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Amtlicher Teil |
Der verstorbene Pfarr-Resignat Callist Monn ist nicht wie in der SKZ gemeldet im Jahre 1948, sondern im Jahre 1947 zum Priester geweiht worden.
Im Pontifikalamt in der Kathedrale St. Gallen am Donnerstag, 16. Oktober, 10 Uhr, hält Bischof Maximilian Aichern von Linz die Festpredigt. Als Benediktiner von St. Lambrecht in der Steiermark sind ihm der hl. Gallus und die ehemalige Benediktinerabtei sehr nahe. Der aus dem Herzogsgeschlecht der Eppensteiner stammende Sohn des Gründers der Benediktinerabtei St. Lambrecht war Benediktinermönch und Abt in St. Gallen. Als späterer Patriarch von Aquileja (von 1086 bis 1121) gründete er die Benediktinerabtei Moggio im Friaul. Sie hat den hl. Gallus zum Patron, und in den ersten Zeiten wurden drei Mönche aus der Abtei St. Lambrecht als Äbte nach Moggio postuliert. Moggio ist also historisch (und seit dem Erdbeben im Jahre 1976 auch wieder über die Menschen) mit St. Gallen und St. Lambrecht verbunden. Als Mönch und ehemaliger Abt von St. Lambrecht beeindrucken diese historische Gegebenheiten Bischof Maximilian Aichern sehr, und immer wieder besucht er diese Orte. Über die Europäischen Bischofskonferenzen ist er auch mit Bischof Ivo Fürer gut bekannt und hat daher mit Freude seine Einladung zum Gallus-Fest angenommen.
Am Samstag, 25. Oktober, 14.15 Uhr, findet in der Kathedrale St. Gallen
der offizielle Festakt zum Jubiläum «150 Jahre Bistum St. Gallen»
statt. Im Mittelpunkt steht die Ansprache des Mainzer Bischofs DDr. Karl
Lehmann, Präsident der Deutschen Bischofskonferenz, mit dem Titel «Was
ist mit der Kirche los? Zwischen Skepsis und Hoffnung auf dem Weg
ins 3. Jahrtausend». Organist und Bläser sowie Domchor und Vocalistics
gestalten den musikalischen Teil. Mit den Vertretern aus Kirche, Wirtschaft
und Politik sind alle Bistumsangehörigen zu diesem Festakt und zum
anschliessenden Imbiss im Schulhof eingeladen.
Am Samstag vormittag wird um 10.30 Uhr im Musiksaal, Klosterhof 6b, von
den Autoren Franz Xaver Bischof und Cornel Dora die Festschrift «150
Jahre Bistum St. Gallen» präsentiert.
Alt Pfarrer Franz Bischof, Bollingen/Luzern
Im Alters- und Pflegeheim Steinhof in Luzern, wohin er Ende Mai mit seinen
zwei treuen, ebenfalls über 80jährigen Haushälterinnen Martha
und Cäcilia Ricklin gezogen war, ist alt Pfarrer Franz Bischof am 26.
September 1997, zwei Tage nach seinem 82. Geburtstag, gestorben. Er ist
mit zwölf Geschwistern, von denen sechs ebenfalls den geistlichen Stand
gewählt hatten, in einer Kleinbauernfamilie im sanktgallischen Grub
aufgewachsen. Beerdigt wurde er, der während 35 Jahren Seelsorger im
Linthgebiet gewesen war, am 1. Oktober in Bollingen.
Nach einer ersten Kaplanenstelle in Oberegg war Franz Bischof von 1943 bis
1953 Kaplan in Uznach. Von 1953 bis 1961 wirkte er als Pfarrer in Mühlrüti,
von 1961 bis 1972 in Balgach und von 1972 bis 1989 in Schmerikon.
Von 1969 bis 1990 war Pfarrer Franz Bischof Ruralkanoniker und als solcher
Mitglied des Domkapitels, welches für die Vorbereitung und die Wahl
des Bischofs verantwortlich ist.
Im Juli 1989 übernahm er als Pfarradministrator die Verantwortung für
die Seelsorge in der Pfarrei Bollingen. Grosszügig, wie er war, hatte
er zu seinem 80. Geburtstag alle Pfarreiangehörigen zu einer Fahrt
zum Wallfahrtsort Rankweil eingeladen. Manche von ihm für die Kirche
St. Pankrazius angeregten Anschaffungen hat er auch selber finanziert. Dass
Pfarrer Bischof so lange ohne grössere Beschwerden die Minipfarrei
Bollingen seelsorgerlich betreuen konnte, war für ihn eine grosse Gnade;
dass er von den zunehmenden Altersbeschwerden so schnell erlöst wurde,
ebenfalls.
Am Sonntag, den 12. Oktober 1997, wird Bischof Norbert Brunner in der
Kathedrale von Sitten anlässlich der Eucharistiefeier um 10.00 Uhr
das Fest der Kathedralweihe feierlich begehen. Zu dieser Feier lädt
der Bischof auch die Priesterjubilare ein, die ihr 25jähriges und 50jähriges
Priesterjubiläum feiern können. Zudem ist der 12. Oktober 1997
der erste grosse und offizielle diözesane Festtag des Christus-Jahres.
Das diesjährige Fest der Kathedralweihe steht ganz im Zeichen der Vorbereitung
auf das Jubiläumsjahr 2000. Es ist im besonderen Jesus Christus, dem
menschlichen Antlitz Gottes, gewidmet. Gott hat durch Christus ein menschliches
Antlitz erhalten. Er hat uns die Botschaft vom Reich Gottes gebracht. Erstes
Ziel des Christus-Jahres wird im Bistum Sitten deshalb sein, diese Botschaft
neu zu entdecken und sichtbar zu machen. Die Sakramente, im besonderen das
Sakrament der Taufe, erschliessen uns den Weg zum Reich Gottes.
In diesem Pastoraljahr sind im Bistum Sitten alle Seelsorgerinnen und Seelsorger
eingeladen, den Hauptakzent ihrer pastoralen Tätigkeit auf die Taufpastoral
zu legen. Über den Sinn des Taufsakramentes wollen wir neu nachdenken
und den ursprünglichen Wert des Sakramentes wiederentdecken. Besonders
die Taufgespräche sollen der Sprache der heutigen Zeit angepasst und
in unsere Wirklichkeit umgesetzt werden.
Priester und Gläubige aus allen Teilen des Bistums sind herzlich eingeladen,
am diesjährigen «dreifachen Fest» in Sitten teilzunehmen.
Ebenso sind alle Pfarreien eingeladen, in ihren Pfarreien das Fest mitzufeiern
und so die lebendige Verbundenheit der Ortskirchen mit der Mutterkirche
des Bistums zu bekunden.
In diesem Jahr können fünf Priester, die im Bistum Sitten tätig
sind, ihr 25jähriges Priesterjubiläum feiern. Es sind dies: Anton
Carlen, Pfarrer in Fiesch, Hans Berger SVD, Pfarrer in Erschmatt, Bernard
Dussex, in St-Léonard, Willi Delétroz, Sitten, und Dominique
Gross c.r., Dekan und Pfarrer in Leysin.
Das 50jährige Priesterjubiläum können Domherr Emil Tscherrig,
Sitten, Anselm Zenzünen, Fiesch, Rémy Aymon, Sitten, und Georges
Delavy c.r., Vikar in Martinach, feiern.
Der Bischof und der Bischofsrat danken allen Jubilaren herzlich für
ihren unermüdlichen Einsatz im Weinberg unseres Herrn Jesus Christus
und gratulieren von Herzen.
1. Die Antependien mit den drei Symbolen der Dreifaltigkeit können
am 12. Oktober 1997 nach der Feier im Bischofshaus abgeholt werden.
2. Mitte Oktober 1997 werden alle Pfarreien einen Prospekt für
Kerzen erhalten mit verschiedenen Symbolen zum Jubiläum. Eine Bestellkarte
der Kerzenfabrik Müller, Altstätten, wird beiliegen.
3. Ein kleiner Gebetszettel zum Jubiläum 2000 kann im Bildungshaus
St. Jodern, Visp, und bei der Bischöflichen Kanzlei bezogen werden
(Stückpreis Fr. .10).
4. Ein Gebetszettel zu Unserer Lieben Frau von Valeria kann bei der
Bischöflichen Kanzlei gratis bezogen werden.
5. Mitte Oktober 1997 wird ebenfalls ein Plakat zum Christus-Jahr an
alle Pfarreien versandt werden.
Der Bischof von Sitten, Mgr. Norbert Brunner, hat nach Konsultation
der Mitglieder der Konferenz des Dekanates Visp folgende Ernennung
vorgenommen:
Michlig Thomas, Pfarrer von Visperterminen, wird Dekan vom Dekanat Visp.
Pfarrer und Dekan Paul Zinner hat im Sommer die Pfarrei Grächen verlassen,
um die Pfarrei Raron zu übernehmen. Seither war im Dekanat Visp der
Dekanen-Posten vakant.
Diese Ernennung tritt ab sofort in Kraft.
Hans Blötzer, Pfarrer, Langnau
Am 30. September 1997 ist Pfarrer Hans Blötzer unerwartet an den Folgen
eines Bergunfalls gestorben. Hans Blötzer wurde am 20. Dezember 1930
in Ferden geboren. Am 27. Juni 1956 wurde er zum Priester geweiht. Danach
wurde er zum Rektor von Wiler ernannt (19561961) und von 19611962
zum Pfarradministrator von Herbriggen. Ab 1962 stellte er sich in den Dienst
der Diözese Basel und war Vikar in der Dreifaltigkeitspfarrei, Bern,
danach Pfarrer von Spiez, Burgdorf und zuletzt von Langnau. Die Beerdigung
fand am 4. Oktober 1997 in Ferden statt.
P. Augustinus Krommer O.Cist., Hauterive
Am 20. September 1997 ist P. Augustinus Krommer nach einer kurzen Krankheit
während der Mette verstorben. Er stammte aus Prerau (Mähren) und
stand im 95. Lebensjahr, im 34. seiner Profess und im 30. seines Priestertums.
Am 13. Mai 1997 starb auf dem Friedberg in Gossau (SG) Dr. P. Alfons
Böhi nach kurzer schwerer Krankheit. Am 16. Mai wurde er auf dem Friedhof
der Pallottinergemeinschaft in Morschach (SZ) beerdigt.
Alfons Böhi wurde am 20. September 1914 in Au-Fischingen in eine kinderreiche
Bauernfamilie hineingeboren. Arbeit und Gebet, Verantwortung und Rücksichtnahme
waren Grundsätze dieser Familie. Grundsätze, die die Söhne
und Töchter geprägt haben. Eine starke Offenheit für geistliche
Berufe hatte zur Folge, dass drei Schwestern in den Ordensstand traten und
drei Söhne Priester wurden.
Pater Alfons erhielt nach seinem Theologiestudium in Freiburg am 23. Juli
1939 die Weihe als Priester. Bischof Marius Besson erteilte damals die Weihe,
die den jungen Pater befähigte, aber ebensosehr beauftragte, im Weinberge
Gottes zu arbeiten.
Wenn man die verschiedenen Orte des Wirkens von Pater Böhi durchgeht,
fällt auf, dass praktisch die ganze Tätigkeit im Dienste an jungen
Menschen stand. Dazu rüstete er sich besonders durch das Studium der
Psychologie und der Pädagogik, das er an der Philosophischen Fakultät
der Universität Freiburg mit dem Doktorat abschloss. Und so findet
man ihn denn als Lehrer am Studienheim St. Klemens in Ebikon als Leiter
des Schülerheims Thurhof, Oberbüren, als Betreuer der Lehrlinge
im Lehrlingsheim in Ebikon. An diesen Orten hat er seine tiefe Liebe, aber
auch seine Verantwortung jungen Menschen gegenüber gezeigt.
Er war nicht der Theoretiker. Er kannte das Leben des Alltags, die Sorgen
und Nöte der jungen Menschen, die Sehnsucht nach Verstandenwerden und
stiller Hilfe. So stand er den Jugendlichen als eine Art grosser Bruder
bei, gab Linien und Wege, aber auch Begleitung mit. Wie mancher Gang zu
den Behörden, zu Pflegeeltern, zu Wohltätern und Mitbrüdern
hat Pater Alfons gemacht! In stillen Stunden hat er die Kraft dazu bei Gott
und bei der Mutter des Herrn geholt.
19821990 stellte er sich der Provinz der Schweizer Pallottiner als
Provinzial zur Verfügung. Sein Vorgänger, Pater Killian Rosenast,
musste vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgeben. Die
Situation war nicht leicht: Grosse Aufgaben waren mit einer kleinen und
älter gewordenen Schar von Mitbrüdern zu lösen. Pater Böhi
hat sie mutig angepackt. Manchmal auch mit damals neuartigen Ideen, die
nicht immer von allen verstanden wurden. Auch auf dem neuen Arbeitsfeld
war ihm kein Dienst zu gering. Jedem einzelnen nachzugehen und Rat und Hilfe
anzubieten, war für ihn selbstverständlich.
Nach dem Rücktritt als Provinzial betreute er mit grossem Eifer als
Pfarradministrator die Pfarrei Niederbüren (SG). Leider zwang ihn ein
Augenleiden, das zur Erblindung führte, diesen Dienst bald aufzugeben.
Fortan lebte er auf dem Friedberg in Gossau (SG).
57 Jahre Priester im Geiste Vinzenz Pallottis: das hiess für den Verstorbenen,
offen zu sein für die Anliegen Gottes und der Menschen. Das hiess,
zu den Menschen zu gehen, um ihnen Gnade und Licht vom Himmel zu bringen.
Das hiess, die Kräfte zu mobilisieren und zu verbrauchen, überall
dort, wo Not auftauchte, Fragen zu lösen waren, ein Dienst Linderung
und Freude bringen konnte.
Mitbrüder, Angehörige und ehemalige Schüler hoffen für
ihn, dass Gottes Freude ihn nun erfülle zum Dank für die
Freude, die er denen bereitete, die ihn liebten.