Gebete gegen Homosexuelle – Gegendemonstration zur Gay Pride 05 in Luzern

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[GARa=8/]Um 13 Uhr, pünktlich zur Eröffnung der Gay-Parade in Luzern, begann auch die Priesterbruderschaft Pius X. ihren Protest gegen die Schwulen und Lesben. Unter der Führung von Priestern in Soutanen, Chorröcken und Stolen beteten die knapp 100 meist jungen Protestierer den Rosenkranz.

Für den Luzerner Stadtpräsidenten Urs W. Studer ist es, wie er sagte, selbstverständlich, dass neben den Schwulen und Lesben auch die «Eiferer» die Möglichkeit erhalten, ihre Überzeugung öffentlich auszudrücken.

Priesterbruderschaft St. Pius X.

Die ultrakonservative Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde vom französischen Bischof Marcel Lefèbvre (1905–1991) gegründet. Ihre Anhänger widersetzen sich wesentlichen Beschlüssen des 2. Vatkanischen Konzils und feiern die Messe nach dem vorkonziliaren Ritus. 1988 weihte Lefèbvre trotz päpstlichen Verbots vier Priester zu Bischöfen. Dieser Akt wurde von Papst Johannes Paul II. als schismatischer Akt verurteilt.

Papst Pius X. (1903–1914) hebt sich von andern Päpsten der Neuzeit vor allem dadurch ab, dass er nach Pius V. (gestorben 1572) der erste und bislang auch letzte Papst war, der heilig gesprochen wurde. Nach seinem Vorgänger Leo XIII., der als Begründer der katholischen Soziallehre gilt und wegen seines Engagements beim Volk überaus beliebt war, bestand die herausragendste Leistung von Pius X. in der Einführung des so genannten Antimodernisteneids, den Priester noch bis 1967 abzulegen hatten.

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