbeit an einem diözesanen Arbeitspapier über die Mitverantwortung der Pfarreien für kirchliche Berufe. In bezug auf die Sakramentenpastoral trägt der Rat derzeit Überlegungen zur Frage «Wie können die Sakramente den Gläubigen wieder nähergebracht werden?» zusammen.
Im Bistum St. Gallen beteiligt sich der Seelsorgerat am gemeinsamen Projekt der drei Räte zum Bistumsjubiläum im Blick auf das Jahr 2000: Bistum St. Gallen auf dem Weg in die Zukunft. Vorgegangen werden soll dabei in drei Jahresschritten, entsprechend dem Dreischritt von sehen, urteilen, handeln. Zunächst sollen Meinungen erfragt werden zu Themen wie: Sakramentenpastoral, Jugendpastoral, Firmung ab 18, Diakonat der Frau, Randständige. Die Antworten sollen sodann gesammelt, gewertet und nach Prioritäten geordnet und das Ergebnis in einem Hirtenbrief veröffentlicht werden. Schliesslich sollen konkrete Schritte zum Handeln festgelegt werden und die Umsetzung in die Seelsorge erfolgen. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Grundsatzfragen von Stellungnahmen zu ethisch besonders relevanten Abstimmungsvorlagen; mit einem Papier will der Rat der Öffentlichkeit erklären können, auf welcher Grundlage er zu einzelnen Fragen Stellung nimmt.

Der Reigen der Kantone

Der Seelsorgerat der deutschsprachigen Katholiken des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg, aber auch mehrere kantonale Räte liessen sich entschuldigen oder waren nicht anwesend. Der Seelsorgerat des französischen Teils des Kantons Freiburg kann sich über das neue kantonale Kirchenstatut freuen, weil darin die Räte ­ auch auf der Ebene Pfarrei und Sektor ­ fest eingeplant sind. Der Rat führte eine breit angelegte Befragung in bezug auf die pastoralen Prioritäten durch; diese ergab als Schwerpunkte Jugendpastoral (namentlich auf der Oberstufe) sowie Familienpastoral (namentlich Geschiedenenpastoral), vor allem aber die Bildung. Mit zwei Problemkreisen will sich der Rat intensiver befassen: Freiburg als «Missionsland» und der Ort der Kirche in der Gesellschaft.
Der Seelsorgerat des Bistums Waadt hat sich eine neue Verfassung gegeben, nach der er Wächter (veilleur) und Erwecker (éveilleur) dessen sein will, was geschieht. Als Fragen geht er an: die Möglichkeit gemeinsamen Handelns von Pfarrei und Sprachmission, eine Neuumschreibung der administrativen und finanziellen Dienste sowie gesellschaftliche Herausforderungen namentlich im Bereich der Arbeitswelt, aber auch die diözesane Versammlung im Jahr 2000 sowie die aus Priestern und Laien bestehenden Pastoralequipen (équipes d'animation pastorale).
Der Seelsorgerat des Kantons Genf repräsentiert die katholischen Einwohner und Einwohnerinnen dieses «Trennungskantons» ­ bis vor einem Jahr hiess er denn auch «Conseil exécutif du canton de Genève». Eine seiner Kommissionen befasst sich mit der pastoralen Prospektive, um Prioritäten festlegen zu können. Als Einzelfragen stehen an: das Budget (Budgetprobleme haben alle Kirchen, die protestantische beipielsweise musste 20% ihrer Pfarrstellen streichen), die Ökumene (zurzeit werden die Möglichkeiten der Oberstufenseelsorge gemeinsam geprüft), die interreligiöse Plattform, Radio Cité (das wie andere Einrichtungen, zum Beispiel das Katechetische Zentrum, eine ökumenische Trägerschaft hat).
Im Kanton Basel-Stadt hatte der Seelsorgerat dazu beigetragen, dass zurzeit ein südamerikanischer Priester im Sinne von Fidei-Donum-Retour tätig sein kann. Der Rat beschäftigt sich zudem namentlich mit dem «Ausländerproblem» in der katholischen Kirche, wobei die Zusammenarbeit mit der grossen spanischen Mission einfacher ist als mit der italienischen, wie ­ im Zusammenhang mit der ökumenischen Arbeitsstelle für Asylbewerber ­ zusammen mit anderen Kirchen. Ferner bereitet er sich auf das nächstjährige Jubiläum «200 Jahre katholische Gemeinde Basel» vor.
Der Seelsorgerat des Kantons Solothurn bereitet einen Besinnungstag für angehende Kirchenräte vor; die Mitglieder des Seelsorgerates werden in den Ateliers mitarbeiten.
Im Kanton Luzern hat der Seelsorgerat mit seiner Broschüre «Freiwillige Mitarbeit» einen Bestseller auf den Markt gebracht. An zwei Arbeitswochenenden setzte er sich mit dem Thema «Zukunft und Hoffnung» auseinander, das auch den Begegnungstagen der Pfarreien in den Dekanaten sowie dem Begegnungstag 1997 der Luzerner Katholikinnen und Katholiken vorgegeben ist. 1996 hatten die Begegnungstage der Pfarreien ­ die angesichts des Priestermangels immer wichtiger werden: von den 102 Pfarreien haben 20 keinen Pfarrer am Ort mehr ­ als Thema: «Wenn Politik die Kirche berührt».
Ernüchtert wirkte der Seelsorgerat des Kantons Thurgau: In den letzten Jahren sei das Interesse kleiner geworden und habe er ein immer kleineres Publikum ansprechen können. Damit habe sich der Vorstand auseinandergesetzt. Das Plenum werde sich an seiner nächsten Sitzung mit der Wortgottesfeier beschäftigen. Angegangen werden müsse auch die Verdoppelung zur Landeskirche.
Um den Räten auf der Ebene der Pfarreien und Dekanate ein grösseres Gewicht zu geben, hat der Seelsorgerat des Kantons Jura neue Strukturen und ein neues Statut erhalten. Der Seelsorgerat umfasst noch 16 Personen, weil eine grössere konsultative Versammlung geschaffen wurde: Le Symposium Pastoral du Jura. Dieses bringt je einen Delegierten oder eine Delegierte der pastoralen Dienste, der Bewegungen und der Vereinigungen der Kirche im Jura zusammen ­ die Liste umfasst eindrückliche 56 Institutionen.

Über die Schweiz hinaus

Mit «Freiwilligenarbeit» hat sich auch der Seelsorgerat des Kantons Zürich befasst, dazu ein Wochenende durchgeführt und ein Arbeitspapier für Pfarreiräte herausgebracht. Seine Kommission Caritas hat eine Pfarreistafette zum Thema Armut in die Wege geleitet; dazu wird zurzeit unter dem Titel «Die diakonische Pfarrei ist möglich» ein Markt der Möglichkeiten vorbereitet. Im Zusammenhang der Pastoralplanung ist dem Seelsorgerat die Entwicklung einer Pastoral der Communio zwischen Ausländern und Schweizern ein besonderes Anliegen. Für die Pfarreien hat der Rat unter dem Titel «Unterwegs zum Jahr 2000» eine Broschüre mit Anregungen für das Jubiläumsjahr herausgegeben.
Für die Seelsorge- und Pfarreiräte der Urschweiz hat der Seelsorgerat des Kantons Uri am 7. Juli 1997 eine festliche Zusammenkunft unter dem Motto «Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt» durchgeführt. Damit wurde wieder ein Anstoss zur Gründung von weiteren Pfarreiräten gegeben sowie die Arbeit an einem Urschweizer Pfarrblatt gefördert. Im Kanton selber will der Seelsorgerat nicht nur für die Ausbildung zur Leitung von Voreucharistischen Gottesdiensten vermehrt mit dem Katholischen Frauenbund und der Katechetischen Arbeitsstelle zusammenarbeiten.
Dankbar für das Urschweizer Treffen zeigte sich der Seelsorgerat des Kantons Schwyz. Enttäuscht wurde er vom Ausgang der Volksabstimmung vom 7./8. Juni 1997, in der die Kirchenverfassung abgelehnt worden war. Weil ihm am Zusammenhalt der Katholiken sehr gelegen ist, bereitet er für das Jahr 2000 eine Begegnung der Schwyzer Katholikinnen und Katholiken vor.
Weil der Seelsorgerat des Fürstentums Liechtenstein ganz neu konstituiert wurde ­ sämtliche Mitglieder sind neu und auch die Untergruppen bzw. Kommissionen mussten dementsprechend neu konstituiert werden ­, sprach er mehr von Absichten als von Erreichtem. Befasst hat sich der Landesseelsorgerat mit dem neuen Kirchengesangbuch, durchgeführt hat er einen Arbeitstag zum Thema «Kirche und Politik» und eine Stellungnahme abgegeben hat er zum Asylgesetz. Vorgenommen hat er sich vor allem, Brücken zu schlagen und in den Widersprüchen einen Ausgleich zu finden.
Noch weiter über die Landesgrenzen hinauszublicken, hat als Gast der «Interdiözesanen Koordination» die Präsidentin des Schweizerischen Koordinationskomitees Katholischer Laien (SKKL) eingeladen. Das SKKL, in dem die deutschsprachige Schweiz über das Deutschschweizer Forum Katholischer Organisationen (DFKO) vertreten ist, möchte innerhalb der Kirche Schweiz eine Brückenfunktion wahrnehmen und kirchliche Erfahrungen vernetzen; deshalb versuche es auch, Beziehungen zu den Seelsorgeräten zu pflegen bzw. aufzunehmen. Überdies möchte es den Blick auf die Katholizität, auf Europa und die Welt ausweiten. Eine institutionelle Möglichkeit dazu sei das Europäische Forum der nationalen Laienkomitees, dem zurzeit 47 Mitglieder angehören. In dieses Forum würden Erfahrungen eingebracht, und die rechte Frage sei deshalb nicht jene nach dem unmittelbaren Nutzen, sondern: Was können wir einbringen? Eine gute Möglichkeit, sich an der Arbeit des Europäischen Forums zu beteiligen, seien die jährlichen Studientagungen: 1998 werde in Bratislava das Versöhnungsthema aufgenommen.
In einem kurzen Gedankenaustausch kamen vor allem unterschiedliche Sensibilitäten zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz zutage, etwa die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche der Seelsorgeräte, oder die grössere Pfarreizentriertheit der deutschsprachigen Schweiz: in der französischsprachigen Schweiz habe der von einer Pastoralequipe versorgte Sektor eine grössere Bedeutung als die Pfarrei, und weil in jeder Equipe mindestens ein Priester dabei sei, gebe es keine priester- oder pfarrerlosen Pfarreien.

Das Gespräch über die Zukunft

Nicht der Kirche und nicht der Zukunft der Kirche, sondern der Schweiz und ihrer Zukunft galt der thematische Teil der Tagung mit der Frage nach möglichen Rollen und Aufgaben der Seelsorge- und Pfarreiräte in der Ökumenischen Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft der Schweiz, die von der Schweizer Bischofskonferenz und vom Vorstand des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes am 18. Januar 1998 eröffnet wird.
Einführend skizzierte Jean-Claude Huot, der Sekretär der Nationalkommission Justitia et Pax, den Werdegang der Idee und den Inhalt des Basistextes für die Konsultation. Erstmals angeregt wurde sie, im Hinblick auf einen Sozialhirtenbrief ähnlich jenem der US-amerikanischen Bischöfe, vor drei Jahren anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums von Justitia et Pax. Nachdem bei einer Besprechung der Vorarbeiten eine ökumenische Ausweitung gewünscht worden war, wurde die Vorbereitung mit der Kommission für Kirche und Gesellschaft des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes von vorne begonnen, damit die Konsultation wirklich ökumenisch werden konnte. Zur Vorbereitung des Basistextes wurde eine Befragung durchgeführt, aus der als hauptsächliche Problemkreise hervorgingen: die Arbeit und die Arbeitslosigkeit, die Aufspaltung der Gesellschaft, die Finanzierung der sozialen Sicherheit. Eine gut besuchte Versammlung von an der Thematik interessierten kirchlichen Kreisen vom 14. März 1997 ergab eine breite Zustimmung zur Konsultation sowie die Anregung, sich dabei nicht auf Textbeiträge zu beschränken.
Der Basistext, der aufgrund seiner Beratung in der Bischofskonferenz zurzeit überarbeitet wird, ist als Diskussionshilfe und nicht als Entwurf einer Schlussbotschaft gedacht. Die Diskussion bzw. Konsultation soll in den Jahren 1998 bis 2000 durchgeführt werden ­ für Vereine heisst das: im Vereinsjahr 1998/1999 ­ und nicht nur alle kirchlichen Bereiche einbeziehen, sondern die Kirche auch mit nichtkirchlichen Kreisen ins Gespräch bringen. Jean-Claude Huot stellt denn auch nicht nur die mit den Stichworten Arbeitslosigkeit, Armut und Globalisierung benannte wachsende Problematik fest, sondern auch eine Minderung der christlichen Präsenz in der Kultur, den Mangel einer kollektiven Dynamik.
Mit der Konsultation hat die Kirche die Möglichkeit, die gelebte Wirklichkeit zu teilen: Einerseits will sie die Diskussion über die ethischen Fundamente der schweizerischen Gesellschaft herausfordern, ausgehend vom Evangelium und ihrer Soziallehre nach dem «Gesellschaftsvertrag» für morgen fragen. Anderseits ist diese Konsultation ein Abenteuer der ganzen Kirche, weil alle zu einem offenen Dialog eingeladen sind. Der Basistext mit dem Titel «Welche Zukunft wollen wir?» wird vier Teile umfassen: einen einleitenden Brief an alle Einwohner und Einwohnerinnen der Schweiz, eine Skizzierung der Gegenwartssituation und ihrer Interpretation, Überlegungen anhand einiger Evangelientexte, Elemente eines neuen «Gesellschaftsvertrages»; vor- und nachgestellt sind dem Text je drei Kurzlebensberichte, und beigegeben sind ihm noch Fragen.
Von pastoraler Bedeutung würde die Konsultation, wenn sie dazu beitragen könnte, die Diakonie und die Suche nach Gerechtigkeit in die Pfarrei zu integrieren. Dabei mithelfen könnten ökumenische Gruppen von Erweckern (éveilleurs). Dazu und bei der ganzen Konsultation muss indes noch manches gelernt werden, wurde in der Diskussion festgestellt. So brauche es methodische Hilfen, um den Randständigen das Wort geben zu können.

Werte und Wertschätzungen

Unterstützt werden die für die Konsultation unmittelbar Verantwortlichen ­ Hans-Balz Peter vom Institut für Sozialethik des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes und Jean-Claude Huot von Justitia et Pax ­ von André Monnier, der als «Koordinator» die Geschäftsstelle der Ökumenischen Konsultation betreut. Mit der Frage: «Meine Werte ­ Deine Werte ­ unsere Werte?» führte er in die Wertediskussion ein; denn die Konsultation müsse eine möglichst breit angelegte Wertediskussion initiieren, weil die Werte in unserer Gesellschaft umstritten seien, weil trotz unterschiedlicher Akzentsetzungen ein Konsens gesucht und gefunden werden müsse.
Auf den Wert des Lebens, die Wertschätzung des Lebens, legte in seinem Grusswort der Sekretär der Bischofskonferenz, P. Roland-Bernhard Trauffer OP, grosses Gewicht. Die Konsultation müsse aber nicht nur Werte bewusst, sondern das spezifisch Christliche und Kirchliche dabei klar machen. So könne sie eine Chance für die Kirchen wie für die Gesellschaft werden.
In Gruppenarbeit wurden dann die Kurzlebensberichte als Anregung zum Gespräch und zur Auseinandersetzung mit der Sache erprobt. In der Auswertung im Schlussplenum wurden den beiden Mitarbeitern der Konsultation vor allem methodische Wünsche mitgegeben. Erwünscht wären Hilfsmittel, um Kinder und Jugendliche einbeziehen, mit ausserhalb der Kirche Stehenden ins Gespräch kommen zu können. Die Konsultation dürfe nicht als ein Annex, sie müsse vielmehr prioritär behandelt werden, wurde gefordert. Ferner solle sie der Rechenschaft dienen, wobei die Bischofskonferenz und der Kirchenbund Stellung beziehen müssten. Sie solle nicht nur eine ökumenische Aktion zum Jubiläumsjahr 2000, sondern auch ein kirchlicher Beitrag zur Expo 2001 werden. Neben der intellektuellen Auseinandersetzung sei das praktische Handeln gefragt.
Die nächste Tagung der «Interdiözesanen Koordination» wird am 18./19. September 1998 stattfinden und im thematischen Teil wiederum der Konsultation gewidmet sein, dann aber der angelaufenen Konsultation. Im übrigen wäre es höchst wünschenswert, wenn dann wieder einmal mehr Räte vertreten wären ­ straft doch die Beteiligung an der Tagung der «Interdiözesanen Koordination» sonst den Namen der Tagung Lügen.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1997