INHALT |
Berichte |
Die Deutschschweizerische Konferenz katholischer Verbandsleiter und -leiterinnen (DKKVL) traf sich Ende Mai unter neuer Leitung und fasste den Beschluss, ihre vor sieben Jahren ausgearbeiteten Leitlinien beizubehalten, aber ihre Organisation und Struktur zu klären.
An einem warmen Maiabend trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter von den zurzeit zehn Mitgliederverbänden der Deutschschweizerischen Konferenz katholischer Verbandsleiter und -leiterinnen in Luzern. Erstmals wurde das Treffen von Margrith Küchler und Josef Egli, dem KAB-Co-Präsidium geleitet. Zu Beginn begrüsste Margrith Küchler die neuen Gesichter und wies auf den Wechsel hin, der in letzter Zeit stattgefunden hatte. Aus diesem Grunde führte sie eine Runde an, in der die Erwartungen und Wünsche der Vertreter und Vertreterinnen für die zweimal jährlich durchgeführten Treffen aufgenommen wurden. Alle Anwesenden trafen sich mit den Erwartungen, unter den Verbandsleiter und -leiterinnen Ideen auszutauschen und die Treffen als Plattform zu benützen, um einander in der Arbeit zu unterstützen, gemeinsame Probleme zu besprechen, Sorgen auf den Tisch zu legen und die Arbeit der verschiedenen Verbände kennenzulernen.
Nach den geäusserten Wünschen und Erwartungen der Teilnehmenden
wies Margrith Küchler auf die Leitlinien hin, die vor sieben Jahren
verabschiedet worden waren. Die Anwesenden waren sich einig, die Leitlinien
auch in Zukunft beizubehalten, denn das darin formulierte Kirchenverständnis,
die abgemachte Verantwortlichkeit der katholischen Verbände, ihre gemeinsame
Verpflichtung und die Aktivitäten könnten sie nach wie vor unterschreiben.
Allerdings müsse man die Struktur und Organisation genauer unter die
Lupe nehmen. Die Sitzungsleitung regte darum alle Vertreter und Vertreterinnen
der Verbände dazu an, bis Ende August ihre Änderungsvorschläge
ihr mitzuteilen, damit der von ihr ausgearbeitete Entwurf an einer der nächsten
Sitzungen behandelt werden kann.
In einem weiteren Schritt überlegten die Anwesenden, welche Verbände
noch für eine Mitarbeit in der DKKVL angesprochen werden könnten.
Im weiteren wurden einige inhaltliche Schwerpunkte genannt, so die Tagsatzung
von 1998, der Rückblick auf die Zweite Ökumenische Versammlung
in Graz, der Antisemitismus und die 150-Jahr-Feier der Schweiz, die in nächster
Zeit auf der Traktandenliste stehen werden.
Am Schluss der Sitzung informierten die Vertreter und Vertreterinnen
über die Arbeit in den verschiedenen Verbänden. So wies der Vertreter
der Katholischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) auf
das im Jahre 1999 stattfindende 100jährige Jubiläum des Ver-bandes
hin und auf das im Juni durchgeführte KAB-Forum 97 mit dem Thema: «Sind
wir jetzt in der Schweiz arm oder reich?».
Der Vertreter des Schweizerischen Kolpingwerkes (SKW) berichtete über
die Zentralkonferenz von Mitte Juni. Das Jahresmotto des Verbandes «zäme
läbe zäme schaffe» sei bei der Basis gut angekommen.
Die Vertreterinnen des Katholischen Frauenbundes (SKF) informierten über
ihre 82. Jahresversammlung vom 22. Mai 1997 in Sarnen. Vor allem die drei
Referate zum Thema «Frauen-Wirtschaft» fanden grosse Beachtung.
Sie erwähnten auch die vom Zentralvorstand in Auftrag gegebene Finanzanalyse
der beiden Häuser und der Zeitschriften sowie die Abklärungen
eines Internet-Einstieges. Die Teilnehmenden erfuhren von zwei internationalen
Frauenveranstaltungen, die in nächster Zeit im Bildungszentrum Matt
in Schwarzenberg stattfinden werden. Die Vertreterinnen des SKF erwähnten
auch die Thematik der «Sterbehilfe», mit der sich der Zentralvorstand
an seiner Klausurtagung beschäftigen wird.
Die Vertreterin der Franziskanischen Gemeinschaft (FG) informierte über
das Kapitel, das am 12./13. April 1997 im Antoniushaus Mattli in Morschach
stattfand. Sie wies darauf hin, dass die Eingabe an die Bischofskonferenz
vom November 1995, die Zulassungsbedingungen zur Priesterweihe zu erweitern
und nicht mehr allein an den Pflichtzölibat zu binden, von 95 der 108
Delegierten unterzeichnet wurde. Weiter erwähnte sie das 30jährige
Jubiläum des Antoniushauses Mattli und die nun durchgeführte Renovation,
damit das Haus auch behindertengerecht wird.