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Das vom «Club of Rome» vor über zwei Jahrzehnten herausgegebene Buch «Die Grenzen des Wachstums» war weltweit ein Bestseller. Es zeigte, dass auf einer begrenzten Erde unbegrenztes Wirtschaftswachstum auf die Dauer unmöglich ist. Die notwendigen Konsequenzen wurden nicht gezogen. Im vorliegenden Buch nun gehen über ein Dutzend kompetente Wissenschaftler den Ursachen des (verhängnisvollen) Wachstums nach. Vieles ist reichlich abstrakt, anderes auch für Nichtwissenschaftler durchaus verständlich, so etwa die Kapitel über den Konsum (126138) und über die Mobilität (200210). Bei der ganzen Problematik steht viel auf dem Spiel, nämlich die Zukunft Erde. Darum dürfen Theologen sich nicht weiterhin den Luxus leisten, «wirtschaftliche Analphabeten» zu bleiben.
Was Herbert Haag in diesem Buch in enger Zusammenarbeit mit dem Fotografen
Werner Richner darbietet, ist ein Buch zum Anschauen und zu stiller Besinnung.
Das «Hohelied der Schöpfung» richtet sich bewundernd an
den Schöpfer selbst und motiviert den Menschen um den es da in
erster Linie geht zum ehrfürchtigen Umgang mit allem Geschaffenen.
In einfachen und eindringlichen Worten stellt Herbert Haag den Schöpfungsbericht
dar und interpretiert ihn auf dem heutigen Stand des Wissens, aber nicht
professoral, sondern väterlich mahnend. So hat dieses Buch, wo Bild
und Wort eine so ideale Einheit bilden, eine eigene, eindringliche Kraft
der Überzeugung.
In diesem Band sind eine Reihe von Verlautbarungen des Limburger Bischofs zu internationalen Armuts- und Sozialproblemen gesammelt. Bischof Franz Kamphaus vertritt die Deutsche Bischofskonferenz in verschiedenen entwicklungspolitischen Sachkommissionen. Der kirchliche Entwicklungspolitiker vom Fach ist aber kein Bürokrat und auch kein salopper Propagandist. Der ehemalige Professor für Homiletik behandelt jedes Teilthema gründlich und professionell. Er will und kann auch überzeugen. Jedes Spezialanliegen, das er vorbringt, ist seriös dokumentiert und in die grossen Zusammenhänge der Weltsolidarität und der christlichen Ethik gestellt. So bietet das Buch, abgesehen von seinem exemplarischen Charakter für gediegene Überzeugungsarbeit, auch einen Beitrag zu einer strukturellen Gewissenserforschung.