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Amtlicher Teil |
Das Liturgische Institut der deutschsprachigen Schweiz bittet alle, die seine Dienste in irgendeiner Form in Anspruch nehmen, seine neue Adresse und die neue Telefonnummer zu beachten: Wiedingstrasse 46, 8055 Zürich, Telefon 01-4510487.
Anton Pomella
Montag, den 22. September 1997.
11.15 Uhr Konzelebration in der unteren Ranftkapelle; Ansprache: Bischof
Amédée Grab, Freiburg.
Mittagessen im Hotel Paxmontana, Flüeli.
14.45 Uhr Beichtgelegenheit in der Pfarrkirche Sachseln.
15.30 Uhr Vesper am Grab von Bruder Klaus in Sachseln.
Anmeldung bis Mittwoch, 17. September 1997.
Auskunft, Prospekte und Anmeldungen: Wallfahrts-Sekretariat, Dorfstrasse
11, 6072 Sachseln, Telefon 041-6604418, Fax 041-6604445.
Die IKB-Jahrestagung findet statt am 24./25. Oktober 1997 (Freitag, 10.00
Uhr, bis Samstag, 14.00 Uhr im SJBZ Einsiedeln.
Es wird uns darum gehen, miteinander Wege nach innen zu gehen, um die Kraftquellen
unseres Christseins aus Taufe und Firmung neu zu erschliessen für ein
berufliches Engagement im Dienste des Evangeliums und der Menschen von heute.
Der Pastoraltheologe Prof. Dr. Leo Karrer, Freiburg, wird mit einem Impulsreferat
in die Tagung einführen. Im weiteren werden erprobte «Arbeitsmodelle»
vorgestellt zu: Glaubenserneuerung, Pfarrei-Glaubenswochen, Religions- und
Begegnungstage mit Schüler(inne)n, Exerzitien im Alltag...
Eingeladen sind Mitglieder des IKB-Vereins; Mitglieder der Bistums- und
Regionalgruppen; Vertreterinnen und Vertreter aus Orden und Gemeinschaften
und alle, die sich angesprochen fühlen, die Sorge um kirchliche Berufe
mitzutragen.
Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an: Arbeitsstelle Information Kirchliche Berufe, Hofackerstrasse 19, 8032 Zürich, Telefon 01-3818887.
Die auf 1. Januar 1997 vakante Pfarrstelle von Zufikon (AG) wird für einen Pfarrer zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Interessenten melden sich bitte bis zum 30. September 1997 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn.
An der von der Diözesanen Katechetischen Arbeitsstelle und dem Katechetischen Institut in St. Gallen organisierten ökumenischen Jahrestagung zum Thema «Religiöse Sprachlehre» für die Lehrkräfte der Unter- und Mittelstufe des Kantons St. Gallen am 3. September 1997 nahmen 640 Frauen und Männer teil. Der deutsche Religionspädagoge Hubertus Halbfas gab eine grundlegende Einführung in einen zentralen Aspekt des neuen, von ihm stark geprägten Lehrplanes Religion. Schwerpunkte waren: Metaphorische Sprache (einschliesslich Gleichnisse), Symbol und symbolische Sprache, Legende und Historie, Mythos und Logos.
Im neugegründeten Seelsorgeverband Bütschwil-Ganterschwil ist der im November 1996 zum Ständigen Diakon geweihte Ferenc Farkas-Rüttimann am 19. August 1997 zum Pfarreibeauftragten gewählt worden. Im Mai war er von Schmerikon, wo er zwei Jahre als Pastoralassistent tätig war, nach Ganterschwil gezogen. Pfarradministrator von Ganterschwil ist der Bütschwiler Pfarrer Josef Buchmann.
Mit einer eindrücklichen Feier in Kirche und Pfarrsaal wurde Josef Mannhart nach 15 Jahren Pfarrtätigkeit in Buchs von seinen Pfarreiangehörigen und auch von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von den Mitbrüdern der Kroatenmission und der Missione Cattolica verabschiedet. Blauring und Jungwacht überbrachten ihm Liegestühle für seinen dritten Lebensabschnitt, den er in Sargans verbringen wird. Pfarradministrator Erich Guntli erinnerte daran, dass Pfarrer Joma, wie er oft genannt wurde, zu vielen Menschen Kontakt gehabt habe, auch zu vielen in Not. Herzlichkeit und Frohbotschaft seien bei ihm an erster Stelle gestanden. Diese Haltung habe sich auch im guten ökumenischen Miteinander ausgedrückt.
Am Bettag, 21. September, 12.30 bis 19.30 Uhr, findet in der Offenen Kirche St. Leonhard der fünfte Ökumenische Jugend-Begegnungs-Tag statt. Zum Motto «Mach Platz!» gibt es rund 30 Ateliers, die Begegnungen mit einem Strafgefangenen, mit Blinden und Drögelern, mit einer HIV-positiven Person, mit Asylbewerber(inne)n, mit Menschen am Rand und Spitzensportlern ermöglichen. Für sie alle soll Platz geschaffen werden. Die Ateliers laden aber auch ein zu Auseinandersetzungen mit Arbeitsplätzen in der Kirche, mit der geplanten neuen Kantonsverfassung, mit der Drogeninitiative, Gentech, einem Leben in der psychiatrischen Klinik, mit Jugendarbeitslosigkeit, Scientology und sexueller Ausbeutung von Jugendlichen usw. Bevor die Band «On the road» das Begegnungsfest eröffnet, treffen sich die Jugendlichen zum Jugend-Gottesdienst mit dem Thema «Überflüssig Überfluss?!» Veranstalter: Evangelische und Katholische Jugendseelsorger/-innen, Junge Kirche Zwinglibund, Blauring, Jungwacht, Pfadi, Pfarrei-Bibelgruppen Immanuel, Schönstatt, CVJM, akj Uznach, Gossau und St. Gallen, AJD-Arbeitsstelle für Jugendfragen und Diakonie, DAJU-Diözesane Arbeitsstelle für Jugendseelsorge.
Als Bischof Ivo Fürer seine erste Vikarstelle antrat, gab es noch keine Pfarreisekretärinnen. Mittlerweile hat er sie als sehr geschätzte Mitarbeiterinnen in der Kirche kennengelernt, nicht nur weil sie Ordnung in die Führung der Kirchenbücher gebracht haben oder weil er von ihnen meist schneller die gewünschte Antwort erhält als vom Seelsorger. Im Rahmen der von Ordinariatsmitglied Paul Hutter, zuständig für Fortbildung und Beratung, initiierten Begegnungstage waren kürzlich 63 Pfarreisekretärinnen und zwei Pfarreisekretäre Gast beim Bischof. Sie würden, sagte er, wie die Sakristane und Sakristaninnen wesentlich zum Klima der Kirche beitragen. Weil das Emotionale oft eine grössere Rolle spiele als der Katechismus, sei es sehr wichtig, wie sie den Menschen, die ins Pfarrhaus kämen oder telefonierten, begegneten. Im Kontakt mit ehrenamtlich in der Kirche arbeitenden Frauen und Männern hätten die Pfarreisekretärinnen oft auch das feinere Empfinden als Seelsorger, spürten, wie nötig dort eine Aufmerksamkeit, hier eine Anerkennung wären. Wie sehr die Pfarreisekretärinnen als meist erste Ansprechpartnerinnen gefordert sind, zeigte ihr Fragenkatalog (Kirchenaustritte, Beerdigung von Leuten, die aus der Kirche ausgetreten seien, Geschiedenenpastoral, Krankensalbung, Taufe, Schwangerschaftsabbruch, Priestermangel, Wortgottesfeier usw.).
In seinem 93. Altersjahr starb am 22. Mai 1997 der Senior des Stiftskapitels
St. Michael in Beromünster, Kanonikus Karl Vogel. Mit ihm ging der
älteste Luzerner Priester in die Ewigkeit ein.
Der Verstorbene wurde am 13. Dezember 1904 als Sohn der Gerichtsschreiberfamilie
Vogel in Schüpfheim geboren. In der Entlebucher Amtsmetropole verlebte
er eine glückliche Jugend. Nach dem Besuch der heimatlichen Schulen
durchlief er zunächst zwei Gymnasialklassen in Sarnen; dann wechselte
er 1921 nach Engelberg, wo er 1927 die Maturität bestand; zu seinen
Klassengenossen zählten P. Rudolf Keller sowie die spätern Benediktiner
P. Flurin Maissen (Disentis) und P. Bertrand Zuber (St. Ottilien). Im Hochtal
war in ihm die Berufung zum Priester gereift. So trat er, zusammen mit seinen
Entlebucher Klassengenossen Alois Amrein und Josef Duss, ins Diözesanseminar
in Luzern ein. Nach dem Weihekurs in Solothurn erteilte Bischof Josef Ambühl
den 17 Alumnen im Sommer 1932 die Weihe. In Schüpfheim feierte er Primiz.
Als Vikar seiner Nachbargemeinde Hasle holte er sich, unter Pfarrer Fuchs,
eine breite Seelsorgeerfahrung. Sieben Jahre hielt er Hasle die Treue. Im
Jahre 1939, kurz vor Ausbruch des Weltkrieges, wurde er zum Pfarrer der
Berggemeinde Menzberg berufen. Volle 30 Jahre leistete er in diesem weitverzweigten
Sprengel hervorragende Arbeit. Pfarrer Vogel war für den Einsatz stets
bereit, für die Jugend, die Betagten und die Kranken. Kein Gehöft
war ihm für einen Besuch zu abgelegen, kein Weg zu beschwerlich, keine
Nachtstunde ungelegen. Das nagte aber auch an seinen Kräften. So bewarb
er sich 1969 um ein Kanonikat am Stift Beromünster. Er zog mit seiner
Schwester ins Pfrundhaus «zur Alten Sekretarie» ein. Seine Aufgaben
am Stift, Gottesdienst und Chorgebet, nahm er ernst. Einige Jahre diente
er als Zeremonienmeister.
Karl Vogel war ein begeisterter StVer. «Spatz» wurde als Angelomontaner
1925 am Zentralfest in Baden in den Verein aufgenommen. Er trug später
mit Stolz das rot-weiss-grüne Band und die rote Mütze der «Waldstättia».
Jahrelang diente ihm die Schwester als Haushälterin. Nach deren Tod
bat er um Aufnahme ins Alters- und Pflegeheim Beromünster. Hier fühlte
er sich bestens aufgehoben und war dankbar für jeden Besuch. Still
für sich zelebrierte er bis zum Tod in seinem Zimmer die heilige Messe
und verrichtete das Breviergebet.
28 Jahre verbrachte er in Beromünster einen wohlverdienten, geruhsamen
Lebensabend. Nun kehrte er zu dem heim, welchem er während eines langen
Priesterlebens so treu gedient hatte.