Papst Leo XIV. fordert klare Regeln für Künstliche Intelligenz

Bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz nimmt der Papst die Politik in die Pflicht. Leo XIV. fordert klare Regeln und warnt vor möglichen Gefahren auch für Familien.

Severina Bartonitschek

(CIC) Papst Leo XIV. hat internationale Politiker dazu aufgerufen, die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) verantwortungsvoll zu gestalten. «Eine solide Gesetzgebung sollte wissenschaftliche und technologische Kreativität fördern und gleichzeitig die grundlegenden Menschenrechte und Freiheiten schützen», sagte Leo XIV. am Freitag bei einem Treffen mit katholischen Parlamentariern im Vatikan.

Zum Schutz von Nutzern und Demokratie brauche es klare rechtliche Rahmenbedingungen, unabhängige Aufsicht, Bildung und ein politisches System, das sich seiner Verantwortung stelle, sagte der Papst. Auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene müssten gemeinsame Standards entwickelt werden. Zugleich müsse verhindert werden, dass eine einzelne Ideologie oder ein einzelnes Interesse die Werte bestimmt, die in KI-Systemen verankert sind.

Schutz der Familie

Leo XIV. warnte zudem davor, dass KI die Familie als Grundzelle der Gesellschaft untergraben könnte – «sei es, indem Menschen und Beziehungen auf Daten und Simulationen reduziert werden, indem junge Köpfe mit Inhalten überflutet werden, die das Verlangen verzerren, oder durch Wirtschaftsmodelle, die das Familienleben wirtschaftlich unsicher machen». Er appellierte an die Parlamentarier, politische Massnahmen zur Stärkung von Ehe und Familie zu fördern und jungen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen.

An dem Treffen nahmen Mitglieder des International Catholic Legislators Network teil, einer weltweiten Vereinigung katholischer Parlamentarier. Einer der Schirmherren des Netzwerks ist der frühere Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn.


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