Vatikan spricht mit Israels Botschafter über Zugang zur Grabeskirche

Lange schwieg der Vatikan, nachdem Israel am Palmsonntag den Lateinischen Patriarchen am Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem hinderte. Jetzt folgten ein verhaltener diplomatischer Protest und eine Aussprache.

Ludwig Ring-Eifel (CIC)

Der Vatikan hat sich bei der israelischen Regierung beschwert, nachdem am Palmsonntag in Jerusalem dem höchsten katholischen Kirchenvertreter der Zugang zur Grabeskirche verweigert wurde.

Wie das vatikanische Presseamt am Montagabend mitteilte, haben Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und der Aussenbeauftragte Paul Gallagher gegenüber Israels Botschafter beim Heiligen Stuhl, Yaron Sideman, ihr «Bedauern über den Vorfall zum Ausdruck gebracht».

Zu dem Sachverhalt habe es Klarstellungen gegeben, so die Erklärung weiter. Zudem habe man zur Kenntnis genommen, dass unterdessen zwischen den örtlichen Behörden und dem Patriarchat eine Übereinkunft bezüglich der Teilnahme an den gottesdienstlichen Feiern der Kar- und Ostertage in der Grabeskirche erreicht worden sei.

Sicherheitsvorkehrungen

Am Vortag hatte die italienische Regierung den Botschafter Israels in Italien einbestellt, nachdem Patriarch Pierbattista Pizzaballa von der israelischen Polizei gehindert wurde, die Grabeskirche am Palmsonntag zu betreten. Israels Regierung begründete die Massnahme mit Sicherheitsvorkehrungen wegen des anhaltenden Raketenbeschusses auf Israel.


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