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Hinweise |
An der Priestertagung im Kloster Fischingen (TG), am Montag, den 29.
September 1997, stellt Prof. Dr. Anton Thaler die Frage: «Priesterliche
Erfüllung in der Liturgie?» Dazu schreibt er: «Der Dienst
des Priesters konzentriert sich infolge des Priestermangels und der damit
verbundenen Organisation der Gemeinden in Seelsorgeverbände immer mehr
auf die Liturgie, besonders in der Feier der Eucharistie und der Sakramente.
Da ist die Gefahr gross, zum Funktionär zu werden. Der seelsorgliche
Kontakt zu der (den) Gemeinde(n) wird immer schwächer. Die ekklesiologisch
so hoch gewertete Einheit der Eucharistie- und Gemeindeleitung droht faktisch
auseinanderzubrechen. Die Laienmitarbeiter/-innen als Pfarreibeauftragte
kommen der Gemeinde des Pfarrers näher als er selber. Der Priester
wird nur noch als Spezialist für die Sakramentenspendung empfunden.
Muss das nicht zur Frustration des Priesters führen?
Die Vorträge über den liturgischen Dienst des Priesters wollen
aufzeigen, dass dem nicht so sein muss. Ein gesundes Liturgieverständnis,
das weder rubrizistisch noch individualistisch geprägt ist, wird dem
Priester als Vorsteher der Eucharistie und der anderen sakramentalen Feiern
helfen, nicht zum Funktionär zu werden, sondern in der Feier zur Mitte
zu gelangen, sich selber hineinzugeben und Wege zu finden, durch die Feier
der Liturgie die Gemeinde aufzubauen.»
Prof. Dr. Anton Thaler hat den Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an
der Katholischen Universität in Fulda inne. Er ist Priester der Diözese
St. Gallen.
Zu dieser aktuellen Tagung laden wir alle Priester jung und alt
der verschiedenen Diözesen herzlich ein. Beginn: um 10.00 Uhr; Schluss:
ca. 16.00 Uhr mit der gemeinsamen Vesper; Kosten pro Person: Fr. 35.
(inklusive Mittagessen).
Anmeldungen an: Kanonikus Bernhard Sohmer, Pfarrer, Katholisches Pfarramt,
9607 Mosnang, Telefon 071-9831233.
Anmeldung ist erwünscht, doch nicht Bedingung zur Teilnahme.
Im Wintersemester 1997/98 bietet das Institut für Sozialethik der
Theologischen Fakultät Luzern eine Allgemeine Ringvorlesung zum Thema
«Reform der Schweizerischen Bundesverfassung 1998» an. Die Referate
finden jeweils Mittwoch um 18.15 Uhr an der Universitären Hochschule
Luzern (Pfistergasse 20, Raum T 1) statt.
5. November: Reform der Bundesverfassung warum und wozu? (Alt Ständerätin
Dr.h.c. Josi J. Meier);
12. November: Gott in der Bundesverfassung? (Dr. jur. Walter Gut, alt Regierungsrat);
19. November: Die Grundrechte im Entwurf zu einer neuen Bundesverfassung
(Prof. Dr. jur. Jörg Paul Müller, Universität Bern);
26. November: Wie sozial sind die Sozialziele im Entwurf der neuen Bundesverfassung?
(Charles Steck, Zentralsekretär der Christlichen Gewerkschaft für
Industrie, Handel und Gewerbe);
3. Dezember: Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung und die Reform
der Bundesverfassung (Prof. Dr. Hans J. Münk, Institut für Sozialethik
der UHL);
10. Dezember: Das Verhältnis von Staat und Kirche im Entwurf der neuen
Bundesverfassung (Prof. Dr. Kurt Koch, Bischof von Basel).