SKZ 37/1997

INHALT

Neue Bücher

Spiritualität des Alltags

Werner Rück (Hrsg.), Gott finden. Auf dem Weg zu einer Spiritualität des Alltags, Echter Verlag, Würzburg 1994, 136 Seiten.

Das Bändchen, zu dem der Schriftleiter der Zeitschrift «Lebendige Seelsorge» Werner Rück eine Reihe pastoraltheologischer Aufsätze zur aktuellen Spiritualität zusammengetragen hat, ist Dr. Joseph Sauer zum 65. Geburtstag gewidmet. Der so Geehrte hat grosse Verdienste um die kirchliche Bildungsarbeit für die Erzdiözese Freiburg im Breisgau. Die Thematik dieser Aufsätze kreist um den Alltag des religiös suchenden Menschen. Er weiss sich in eine Welt gestellt, in der Gott immer seltener vorkommt. Er erfährt auch, dass eine solche Welt recht und schlecht funktionieren kann, wenn Gott nicht da ist. Der Satz von Karl Rahner: «Der Fromme von morgen wird ein ÐMystikerð sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein», ist das Leitmotiv der verschiedenen Melodien von Michael Albus, Reinhard Göllner, der Karmelitin Waltraud Herbstrith, Eugen Maier, Wunibald Müller, David A. Seeber, Anna Maria Strehle und Herbert Vorgrimler. Es ist ein würdiges Geburtstagsständchen.

Leo Ettlin


Schöpfungsspiritualität

Anselm Grün OSB, Alois Seuferling, Benediktinische Schöpfungsspiritualität, Münsterschwarzacher Kleinschriften 100, Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 1996, 98 Seiten.

Anlass für dieses Bändchen gab ein Buch des amerikanischen Dominikaners Matthew Fox. Es trägt den Titel «Schöpfungsspiritualität». Der amerikanische Autor unterscheidet darin Schöpfungs- und Erlösungsspiritualität. Anselm Grün und sein Mitbruder Alois Seuferling, der in Korea wirkt, haben festgestellt, dass die Benediktiner-Regel umfassend auf die Schöpfungsspiritualität festgelegt ist. Gotteslob als Lob des Schöpfers, Ehrfurcht vor den geschaffenen Dingen, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. In diesem Zusammenhang erhält die Benediktiner-Regel in der heutigen, um die Schöpfung besorgten Zeit eine besondere Aktualität.

Leo Ettlin


Fröhlich und Ernst

Reinhold Stecher, Fröhlich und ernst unter der Mitra. Mit 17 Illustrationen des Autors, Tyrolia Verlag, Innsbruck 1997, 102 Seiten.

Der beliebte Bischof von Innsbruck Reinhold Stecher hat eine künstlerische Ader als Schreiber, Maler und Zeichner. Zudem zeichnet ihn ein positives Verhältnis zu den Menschen mit den Schwächen und Schrullen des Alltags aus. Das vorliegende Bändchen ist mit heiteren Erlebnissen und Anekdoten ein richtiges Schmunzelbuch und zugleich eine liebenswürdige Korrektur von Ängstlichkeit und unerlöstem Ernst in Kirche und Klerus.

Leo Ettlin


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1997