SKZ 47/1997

INHALT

Amtlicher Teil

Alle Bistümer

«Den Werten verpflichtet ­ der Zeit gewachsen»
Aufruf zum Hochschulsonntag

Zu Beginn des Advents appelliert die Universität Freiburg wiederum an das Wohlwollen der Katholiken in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Mit ihnen will sie zwei wichtige Anliegen teilen. Das eine ist die hohe Qualität ihres Angebots in Lehre und Forschung, das andere die Solidarität mit allen Menschen, die ihrem besonderen Auftrag entspricht. Beiden Anliegen gibt der Leitsatz dieses Jahres Ausdruck: «Den Werten verpflichtet ­ der Zeit gewachsen».

Eine gute Universität

Es ist wohl mehr als nur Mode, dass heute fast alle grossen Institutionen und Organisationen ihre Leistungen evaluieren, das heisst objektiv überprüfen lassen. Auch die Universität Freiburg hat sich diesem Examen unterzogen, und das Ergebnis ist ermutigend. Internationale Experten bestätigen, dass hier trotz der begrenzten Mittel vorzüglich gearbeitet wird. Der besondere Geist unserer Hochschule gibt über 8000 Studierenden die Chance, neben vertieftem Wissen auch den Sinn für die Zusammenhänge zu erwerben. Die Forschung ist vielseitig, ihre Publikationen sind weitherum anerkannt und tragen zum internationalen Ruf der Universität bei. Dank grossem Einsatz des schon stark belasteten Lehrkörpers sind zahlreiche Weiterbildungsprogramme entstanden, die von Berufstätigen aller Sparten sehr geschätzt werden.
Die positiven wie die kritischen Hinweise der Experten geben der Universität Freiburg neue Impulse, ihre Aufgabe noch besser und im Sinne ihrer ganz besonderen Mission zu erfüllen: Sie will noch mehr ihre Brückenrolle als einzige zweisprachige Hochschule Europas wahrnehmen. Sie will weiterhin die christlich-humanistische Tradition zum Tragen bringen, in der sie verankert ist, in voller Achtung der Lehr- und Forschungsfreiheit und der Meinungsvielfalt. Sie will noch bewusster den internationalen Charakter leben, der sich aus ihrer katholischen Geschichte ergibt und ihr einen weiten Horizont verleiht. Und sie will sich neuen Herausforderungen stellen, gerade in der Weiterbildung, die aus unserer Zeit der schnellen Entwicklungen nicht mehr wegzudenken ist.

Eine engagierte Hochschule

Wissenschaft allein bringt uns nicht weiter, wenn sie sich nicht an Werten messen lässt. Zur Qualität des Wissens gehört, dass es der menschlichen Gemeinschaft dienen will. Lehre und Forschung sollen beitragen zu einer besseren Zukunft für die Menschen, zu ihrer körperlichen, seelischen und geistigen Gesundheit, zum verantworteten Umgang mit den Dingen und dem Leben, zur gerechteren Verteilung der Güter, zur Verständigung zwischen den Völkern. Hier sieht die Universität Freiburg ihren christlichen Auftrag. Sie vermittelt Kenntnisse und Werkzeuge, um eine Welt für alle in Gerechtigkeit und Frieden zu fördern. Sie will der Gesellschaft als ein Ort des weiten und freien Forschens dienen, wo keine ideologischen Zwänge herrschen, wo aber immer die Sorge um alle Menschen und den ganzen Menschen gegenwärtig ist.
«Qualität und Solidarität»: Der Wille, sie zu verwirklichen, ist grösser als die verfügbaren Mittel. Darum braucht die Universität Freiburg Ihre Unterstützung und Ihre Solidarität. Das Interesse, das Sie ihrem Wirken entgegenbringen, ist ein wichtiger Ansporn. Und Ihr Beitrag zur Kollekte am 1. Adventssonntag ist ein Ausdruck dieser Anteilnahme. Ihre Spenden kommen hauptsächlich Projekten im Sinne des ethischen und sozialen Engagements zugute.
Wir danken den Katholikinnen und Katholiken der Schweiz und Liechtensteins für ihre Grossherzigkeit und für das Wohlwollen, das sie der Universität Freiburg entgegenbringen.

November 1997
Die Schweizer Bischöfe


Mitarbeit der Laien

In Rom wurde heute eine «Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester» veröffentlicht. Dieses Dokument ist an alle Bischöfe der Weltkirche gerichtet. Es geht auf die hauptsächlichen theologischen Prinzipien der ordinierten kirchlichen Dienste und auf die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester ein.
Die Schweizer Bischofskonferenz wird an ihrer nächsten Ordentlichen Versammlung, welche vom 1.­3. Dezember 1997 stattfinden wird, die Umsetzung dieser Prinzipien vor dem Hintergrund der pastoralen Gegebenheiten in der Schweiz beraten. Ein erster Kommentar dazu soll an der Pressekonferenz vom 4. Dezember 1997 erfolgen.

Freiburg, den 13. November 1997
+ Henri Salina, Präsident


Bistum Basel

Priesterweihe

Am Sonntag, 30. November 1997 weiht in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Brugg Bischof Dr. Kurt Koch zum Priester:
Diakon Sylwester Kwiatkowski, von PL-Siedlce, in Brugg.
Die Feier beginnt um 10.30 Uhr. Priester, die bei der Handauflegung mitwirken und konzelebrieren wollen, mögen sich mit Albe und weisser Stola um 10.00 Uhr im Pfarrsaal (neben der Kirche) einfinden.

Seminar St. Beat Luzern
Priesterseminar des Bistums Basel
Dr. Walter Bühlmann, Regens

Wahl und Ernennung

Lukas Amrhyn, bisher Pfarrer der Pfarrei Oberägeri (ZG), auf den 16. November 1997 zum Pfarrer der Pfarrei Villmergen (AG).

Stellenausschreibung

Die vakante Pfarrstelle von Therwil (BL) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.
Interessenten melden sich bitte bis zum 9. Dezember 1997 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn.


Bistum Chur

Zu der am 31. Oktober 1997 erfolgten Ernennung der drei Bischofsvikare für die Diözese Chur

1. Am 29. Juni 1993 habe ich die Weihbischöfe Dr. Peter Henrici und Dr. Paul Vollmar zu Generalvikaren der Diözese Chur ernannt. Gleichzeitig beauftragte ich die früheren Generalvikare Kan. Christoph Casetti und Kan. Walter Niederberger mit der Wahrnehmung näher umschriebener Geschäftsbereiche; Domherr Dr. Vitus Huonder beabsichtigte damals, sich vorwiegend seinem Fachbereich der Liturgiewissenschaft zu widmen.

2. Seit jenem Zeitpunkt nahmen die zwei erwähnten Bischöflich Beauftragten zusammen mit den beiden Weihbischöfen und mir an den Sitzungen des Bischofsrates teil. Bekanntlich handelt es sich bei einem Bischofsrat nicht um ein Gremium mit kollegialer Entscheidungskompetenz; der Diözesanbischof kann, wo er es für angebracht hält, zur besseren Förderung der pastoralen Tätigkeit ein solches Beratungs- bzw. Koordinationsorgan einsetzen.

3. Mit der Zeit erkannte Weihbischof Vollmar, dass es notwendig würde, eine Hilfe für seine Aufgabe als Generalvikar zu haben, besonders für den dreisprachigen Kanton Graubünden. Domher Dr. Vitus Huonder erklärte sich ihm gegenüber bereit, solche Hilfeleistung zu bieten, und wurde sodann vom Weihbischof mit verschiedenen Amtsgeschäften betraut. Das veranlasste mich im Jahre 1995, ihn als weiteren Bischöflich Beauftragten anzunehmen.

4. Eine bischöfliche Beauftragung im obigen Sinne bedeutet im Grunde nichts anderes als eine Delegation von Vollmachten für bestimmte Amtshandlungen bzw. Ressorts und entspricht somit eigentlich dem, was ein Bischofsvikar sein und tun kann; es geht um ein stellvertretendes Handeln für den Ordinarius.

5. Es leuchtet also von selbst ein, dass sich mit der jetzigen Ernennung der Bischöflich Beauftragten zu Bischofsvikaren für die selben pastoralen Geschäftsbereiche, welche sie bereits innehatten, praktisch nichts geändert hat, es sei denn die präzise kanonische Amtsbenennung.

6. Hier von Machtdemonstration, Affront, Provokation oder Ähnlichem zu sprechen, ist völlig fehl am Platz und verursacht nur Verwirrung und Aufregung, was ich sehr bedaure.

7. Gewiss konnte ich die Ernennung der Bischofsvikare nun wohlerwogen vornehmen, nachdem während der Zeit ihrer Tätigkeit als Bischöflich Beauftragte keine erheblichen Beanstandungen betreffend die konkrete Amtswahrnehmung vorgebracht wurden. Wenn ich recht sehe, waren auch die Weihbischöfe dankbar für deren kompetente Mitarbeit. Gegen die jetzige Ernennung brachten die Generalvikare keine Einwände vor; sie wünschten übrigens seit geraumer Zeit, dass auch Domherr Huonder im Bischofsrat Einsitz nehme.

8. Dass die Bischöflich Beauftragten faktisch die Funktion von Bischofsvikaren ausübten, ist den zuständigen römischen Dikasterien seit längerem bekannt. Deren sachgemässe Einordnung unter die Rubrik «Vicarii generales et episcopales» im letzten Quinquennalbericht (1991­1996) blieb selbstverständlich unbeanstandet. Es entbehrt daher jeder Grundlage, wenn behauptet wird, die getätigte Ernennung sei eine Provokation Roms oder gar eine Ausserkraftsetzung römischer Dispositionen.

9. In der Hoffnung, dass diese sachliche Erklärung recht verstanden und gut aufgenommen wird, möchte ich meinerseits betonen, dass ich bei der Ernennung der Bischofsvikare vom Willen getragen war, eine unmissverständliche kanonische Einordnung vorzunehmen und damit zu grösserer Klarheit beizutragen. Ich bitte daher alle um die Bereitschaft zu fruchtbarer Zusammenarbeit für das Wohl der Diözese.

19. November 1997
+ Wolfgang Haas
Bischof von Chur


Bistum St. Gallen

Diakonenweihe in der Kathedrale

Am Sonntag, 16. November 1997, weihte Bischof Ivo Fürer in der Kathedrale St. Gallen drei junge Männer, die Priester werden wollen, zu Diakonen: Armin Fässler, Beat Grögli und Lukas Hidber. Zum Ständigen Diakon geweiht wurde Bruder Patrick Schaer OFM. Der 27jährige Armin Fässler, aufgewachsen in Wilen, ist seit August Pastoralassistent im Seelsorgeverband Mosnang-Libingen-Mühlrüti. Beat Grögli aus Rossrüti ist ebenfalls 27jährig und absolviert sein Pastoraljahr in St. Gallen-St. Otmar. Der 26jährige Lukas Hidber aus Sargans bereitet sich im Pastoraljahr in Wil auf seine zukünftige Arbeit als Seelsorger vor. In St. Gallen aufgewachsen ist der 38jährige Patrick Schaer. Nach einer Banklehre ist er in den Franziskanerorden eingetreten. Seine theologische Bildung erwarb er sich in Luzern und Freiburg.
Die drei zukünftigen Priester wurden Bischof Ivo Fürer von alt Regens Bernhard Sohmer vorgestellt und zur Weihe empfohlen. P. Benedikt, Provinzial der Franziskaner, gab die Empfehlung für Bruder Patrick Schaer ab. Mit ihm liess sich erstmals in der Kathedrale ein Ordensmann zum Ständigen Diakon weihen. Ein Franziskaner, der einer Gemeinschaft angehört, welche sich Randgruppen annimmt und unter anderem auch im Drogenmilieu in Zürich präsent ist. Mit der Weihe zum Ständigen Diakon komme zum Ausdruck, dass solches Dienen ein Teil von Christus sei, sagte Bischof Ivo, der in der Predigt auf die Vielseitigkeit des Diakonats einging, hat er doch in den zwei vorangehenden Jahren auch verheiratete Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. Aber auch Priester müssen sich bewusst bleiben, dass ihre Aufgabe ein Dienst ist und «nicht einfach Karriere zu einer anerkannten gesellschaftlichen Stellung». Bischof Ivo erinnerte daran, dass das Zweite Vatikanische Konzil dies besonders deutlich bezeugt hat. Deshalb sei es sinnvoll, dass die drei jungen Männer auf dem Weg zum Priestertum in einer eigenen Weihestufe zu Diakonen geweiht würden.

Altarweihe in St. Gallen-Bruggen

Die 1936 eingeweihte Kirche St. Martin in St. Gallen-Bruggen ist mit einem Kostenaufwand von 2,8 Mio. Franken renoviert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst worden. Am 9. November ist der neue Altar aus Holz, der einen schweren steinernen ersetzt hat, von Bischof Ivo Fürer eingeweiht worden. Nebst der Altarlandschaft, in die neu der Taufstein einbezogen wurde, erfolgte der grösste Eingriff im Eingangsbereich der Kirche. Bisher betrat man sie durch ein dunkles, düsteres Vorzeichen. Nun tritt man direkt in ein helles, von der Kirche nur durch eine Glaswand abgetrenntes «Foyer».


Bistum Sitten

Bischöfliche Dienste - Erstes Halbjahr 1998

Februar

14.­15.
Martigny
F
Mgr. N. Brunner

15.
Grimisuat
F BV
B. Broccard

28.
Eisten
PB F
Mgr. N. Brunner

Venthône/St-Maurice-de-Laques
F BV
B. Broccard

März

1.
Stalden
PB F
Mgr. N. Brunner

Chermignon/Montana-Village
F BV
B. Broccard

7.
Savièse
F GV
R. Mayoraz

8.
Mörel
F GV
J. Zimmermann

Ayent
F GV
R. Mayoraz

14.
Herbriggen
PB F
Mgr. N. Brunner

Saillon/Saxon
F BV
B. Broccard

15.
St. Niklaus
PB F
Mgr. N. Brunner

Montana-Crans
F GV
R. Mayoraz

Riddes/Leytron
F BV
B. Broccard

19.
Visperterminen
PB F
Mgr. N. Brunner

21.
Grengiols
F GV
J. Zimmermann

Isérables
F BV
B. Broccard

28.
Siders, Heilig Geist
F GV
J. Zimmermann

Hérémence
F GV
R. Mayoraz

Veysonnaz
F BV
B. Broccard

29.
Vex
F GV
R. Mayoraz

Nendaz
F BV
B. Broccard

April

4.
Vollèges/Fully
F
Mgr. N. Brunner

5.
St-Léonard
F
Mgr. N. Brunner

Evolène
F GV
R. Mayoraz

18.
Eggerberg
PB F
Mgr. N. Brunner

19.
Lalden
PB F
Mgr. N. Brunner

25.
Liddes/Bovernier
F
Mgr. N. Brunner

St-Martin
F GV
R. Mayoraz

Münster/Reckingen/Gluringen
F GV
J. Zimmermann

26.
Orsières/Sembrancher
F
Mgr. N. Brunner

Oberwald/Obergesteln/Ulrichen
F GV
J. Zimmermann

Mase/Nax-Vernamiège
F GV R.
Mayoraz

Lens
F BV
B. Broccard

Mai

2.
Zeneggen
PB F
Mgr. N. Brunner

Termen
F GV
J. Zimmermann

Troistorrents
F GV
R. Mayoraz

3.
Ried-Brig/Betten
F GV
J. Zimmermann

9.
Visp
PB F
Mgr. N. Brunner

Val d'Illiez/Champéry
F GV
R. Mayoraz

10.
Zermatt
PB F
Mgr. N. Brunner

Chalais
F GV
R. Mayoraz

Evionnaz/Outre-Rhône
F BV
B. Broccard

16.
mbd
PB F
Mgr. N. Brunner

Biel/Blitzingen/Niederwald
F GV
J. Zimmermann

HP-Schule «La Bruyère»
F GV
R. Mayoraz

Vérossaz
F BV
B. Broccard

17. Staldenried
PB F
Mgr. N. Brunner

Muraz/Collombey
F GV
R. Mayoraz

Massongex
F BV
B. Broccard

20.­21.
Randa/Täsch
PB F
Mgr. N. Brunner

23.
Charrat
PB F
Mgr. N. Brunner

Simplon-Dorf/Gondo
F GV
J. Zimmermann

Leysin/Bex
F GV
R. Mayoraz

24.
Grächen
PB F
Mgr. N. Brunner

Aigle-Roche
F GV
R. Mayoraz

Anniviers
F BV
B. Broccard

30.
Bramois/Sion St-Guérin
F
Mgr. N. Brunner

Naters
F GV
J. Zimmermann

Monthey/Choëx
F GV
R. Mayoraz

Sierre, Ste-Croix/Chippis
F BV
B. Broccard

Sion/Cathédrale+Sacré Cur
PB F
Mgr. N. Brunner

Brig/Glis
F GV
J. Zimmermann

Monthey/Choëx
F GV
R. Mayoraz

Veyras-Miège/Sierre, Ste-Catherine
F BV
B. Broccard

Juni

6.
Verbier/Bagnes
F
Mgr. N. Brunner

Ernen/Binn
F GV
J. Zimmermann

7.
Törbal
PB F
Mgr. N. Brunner

Flesch/Lax
F GV
J. Zimmermann

Grône
F GV
R. Mayoraz

20.
Sitten, St-Theodul
F
Mgr. N. Brunner

Ried-Mörel
F GV
J. Zimmermann

Port-Valais
F BV
B. Broccard

21.
Bellwald
F GV
J. Zimmermann

Vionnaz/Vouvry
F BV
B. Broccard

F = Firmung   PB = Pastoralbesuch

10. November 1997


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1997