Die Stadt Luzern informiert jedes Jahr Seniorinnen und Senioren über ein präventives Angebot zum Schutz vor Hitzewellen. Dieses Jahr hat sie dem Brief erstmals eine Stadtkarte mit kühlen Orten beigelegt – darunter auch Kirchen.
Barbara Ludwig
Bereits zum fünften Mal lanciert die Stadt Luzern das «Präventions- und Beratungsangebot für vulnerable ältere Personen während Hitzewellen». Einwohnerinnen und Einwohner über 75 Jahre, die nicht in einer Institution leben, hat sie in einem Brief darüber informiert.
Insbesondere für ältere Menschen könnten Hitzetage mit Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr zu ernsthaften gesundheitlichen Belastungen führen, begründet die Stadt ihr Präventionsangebot.
In diesem Jahr hat Luzern dem Schreiben eine Stadtkarte mit 36 Räumen und weiteren Aufenthaltsorten beigelegt, die bei Hitze als Rückzugsräume dienen können. Es handelt sich um Cafés, Restaurants, Bibliotheken und um Kirchen. Zur Karte gehört auch eine Liste mit den jeweiligen Adressen und Öffnungszeiten.
Von den 13 auf der Karte verzeichneten Gotteshäusern handelt es sich mehrheitlich um katholische Kirchen, aber auch einige reformierte. Die Katholische Kirche der Stadt Luzern, zu der acht Pfarreien gehören, ist informiert. Die Liste der katholischen Räumlichkeiten sei in Zusammenarbeit mit der Kirche erstellt worden, teilt Mediensprecherin Ingrid Schmid mit. Man begrüsse diese Karte und dass darauf Kirchen aufgeführt sind. Als kühle Orte bezeichnet werden etwa die Jesuitenkirche und die Hofkirche.
«Spezifisch für diese Menschen gibt es keine Angebote – ausser natürlich den Raum als Erlebnis an sich.»
Gibt es in der aktuellen Hitzeperiode Angebote gerade für Menschen, die diese Orte wegen der Kühle aufsuchen, etwa Getränke oder spezielle Gebetsanlässe? «Spezifisch für diese Menschen gibt es keine Angebote – ausser natürlich den Raum als Erlebnis an sich, für Stille, Begegnung und Gemeinschaft. In unseren Kirchen läuft fast immer etwas», antwortet Schmid.
Die Seelsorgenden sind zwar nicht immer im Kirchenraum präsent, dafür aber im Pfarreizentrum, wo man läuten könne – und dies nicht nur an Hitzetagen. «Sie laden die Menschen, die ein Gespräch suchen, selbstredend auch zu einem Glas Wasser ein», versichert die Mediensprecherin.
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