Bei Vorbereitungsarbeiten für das Sommerlager der Jubla Horw kam es in Eich im Kanton Luzern zu einem schweren Unfall: Eine 19-Jährige verunglückte tödlich. Ein 25-Jähriger wurde schwer verletzt und musste ins Spital geflogen werden. Die Jungwacht Blauring Horw hat inzwischen entschieden, das Sommerlager aufgrund des Vorfalls abzusagen. Die Kantonspolizei ermittelt noch nach den genauen Ursachen für den Unfall.
Wolfgang Holz
Die Schulferien stehen vor der Tür. Viele Kinder und Jugendliche freuen sich schon auf ihre Zeit im Lager. Und nun dieser Schock: Wie die Luzerner Polizei am Donnerstagnachmittag informierte, kam es bei Vorbereitungsarbeiten für ein Ferienlager in Eich LU zu einem schweren Unfall. Dabei wurde eine 19-Jährige tödlich verletzt, ein 25-Jähriger musste schwer verletzt mit einem Helikopter von Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen werden. Auch ein Rega-Helikopter stand vor Ort zeitweise im Einsatz.
«Aus Pietätsgründen können wir nichts Detaillierteres zum Hergang des Unglücks sagen», erklärt Simon Kopp, Informationsbeauftragter der Staatsanwaltschaft Luzern und Kommunikationsverantwortlicher der Kantonspolizei Luzern, gegenüber kath.ch. Es gebe auch noch keine neuen Erkenntnisse.
Hat der Unfall etwas mit dem grossen Holzturm auf dem Lagergelände zu tun? Kopp: «Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nur so viel sagen: Der Unfall ereignete sich bei Aufbauarbeiten von Infrastruktur.» Man werde zu gegebenem Zeitpunkt weiter über das Unglück informieren.
Ein Holzturm gehört zu den traditionellen Bauwerken, die von der Jubla Horw im jährlichen Sommerlager aufwändig errichtet werden. Die Internet-Seite der Jungwacht Horw wurde vorübergehend deaktiviert.
Die Jungwacht Blauring Schweiz bestätigte später, dass es bei den Vorbereitungen für das Sommerlager der Jubla Horw LU zum tödlichen Unfall gekommen sei.
«Unser tiefstes Mitgefühl gehört den Angehörigen, den beteiligten Jugendlichen sowie allen, die von diesem Ereignis berührt sind. Der Schutz und das Wohlbefinden aller Beteiligten haben für uns jetzt höchste Priorität. Die Jubla Horw prüft aktuell auch, ob das geplante Lager noch durchgeführt wird», teilte Luca Belci, Co-Präsident Jungwacht Blauring Schweiz, am Donnerstag Abend mit. «Aus Rücksicht auf die laufenden Abklärungen bitten wir um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben zu den Umständen und betroffenen Personen machen können.» Wie Belci gegenüber kath.ch mitteilt, konnte der 25-Jährige inzwischen das Spital wieder verlassen.
Nach reichlichen Überlegungen sei inzwischen gemeinsam entschieden worden, so Belci, das Sommerlager der Jungwacht Blauring Horw abzusagen. «Das Leitungsteam will vor Ort den Vorfall gemeinsam verarbeiten und in Ruhe den Abbau der angefangenen Bauten in Angriff nehmen. Die beiden Scharen können es sich zudem vorstellen, in der zweiten Lagerwoche ein freiwilliges Betreuungsangebot und Lagerprogramm für die angemeldeten Teilnehmenden in Horw anzubieten.» Die Eltern sollen noch diesbezüglich noch informiert werden.
Jungwacht Blauring (Jubla) ist mit über 32’000 Mitgliedern der grösste katholische Kinder- und Jugendverband in der Schweiz. Die Jubla ist offen für Kinder und Jugendliche aller Kulturen, Religionen und Konfessionen. Auf Gemeindeebene sind die Vereine in schweizweit 420 Scharen organisiert. Die Gruppenstunden, Scharanlässe und Lager werden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ehrenamtlich geleitet. So leisten die Leitenden der Jubla insgesamt mehr als drei Millionen Stunden Freiwilligenarbeit pro Jahr.
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.kath.ch/newsd/19-jaehrige-stirbt-bei-unfall-fuer-vorbereitungen-eines-jubla-lagers/