Umgestaltung des Kirchplatzes St. Johannes in Zug zur «Piazza» startet im Herbst

Jüngst präsentierte der Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug seinen Jahresabschluss 2025 mit einem satten Plus von 3,7 Millionen Franken – dank üppiger Firmensteuern. Diese gute finanzielle Ausgangssituation ermöglicht auch die Umgestaltung des Kirchplatzes der Kirche St. Johannes.

Wolfgang Holz

Im Oktober beginnen die Umgestaltungsarbeiten bei der Kirche St. Johannes. Die erste Etappe auf dem Kirchplatz und auf der Nordseite sehen eine Murmelbahn, eine Grillstelle sowie diverse Elemente zum Sitzen und Verweilen vor.

Zudem wird der grosse Baum auf dem Platz aus dem Steinbett befreit, um darunter schattige Sitzgelegenheiten zu schaffen. Kinder und Jugendliche sollen in den Herbstferien mitgestalten und mitanpacken können, heisst es in einem Communiqué der Kirchgemeinde der Katholischen Kirche der Stadt.

Kredit von 200’000 Franken

Am 2. Dezember 2025 genehmigte die Kirchgemeindeversammlung einen Kredit von 200’000 Franken für die Umgestaltung des Kirchenareals St. Johannes in Zug. Die Pläne basieren auf einer Machbarkeitsstudie, auf die eine breite Mitwirkung folgte. Das Ziel: Es soll die Aufenthaltsqualität auf dem Kirchplatz St. Johannes gesteigert werden, und das Kirchenareal soll zu einem belebten Treffpunkt im stark wachsenden Herti-Quartier umgestaltet werden.

«Das vorliegende Projekt sieht sowohl Räume für Spiel und Begegnung als auch für Stille, Rückzug und Besinnung vor.»

«Was in südlichen Ländern die Piazza vor der Kirche ist, soll auch in St. Johannes entstehen», erklärt Kirchenratspräsident Patrice Riedo. «Das vorliegende Projekt sieht sowohl Räume für Spiel und Begegnung als auch für Stille, Rückzug und Besinnung vor» erläutert Stefan Hegglin, zuständig für Bauten und Immobilien.

Kugelbahn

In einer ersten Etappe entsteht im Norden eine Kugelbahn. Sie soll Familien mit kleineren Kindern Verweilmöglichkeiten bieten, daneben sind Hängematten und eine Grillstelle geplant. Die Idee dazu stammt unter anderem von der Zuger Pfadi, die seit vielen Jahren in St. Johannes beheimatet ist.

«Wir schaffen einen niederschwellig zugänglichen, öffentlichen Raum, der eine natürliche Erweiterung des bestehenden Kontexts darstellt und zur Belebung und besseren Nutzung der umliegenden Angebote beiträgt», erklärt Gemeindeleiter Bernhard Lenfers Grünenfelder und meint damit auch die neu entstehenden Verbindungswege von der Murmelbahn hinüber zum Spielplatz des Kindergartens St. Johannes, zur grossen Spielwiese hinter der Pfarrwohnung und zurück auf den Kirchplatz.

Kinder dürfen bei Umgestaltung ihre Ideen einbringen

Der grosse Mehrwert aus Sicht der Katholischen Kirchgemeinde für das Quartier ist: Es entstehe zugänglicher Aufenthaltsraum, auch für Kinder ohne Begleitung, da er mitten im Wohnquartier, gleich neben dem Kindergarten und in der Nähe des Schulhauses Herti und des Jugendtreffs liege. Während den Bauarbeiten sollen einzelne Etappen gemeinsam mit den Kindern aus dem Quartier umgesetzt werden. Familiennachmittage und eine offene Baustelle seien. Auch Jugendliche und die Pfadi werden mitbauen.

Der südliche Teil des Kirchplatzes der Kirche St. Johannes soll in einer zweiten Etappe gestaltet werden. Spätestens bis 2028. Die genaue Planung ist noch nicht abgeschlossen.


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https://www.kath.ch/newsd/umgestaltung-des-kirchplatzes-st-johannes-in-zug-zur-piazza-startet-im-herbst/