Aus drei mach eins: Die römisch-katholischen Kirchgemeinden Berikon-Friedlisberg-Rudolfstetten-Bergdietikon, Eggenwil-Widen und Oberwil-Lieli im Kanton Aargau planen den Zusammenschluss zur neuen «Kirchgemeinde am Mutschellen». Bei einer Veranstaltung können sich die Kirchgemeindemitglieder über den letzten Stand der Dinge informieren.
(woz) Nach rund einem Jahr intensiver Arbeit liegen nun alle Grundlagen für die Abstimmung vom 14. Juni vor: Finanzen, Organisation, Immobilien sowie der Zusammenschlussvertrag und die Kirchgemeindeordnung wurden sorgfältig erarbeitet und durch die Landeskirche geprüft, wie die Kirchgemeinden schreiben.
Der Zusammenschluss bietet den drei katholischen Kirchgemeinden die Chance, wie es in der Medienmitteilung heisst, die Kirchgemeinden am Mutschellen langfristig zu stärken und zukunftssicher aufzustellen.
Auch wenn der einheitliche Steuersatz von 17 Prozent, insbesondere für Oberwil-Lieli, Anpassungen bedeute, zeige sich, dass damit eine nachhaltige Lösung für kommende Herausforderungen geschaffen werde. Sinkende Mitgliederzahlen, weniger Freiwillige, Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ämtern sowie steigende Kosten und begrenzte Investitionsspielräume würden neue Wege notwendig machen.
Eine gemeinsame Organisation bündele Kräfte, verteile Aufgaben effizienter und sichere die zukünftige Handlungsfähigkeit, so die drei Kirchgemeinden unisono. Gleichzeitig schaffe der Zusammenschluss finanzielle Stabilität und ermögliche eine verlässliche Planung.
Trotz unterschiedlicher Ausgangslagen könnten zudem Mittel gezielter eingesetzt, Schwankungen besser ausgeglichen und grössere Investitionen gemeinsam getragen werden: «So werden Risiken reduziert und wichtige Projekte langfristig gesichert zum Vorteil aller.»
Die Pfarreien und das kirchliche Leben vor Ort bleiben trotz Fusion unverändert: Gottesdienste, Aktivitäten und Engagement finden weiterhin in den einzelnen Gemeinden statt. Gleichzeitig sorgen gemeinsame Strukturen für einfachere Abläufe, schnellere Entscheidungen und eine spürbare Entlastung für Mitarbeitende und Ehrenamtliche.
«Neu entscheiden alle Stimmberechtigten direkt an einer gemeinsamen Kirchgemeindeversammlung über wichtige Fragen. Der bisherige Kirchgemeindeverband wird aufgelöst. So verbindet der Zusammenschluss starke Organisation mit lebendigen Pfarreien für eine Kirche, die nahe bei den Menschen bleibt und gut für die Zukunft gerüstet ist», heisst es in der Medienmitteilung.
*An der Informationsveranstaltung vom 30. April um 19:30 Uhr im Pfarreizentrum Rudolfstetten können sich Mitglieder und Interessierte umfassend informieren. Das Projektteam stellt die Unterlagen zur Abstimmung vor. Ebenfalls anwesend ist Professor Hans Lichtsteiner, der das Projekt begleitet und Erfahrungen aus anderen Zusammenschlüssen und aus dem Projekt «Fit für die Zukunft» der Landeskirche einbringt.
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