SKZ 36/1997

INHALT

Amtlicher Teil

Alle Bistümer

Bettagsopfer für die Inländische Mission

Das Zusammenstehen und die gegenseitige Hilfe standen am Anfang der Eidgenossenschaft und waren immer wieder wichtige Werte in ihrer Entwicklung. Von daher war es auch sehr sinnvoll, dass seit über 100 Jahren am Eidgenössischen Bettag das Opfer für die Inländische Mission aufgenommen wird, also für jenes Hilfswerk, dessen Aufgabe es ist, den Pfarreien und Seelsorgern unseres Landes zu helfen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind. Ursprünglich waren dies vor allem Diasporapfarreien. In den letzten Jahrzehnten benötigten jedoch immer mehr auch Pfarreien in wirtschaftlich schwächeren Regionen der Schweiz, vor allem in Berggebieten, eine solche freundeidgenössische Unterstützung. Durch diese sinnvolle Form des freiwilligen Finanzausgleichs kann ihnen wenigstens teilweise geholfen werden.
Weil dieses Opfer für die Inländische Mission ein aufschlussreicher Gradmesser der landesweiten Solidarität in unserer Kirche ist, halte ich es für ein wichtiges Opfer. Ich bitte alle katholischen Mitchristen und insbesondere die Pfarreiverantwortlichen, sich für dieses Anliegen engagiert einzusetzen. Wenn dieses Opfer aus einem einleuchtenden Grunde nicht am Bettag selbst aufgenommen werden kann, möge man doch einen anderen geeigneten Sonntag dafür vorsehen.

+ Kurt Koch
Bischof von Basel


Bistum Basel

Amtsantritt

Am 1. September 1997 hat Herr Diakon Hans-Rudolf Häusermann seine Aufgabe als Pastoralamtsleiter der Diözese Basel begonnen. Er tritt die Nachfolge von Domherr Dr. Max Hofer an, der seit Beginn dieses Jahres als Regionaldekan in der Bistumsregion Kanton Luzern tätig ist.

Ernennung

Am 28. August 1997 hat Herr Bischof Dr. Kurt Koch Herrn Dekan Rudolf Rieder, Pfarrer in Aarau, zum neuen Regionaldekan der Bistumsregion Kanton Aargau ernannt. Er tritt die Nachfolge von Herrn Pfarrer Hans-Peter Schmidt an, der als Kantonaldekan auf den 30. September 1997 demissioniert hat.
Rudolf Rieder beginnt seine neue Aufgabe in Zusammenarbeit mit dem theologischen Mitarbeiter, Herrn Dr. Odo Camponovo, am 1. Januar 1998.

Stellenausschreibung

Die vakante Pfarrstelle von St. Urban im Seelsorgeverband Pfaffnau-St. Urban wird für einen Gemeindeleiter/eine Gemeindeleiterin zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Interessenten melden sich bitte bis zum 23. September 1997 beim diözesanen Personalamt, Baselstrasse 58, 4501 Solothurn.

Wahlen und Ernennungen

Albert Blum-Kolb, bisher im Missionseinsatz in Bolivien, auf den 30. August 1997 zum Gemeindeleiter von Waltenschwil (AG);

Jan Bernadic, bisher Vikar in Sursee, auf den 31. August 1997 zum Pfarrer von Dulliken (SO);

Stefan Schmitz-Güttinger, bisher Pastoralassistent in der Pfarrei St. Karl, Luzern, auf den 31. August 1997 zum Gemeindeleiter der Pfarrei Oberkirch (LU) im Seelsorgeverband Nottwil-Oberkirch;

Werner Läuchli, auf den 31. August 1997 zum Pfarradministrator von Ramsen-Stein am Rhein.

Ernennungen: Sommermutationen 1997 (Stand Ende August)

Priester

Elsener Urs, bisher Diakon in der Pfarrei Neuhausen, zum Vikar dieser Pfarrei;

Essig Stefan, bisher Diakon in der Pfarrei Berikon im Seelsorgeverband Berikon-Rudolfstetten-Eggenwil/Widen-Oberwil (LU)/Lieli, zum Vikar dieser Pfarrei;

Jeannerat Dominique, bisher Subregens des Priesterseminars St. Beat, Luzern, zum Spiritual des Priesterseminars St. Beat, Luzern;

Kemmler Stefan, bisher Diakon in Pratteln, zum Vikar der Pfarrei Neuhausen (SH);

Kutter Markus, Vikar in der Pfarrei Neuhausen (SH), zum Spitalpfarrer am Kantonsspital Schaffhausen;

Rey Thomas, Assistent an der Theologischen Fakultät Luzern, zum priesterlichen Mitarbeiter in der Pfarrei St. Maria, Luzern;

Schmid Roland, bisher Seelsorger am Maximilianeum, Zürich, zum Vikar der Pfarrei St. Franziskus, Kriens (LU);

Wasmer Hanspeter, bisher Vikar in Reiden, zum Subregens des Priesterseminars St. Beat, Luzern.

Theologen/Theologinnen

Casper-Meier Elsbeth, bisher Mentorin an der Universität Freiburg, zur Erwachsenenbildnerin auf der Stelle für Bildungsarbeit der katholischen Gesamtkirchgemeinde Biel;

Fischer-Hollerbach Dorothee zur Pastoralassistentin der Pfarrei Aarau;

Fischer-Hollerbach Franz zum Pastoralassistenten der Pfarrei Aarau;

Frei-Böbel Wieland, bisher Pastoralassistent in Ins-Täuffelen, zum Pastoralassistenten der Pfarrei Kleindöttingen (AG);

Frey Thomas zum Pastoralassistenten der Pfarrei Dottikon (AG);

Inderst Thomas zum Pastoralassistenten der Pfarrei Wohlen (AG);

Kloth Ursula, bisher Pastoralassistentin in Horw, zur Pastoralassistentin in Brugg-Nord (AG);

Kückelmann Barbara, bisher Pastoralassistentin in der Pfarrei St. Peter und Paul, Allschwil (BL), zur Erwachsenenbildnerin im Dekanat Aarau und zur Pastoralassistentin in der Pfarrei Zofingen (AG);

Lenfers Bernd zum Pastoralassistenten der Pfarrei St. Paul, Luzern;

Peter Anton zum Pastoralassistenten der Pfarrei Turgi (AG) im Seelsorgeverband Gebenstorf-Turgi-Birmenstorf;

Strobel Zurkinden Regula zur Verantwortlichen für die Frauenarbeit auf der Stelle für Bildungsarbeit im Rahmen der Erwachsenenbildung der katholischen Gesamtkirchgemeinde Biel (BE);

Wohland Andrea zur Pastoralassistentin der Pfarrei Schöftland (AG).

Berufseinführung 1997/99

Ambühl Roman zum Pastorassistenten der Pfarrei Baar (ZG);

Braun Sylvia, bisher Pastoralassistentin in Therwil, zur Pastoralassistentin der Pfarrei Binningen (BL);

Bucher-Mühlebach Roland zum Pastoralassistenten der Pfarrei Pfaffnau (LU);

Bütler-Staubli Felix zum Pastoralassistenten der Pfarrei St. Paul, Luzern;

Dermon Claudia zur Pastoralassistentin der Pfarrei St. Peter und Paul, Allschwil (BL);

Gander-Thür Gregor zum Pastoralassistenten der Pfarrei Sursee (LU);

Gmür Felix zum Pastoralassistenten der Pfarrei St. Anton, Basel;

Lang Eugénie zur Pastoralassistentin der Pfarrei Ins-Täuffelen (BE);

Odermatt-Stocker Othmar zum Pastoralassistenten der Pfarrei St. Maria, Luzern;

Schmitt Christoph zum Pastoralassistenten der Pfarrei Baar (ZG);

Trüssel Erika zur Pastoralassistentin der Pfarrei St. Mauritius, Emmen (LU);

Weibel-Della Chiesa Anita zur Pastoralassistentin der Pfarrei Rotkreuz (ZG);

Wiederkehr Christoph zum Pastoralassistenten der Pfarrei Münchenstein (BL).

Katecheten

Von Arx Martin zum Katecheten in der Pfarrei Windisch-Birrfeld (AG);

Brantschen Moosbrugger Sabine zur Jugendseelsorgerin im Dekanat Liestal;

Gander-Thür Irene, bisher Katechetin in Wolhusen, zur Katechetin in der Pfarrei Sursee (LU);

Koch Felix zum Katecheten in der Pfarrei Ruswil (LU).


Bistum St. Gallen

Dekanenkonferenz

An der Dekanenkonferenz, die jeweils beim Mittagessen auch Raum offen lässt für einen geschätzten persönlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch der Dekane untereinander und mit Bischof Ivo Fürer, wurden unter anderem Personalfragen diskutiert. Bei der Besetzung neuer Stellen sollen die Dekane vom Personalchef noch stärker miteinbezogen und statt Einzellösungen sollten vermehrt Teamlösungen angestrebt werden.
Aufgrund der gemachten Erfahrungen mit den Pastoralgesprächen im Zusammenhang mit den Firmspendungen durch Bischof Ivo Fürer in den Dekanaten Sargans und St. Gallen werden P. Josef Rosenast und Josef Raschle von den Dekanaten Gossau und Appenzell zusammen mit dem Bischof in nächster Zeit das weitere Vorgehen für 1998 festlegen. In den Medien soll der Bischof als Firmspender im Dekanat nur einmal von allen Pfarreien zusammen willkommen geheissen werden.
Das neue Kirchengesangbuch wird an Allerheiligen 1998 mit einem Fernsehgottesdienst vorgestellt. Die Einführung in den Pfarreien könnte mit dem neuen Kirchenjahr 1998/99 beginnen. Die Dekanate planen dazu Weiterbildungstage im nächsten Jahr. Festgelegt haben sich bereits die Dekanate Gossau, Rorschach und St. Gallen (8.­10. Juni), Sargans und Uznach (15.­17. Juni), Wil-Wattwil, Appenzell (22.­24. Juni).

"thema 1997/98". Blätter zur Erwachsenenbildung im Bistum St. Gallen

Mit dem neuen "thema"-Heft wollen die Diözesane Caritasstelle, die Arbeitsstelle Partnerschaft ­ Ehe ­ Familie und die Bibelpastorale Arbeitsstelle einerseits ihre Arbeit sichtbar machen und andrerseits ist es so aufgebaut, dass es als Werkzeug zur Erwachsenenbildung dient. Es werden Projekt-Ideen vorgestellt, die tel quel übernommen oder weiterentwickelt werden können. Die zeitlich und inhaltlich nicht fixierten Angebote richten sich an pfarreiliche und/oder regionale Gruppierungen. "Glauben in Gemeinschaft ­ zum Beispiel in der Diakonie" lautet da ein Titel für drei Abende zur Standortbestimmung und zum Neuaufbruch im Rahmen des Bistumsprozesses, "Solidarität mit Langzeitarbeitslosen" ein anderer. Bibelabende für Pfarreien werden unter den Titeln "Das Buch mit sieben Siegeln", "Jesus begegnet Kranken und Behinderten" oder "Salome und Maria" angeboten. "Muss Ehe langweilig werden?" oder "Ich gebe ­ also bin ich! Die Verwechslung von Geliebt- mit Gebraucht-werden" oder "Wenn die eigenen Eltern älter werden" sind weitere Vortrags- und Diskussionsangebote. Das Heft enthält auch feste Veranstaltungen der drei Arbeitsstellen und den Tip, dass es sinnvoll ist, wenn sich verschiedene Institutionen und Vereine zusammentun und Anlässe zusammen ausschreiben, weil an einigen Orten eher zuviel als zuwenig angeboten wird.

"Tag der Gemeinschaften"

Die klösterlichen Gemeinschaften und Laienbewegungen des Bistums St. Gallen, die sich seit dem Bistumstreffen 1987 alljährlich an einem "Tag der Gemeinschaften" zu Austausch und Gebet treffen, wollen das Treffen im Jahr des Bistumsjubiläums offener anlegen. Zum "Tag der Gemeinschaften" am Samstag, 13. September 1997, im Klosterbezirk St. Gallen sind daher alle eingeladen, die sich um einen wachen Glauben und eine lebendige Kirche sorgen. Das Treffen steht im Zeichen von Emmaus und beginnt mit einem Wortgottesdienst um 10.30 Uhr in der Kathedrale. Nach der Mittagspause ist um 14 Uhr Mittagsgebet und von 14.30 bis 16.30 Uhr Anbetung mit Segnung in der Kathedrale. Verschiedene Angebote werden von 15.30 bis 17 Uhr im Pfarrheim Dom offeriert. Die Eucharistiefeier mit der Dompfarrei um 17.30 Uhr beschliesst den Tag.

Eine Christologie: Für Christen und Juden verstehbar?

Die Herbsttagung des Diözesanverbandes des schweizerischen Katholischen Bibelwerkes 1997 und der Arbeitsstelle für kirchliche Erwachsenenbildung der evangelisch-reformierten Kirche St. Gallen findet am Montag, 15. September, im Pfarrheim St. Gallen-St. Fiden statt und am Mittwoch, 17. September, im katholischen Pfarreiheim in Jona, jeweils von 9.30 bis 16.30 Uhr. Der Referent ist Prof. Dr. Clemens Thoma, Luzern, Leiter des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung. Unter dem Titel "Eine Christologie: Für Christen und Juden verstehbar?" misst und erprobt der renommierte Judaist die christliche Lehre über Jesus an der jüdischen Geschichte und an jüdischen Auffassungen. Der engagierte Verfechter des Christlich-Jüdischen Dialogs ist der Verfasser einer "Christlichen Theologie des Judentums".


Bistum Lausanne, Genf, Freiburg

Bischöfliche Funktionen

Wer für 1998 bischöfliche Dienste beanspruchen möchte, wie Firmungen, Weihen, Jubiläen usw., möge dies bis 30. September 1997 der Bischöflichen Kanzlei melden.

Stellenwechsel

Wer für 1998 in bezug auf Ort oder Einsatz seinen Dienst wechseln möchte, soll vor dem 1. November 1997 mit dem Bischof oder dem Bischofsvikar Kontakt aufnehmen.


Bistum Sitten

Im Herrn verschieden

Emil Imboden, Alt-Dekan, Naters
Am 22. August 1997 ist Alt-Dekan Emil Imboden in der Alterssiedlung Sancta Maria in Naters gestorben. Emil Imboden wurde am 20. Mai 1915 in Naters geboren. Am 25. Juni 1939 wurde er in Sitten zum Priester geweiht. Danach wurde er zum Rektor von Glis ernannt (1939­1957). Von 1957 bis 1983 war er Pfarrer von Stalden. Ebenso war er Präses der Jungwacht (1956­1967). Von 1969 bis 1983 war er Dekan des Dekanates Visp. Seit 1983 lebte er in Naters im Ruhestand. Emil Imboden wurde am 26. August 1997 in Naters beerdigt.


© Schweizerische Kirchenzeitung - 1997