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Hinweise |
Die Universitäre Hochschule Luzern lädt zur Feier des Dies
Academicus auf den 3. November 1997 nach Luzern ein.
Er beginnt um 8.30 Uhr auf Einladung der Theologischen Fakultät in
der Jesuitenkirche mit einer Eucharistiefeier, der Bischof Prof. Dr. Kurt
Koch vorsteht.
Um 10.00 Uhr findet der Festakt mit Akademischen Ehrungen im Grossratssaal
statt. Den Festvortrag hält der Rektor, Prof. Dr. Walter Kirchschläger,
zum Thema: Pluralität und inkulturierte Kreativität. Biblische
Parameter zur Struktur von Kirche.
Vom 1. November bis zum 22. Dezember findet, dieses Jahr zum 15. Mal, jeden Abend in der Ranftkapelle das «Friedensgebet im Ranft» statt. Es beginnt um 19.00 Uhr mit einem stillen Gebet, um 19.30 Uhr wird gemeinsam der Rosenkranz gebetet, und um 20.00 Uhr die heilige Eucharistie gefeiert. Der Bruder-Klausen-Bund und die Bruder-Klausen-Stifung, Sachseln, laden Gruppen mit oder ohne Priester herzlich ein, die Eucharistiefeier zu gestalten. Es sind noch einige Abende zu vergeben. Das Wallfahrtssekretariat bittet um rechtzeitige Voranmeldung (Telefon 041-6604418).
Gemeinschaftsgärten, Nähstuben, Bildungskurse, Maternitées, Schülerhotels, Landwirtschaftsprojekte... Die Beispiele scheinen unerschöpflich, mit denen die Frauen in der Dritten Welt ihre Lebensbedingungen zu verbessern versuchen. Das Elisabethenwerk des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) unterstützt seit 40 Jahren Basisprojekte für Frauen in Afrika, Südamerika und Asien und sensibilisiert seine Mitglieder für die Anliegen der Frauen im Süden.
Vor 40 Jahren leistete der SKF durch seinen Einsatz für die Frauen
in der Dritten Welt Pionierarbeit. Der Verband tat es in der optimistischen
Hoffnung, den Hunger bekämpfen und kriegerische Konflikte verhindern
zu können. Trotz Ernüchterung wandelte sich die einstige Hungerhilfe
zur Entwicklungshilfe, die seit über 20 Jahren Projekte zur Selbsthilfe
unterstützt. Es sind vielfach kleine, überschaubare Basisprojekte,
die sich aus dem Alltag der Frauen ergeben. Sie tragen bei zu ökonomischer
Unabhängigkeit, Selbständigkeit und Selbstvertrauen und stärken
die Frauen im Kampf um ihre Rechte. Die Kommission für Entwicklungszusammenarbeit
des SKF betont, dass der Status der Frauen weltweit verbessert werden muss:
«Erst, wenn die Frauen auf der ganzen Welt den ihnen zustehenden Platz
in der Gesellschaft, in der Politik, in der Wirtschaft und in der Kirche
haben, können wir auf eine bessere, gerechtere Welt hoffen. Wir müssen
diese Fragen in allen Frauengruppen, in allen Gesellschaftsschichten diskutieren
und daraus Konsequenzen ziehen. Es genügt nicht, einfach zu geben.
Wir müssen zu einem echten Teilen der Ressourcen dieser Erde kommen.»
Für SKF-Zentralpräsidentin Rösy Blöchliger ist die Bildungs-
und Bewusstseinsarbeit der Frauen in der Schweiz im Hinblick auf die aktive
Solidarität von grosser Bedeutung: «Wir möchten die Frauen
unseres Verbandes sensibilisieren für die Fragen der Entwicklungszusammenarbeit,
damit sie mitreden und sich in ihrem Alltag zugunsten der Frauen im Süden
einsetzen können.» Wichtig ist für sie ebenfalls die finanzielle
Unterstützung von Frauenprojekten: «Diese dürfen wir nicht
am Gesamtelend messen, sind doch so die Möglichkeiten des Elisabethenwerks
nicht mehr als ein Tropfen auf einen heissen Stein. Vielmehr erfahren wir
immer wieder, dass gerade durch die Zusammenarbeit mit Frauen in der Dritten
Welt auch mit kleinen Summen viel bewirkt werden kann. Es geht darum, durch
unsere Spenden positive Zeichen zu setzen und auf ihre Wirkung zu vertrauen.»
Die diesjährige Jahresaktion des Elisabethenwerks steht unter dem
Thema «Frauen bewegen». Dazu wurde eine spezielle Arbeitsmappe
erstellt. Ein kurzer Rückblick beleuchtet die Geschichte des Elisabethenwerks
und legt seine Entwicklung von der Hilfe zur Partnerschaft dar. <1>
Verschiedene Projekte zeigen, wo unsere finanzielle Unterstützung nötig
ist und was sie für die Frauen in den Entwicklungsländern bedeutet.
Sie können ganz oder teilweise von den Pfarreien oder Vereinen «adoptiert»
werden. Neben den üblichen Unterlagen für die Gestaltung eines
Gottesdienstes stellt ein Porträt die heilige Elisabeth, die Namensgeberin
des verbandseigenen Hilfswerkes, vor. Schliesslich gibt eine Ideenbörse
Tips und Anregungen für die Auseinandersetzung mit der Thematik der
Entwicklungszusammenarbeit und für praktische Anlässe und Aktionen
zugunsten des Elisabethenwerks.
Die Kommission für Entwicklungszusammenarbeit des SKF freut sich, wenn
Sie in Ihrer Pfarrei wiederum ein Kirchenopfer zugunsten des Elisabethenwerks
aufnehmen, die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit zur Sprache bringen
und die Aktivitäten der Ortsvereine unterstützen. <2>
1
Die vom SKF anlässlich des Jubiläums zur Durchführung gelangende
Fachtagung wird für uns Gelegenheit sein, das Elisabethenwerk in einem
grösseren Zusammenhang zu würdigen (Anm. der Redaktion).
2
Für weitere Unterlagen und Auskünfte: Schweizerischer Katholischer
Frauenbund SKF, Entwicklungszusammenarbeit, Postfach 7854, 6000 Luzern 7,
Telefon 041 - 210 49 36, Postkonto 60-21609.
Wie die heute deutschsprachige Schweiz deutschsprachig und als solche
auch (wieder) christlich geworden ist, darüber gibt die erste umfassende
Darstellung der Alamannen interessante Auskünfte. Diese Darstellung
besteht einerseits aus der Sonderausstellung des Schweizerischen Landesmuseums
in Zürich und anderseits einem umfangreichen Begleitbuch, das die neuesten
Forschungsergebnisse reich illustriert darbietet.
Die Ausstellung wie das Buch sind ein Werk des Archäologischen Landesmuseums
Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Landesmuseum,
dem Württembergischen Landesmuseum sowie dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg.
Der Ausstellung wie dem Buch geht es um eine umfassende Darstellung der
Geschichte der Alamannen von der Zeit des Rückzugs der Römer aus
Südwestdeutschland in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr.
bis zur Auflösung des Herzogtums Alamannien durch die Karolinger in
der Mitte des 8. Jahrhunderts. Mehr als 2000 zum Teil erstmals öffentlich
ausgestellte archäologische Originalfunde vermitteln, zusammen mit
zahlreichen Modellen, Nachbildungen und Inszenierungen, ein lebendiges und
anschauliches Bild frühmittelalterlichen Lebens. Die Ausstellung wie
das Buch bestehen aus einem chronologischen und einem thematischen Teil.
Der chronologische Teil kann vor allem das bis noch vor kurzem vermittelte
Bild der kriegerischen Alamannen im Unterschied zu den kulturbeflissenen
Kelten bzw. Helvetiern und Römern bzw. Romanen korrigieren. Zudem
waren die Alamannen kein einheitlicher Stamm; vielmehr schlossen sich erst
im Siedlungsraum die verschiedenen Stämme bzw. Kriegerverbände
aus dem elbgermanisch-suebischen Raum zum Stammesverband der Alamannen zusammen.
Auf die Auseinandersetzung mit dem Römischen Reich (250400) folgte
im alamannischen Siedlungsgebiet eine Blütezeit (430500), die
im Gefolge der Expansion an den Mittelrhein von der Konfrontation mit den
Franken und ihrer Herrschaft abgelöst wurde (500740). Der thematische
Teil der Ausstellung zeigt zunächst den Bereich «Siedlung, Herrenhof,
Gräberfeld» sowie «Medizin, Handwerk, Handel»; daran
schliessen sich die religions- und kirchengeschichtlichen Räume «Götter
Christentum» und «Glauben Wissen» an; im Zusammenhang
mit der Sprachüberlieferung der Klöster werden dann auch die Lebensäusserungen
Sprache und Schrift dargestellt.
Die frühesten Kirchenbauten, die den Anfang nach dem spätrömischen
Christentum in dem Gebiet: den Neuanfang einer Christianisierung belegen,
sind ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts nachzuweisen. Für
die Siedlungsgeschichte bedeutsam ist dabei, dass die Kirche des Herrenhofes
später zum Dorfkern wird. Nachdem in allen ehemals unter spätrömischer
Verwaltung stehenden Gebieten links des Rheins und südlich der Donau
bereits im 4. und 5. Jahrhundert Bischofssitze existieren, wird das alamannische
Bistum Konstanz erst zu Beginn des 7. Jahrhunderts gegründet.
Ende des 8. Jahrhunderts kann man von einem christlich gewordenen Alamannien
sprechen. Es bedurfte indes noch intensiver Bemühungen zur organisatorischen
und seelsorgerlichen Neuordnung der Kirche in karolingischer Zeit, bis das
Christentum so geformt war, dass es zum einheitlichen Fundament für
das christliche Mittelalter werden konnte.
Das Begleitbuch bietet auch zur Religions- und Kirchengeschichte äusserst
interessante Aufsätze. Neben dem Übersichtsbeitrag «Missionierung,
Krisen und Reformen. Die Christianisierung von der Spätantike bis in
die karolingische Zeit» befassen sich mit kirchengeschichtlichen Themen
die Beiträge: «Im Zeichen des Kreuzes. Goldblattkreuze und andere
Funde mit christlichem Symbolgehalt», «Kultbau und Glaube. Die
frühen Kirchen», «Heiligengrab und Siedlungsverlegung.
Zurzach in römischer Zeit und im Frühmittelalter», «Der
lange Weg zum Kirchhof. Wandel der germanischen Bestattungstradition»
und «Einzug der Mönche. Kultur durch Klöster». <1>
1
Das Museum ist geöffnet Dienstag bis Sonntag, 10.3017 Uhr; der
Eintritt für Jugendliche bis 16 Jahre sowie Schulen ist frei; für
Schulen ist eine Führung kostenlos, für Gruppen kostet sie Fr.
200.. Das Begleitbuch, 528 Seiten mit 500 vorwiegend farbigen Abbildungen,
kostet nur Fr. 44..
In den letzten Jahren hat unser langjähriger Mitredaktor Pfarrer Dr. theol. Karl Schuler Woche für Woche einen exegetisch-homiletischen Impuls zunächst zu den Evangelien und dann zu den neutestamentlichen Lesungen geschrieben, bis ihm die schwere Krankheit das konzentrierte Arbeiten verunmöglichte. Gott sei Dank konnte er trotzdem noch seinen 80. Geburtstag feiern am Geburtstag selber im kleinen Kreis seiner Angehörigen, eine Woche später in der Pfarrei Ingenbohl-Brunnen, wo er die letzten Jahre als Klinik- und Altersseelsorger gewirkt hat. In einer schlichten Feier wurden ihm als Festschrift seine gesammelten exegetisch-homiletischen Impulse zu den Sonntags- und Festtagsevangelien aller drei Lesejahre überreicht. Herausgegeben hat sie unter dem Titel «Höre, nimm an, erfülle im Tun» der Ortspfarrer Jürg Thurnherr in Zusammenarbeit mit der Redaktion der SKZ. Im Vorwort würdigen die beiden Herausgeber das Wirken von Pfarrer Schuler mit einem Satz aus der Benediktusregel. Erhältlich ist das 345 Seiten umfassende Buch zum Preis von Fr. 35. beim Katholischen Pfarramt Ingenbohl, Klosterstrasse 6, 6440 Brunnen, Telefon 041-8201863.