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Hinweise |
Seit 1981 gibt es das Hausgebet. Die ersten Jahre war seine Verbreitung auf das Bistum Chur beschränkt, bald aber zeigten andere Diözesen Interesse, und seitdem wird dieses kleine Hilfsmittel für die Familienpastoral regelmässig von der Arbeitsgruppe Hausgebet, einer im Auftrag der Schweizer Bischöfe ehrenamtlich tätigen Gruppe kirchlich engagierter Frauen und Männer herausgegeben. Das Hausgebet wird jeweils auch auf italienisch, romanisch und spanisch, bis 1995 auch auf französisch, übersetzt und in den jeweiligen Landesteilen, beziehungsweise Missionen, eingesetzt. Nach Höhenflügen mit Auflagen von weit über 100000 Exemplaren hat sich die Auflage unterdessen bei rund 100000 Stück eingependelt. Dieser Rückgang bedeutet, aufgrund einer entsprechenden Umfrage bei ausgewählten Bestellern und Nutzern des Hausgebets in diesem Jahr, aber nicht zuerst ein rückläufiges Interesse, sondern ist vielmehr ein Ausdruck kostenbewussteren Bestellverhaltens. Produktion, Druck Versand und finanzielles Risiko liegen beim Verlag Cavelti AG in Gossau.
Vom Hilfsmittel in der Hand von Familien hat das Hausgebet auch immer
mehr den Weg in die Schulzimmer, die Kirchenräume und Gruppenzimmer
von kirchlichen Vereinen oder Gemeinschaften gefunden. Damit erhielt das
Hausgebet einen grossen Kreis Multiplikatoren, musste zusätzlich aber
auch neuen Anforderungen genügen, was sich auf die inhaltliche und
graphische Gestaltung auswirkte.
Wichtigster und für das Konzept entscheidender Einsatz
des Hausgebetes bleibt aber dessen Verwendung in der Familie. Hierzu gibt
es zwar keine umfassende Auswertung über die Nutzung und Reaktionen,
doch die stabile Bestellzahl weist auf ein vorhandenes Grundinteresse hin.
Ein Interesse, das durchaus nachvollziehbar ist. Ein allgemeines Interesse
am Religiösen kann ja auch in unserer Gesellschaft noch durchaus festgestellt
werden. Dieses vielerorts vielleicht diffuse Interesse kann bei Eltern bald
einmal zu einem Suchen werden, ausgelöst beispielsweise durch das eigene
Erleben der Mutter- oder Vaterschaft oder durch die Auseinandersetzung mit
Fragen oder Erlebnissen der Kinder. Hier will das Hausgebet ein Mittel sein,
im Kreis der Familie, zwischen Erwachsenen und Kindern, über Generationen
hinweg ein Ausgangspunkt für einen Prozess zu sein, der aufgrund der
Art und Weise, wie er geschieht, unserer Meinung nach ohne weiteres als
Gebet bezeichnet werden kann.
Wie für viele gläubige Menschen die Empfänglichkeit
um dieses Wort ein wenig salopp zu verwenden für religiöse
Formen und Inhalte in den liturgisch intensiven Zeiten wie Advent oder Osterzeit
steigt, so tut es dies möglicherweise auch bei Leuten, die im allgemeinen
der Kirche eher mit Distanz begegnen. Auch diesen Menschen, seien es alleinstehende,
ältere oder jüngere, mit oder ohne Kinder, etwas in die Hand zu
geben, worin sie sich jedes Jahr neu Anregungen für ihre je besondere
Spiritualität holen können, ist ein weiteres erklärtes Ziel
des Hausgebetes.
Das Hausgebet versteht sich als Mittel der Familienpastoral. Es soll
Geschichten, Lieder und Anregungen für die Gestaltung des Advents für
Kinder und Erwachsene enthalten. Texte und Gestaltung müssen deshalb
kindgerecht sein, das Hausgebet soll im Aufbau einfach und im Inhalt abwechslungsreich
und verständlich sein. Vor allem für die Benutzung des Hausgebetes
in der Familie mit Kindern wird darauf Wert gelegt, dass nicht allein der
Intellekt angesprochen wird. Der Bastelbogen, meist einfach auszuführende
Anregungen für eine Arbeit mit Papier oder Karton, soll helfen, über
handfertigkeitliches und gestalterisches Tun einen weiteren Zugang zu den
Themen zu ermöglichen. Der Bastelbogen ist also, wenn Familienpastoral
wie eigentlich alle Pastoral den Menschen ganzheitlich ansprechend
gestaltet werden will, unverzichtbarer Bestandteil des Hausgebetes. Im Wissen
um die offenkundige Sprachlosigkeit beim Suchen nach passenden Worten und
Formen, ein religiöses Fest zu feiern, enthält das Hausgebet
wie der Name eben sagt formulierte kleine Gebete und Anregungen zum
Feiern.
Gleichzeitig muss das Hausgebet aber auch den erwachsenen Menschen ansprechen,
der das Hausgebet sozusagen im Vorbeigehen irgendwo bemerkt und einen Blick
hinein wirft. So finden sich darin Texte, die sich ausschliesslich an Erwachsene
richten. Ein leichter Einstieg wird auch über die graphische Gestaltung
angestrebt.
Vorgestellt als ein kleines Hilfmittel muss das Hausgebet also bereits vielen
Ansprüchen genügen. Diese zu erfüllen, versucht die
jährlich wechselnde Redaktionsgruppe mit grosser Unterstützung
des Verlegers immer neu. Wird das Hausgebet in Pfarreien, kirchlichen Gruppierungen
oder Vereinen verwendet und weiter empfohlen, erhält es eine wichtige
Unterstützung, die ihm selber und dem Anliegen, christlich religiöses
Gedankengut zum Advent einem breiten Kreis bekannt zu machen, gut tun. Das
Hausgebet im Advent 1997 steht unter dem Titel «Öffnet die Türen»
und führt mit dem Psalm 24 zu vielfältigen Betrachtungen und Entdeckungen
für Kopf, Herz und Hand zum Geheimnis der Menschwerdung Gottes.
Die Bestellungen für Pfarreien und Vereine nimmt bis am 31. Oktober der Verlag Cavelti AG, 9201 Gossau, Telefon 071-3888181, Telefax 071-3888182, entgegen.
Martin Spilker, Katechet und Redaktor, ist Mitglied der Arbeitsgruppe Hausgebet
In zwei Adventskalendern befassen sich junge Menschen mit ihrem Suchen,
ihrem Weg, ihren Hoffnungen und Befürchtungen. Texte, Gedichte und
Porträts von Jugendlichen zu jedem Tag des Advents ermutigen, neu aufzubrechen
und innezuhalten. Beide Kalender erscheinen Mitte Oktober und werden herausgegeben
von Blauring, Jungwacht, Katholische Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Verein
der Deutschschweizerischen Jugendseelsorger/-innen und Fachstelle für
kirchliche Kinder- und Jugendarbeit.
Der Kalender my way lädt ein, sich im Labyrinth der Gegenwart auf den
Weg zu machen und dabei den eigenen Weg zu entdecken und zu gehen (9,3u15
cm, 60 Seiten, zweifarbig illustriert. Fr. 8., ab 20 Expl. Fr. 7.).
my way richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Für die
Arbeit mit Jugendgruppen und für die Oberstufenkatechese geeignet.
Zum Kalender my way erscheinen Lektionsimpulse für den Religionsunterricht
(Fr. 5.) und Gruppenimpulse für die Arbeit mit Jugendgruppen (Fr.
5.).
Der Adventskalender SUCHEN begleitet Jugendliche bei ihrer vielfältigen
Suche in verschiedensten Lebensbereichen und ermutigt zum Verweilen (13u22
cm, 60 Seiten, zweifarbig illustriert. Fr. 9.50, ab 20 Expl. Fr. 8.50).
SUCHEN richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene.
Die beiden Adventskalender, die Lektionsimpulse und die Gruppenimpulse sind
erhältlich bei: Verlag Cavelti AG, Postfach, 9201 Gossau, Fax: 071-3888182.
Das Schweizer Kolpingwerk bietet zum 17. Mal einen familiengerechten
Adventskalender als spirituelle und kreative Begleitung durch die Adventszeit
an. Seine Leser und Leserinnen werden mit verschiedenen Festen vertraut
gemacht und sie erhalten selber Anregungen, miteinander zu festen und sich
freudig aufs Weihnachtsfest vorzubereiten. Meditative Kurztexte, Geschichten
und Zeichnungen werden ergänzt durch einige Bastelideen, Rezepte fürs
Kochen und Backen, so dass möglichst viele mit ihren Fähigkeiten
und adventlichen Gelüsten auf ihre Rechnung kommen sollen.
Der Kolping-Adventskalender «Fäscht» ist zum Preis von
Fr. 10.50 (plus Porto und Verpackung) erhältlich bei: Schweizer Kolpingwerk,
St.-Karli-Quai 12, 6000 Luzern 5, Telefon 041-4109139, Fax 041-4194711.