«Triduum Paschale»: Kar- und Ostertage im Kloster Einsiedeln

Abt Urban Federer und die Mönche des Klosters Einsiedeln begehen auch in diesem Jahr die Kar- und Ostertage mit feierlichen Gottesdiensten. Den vom Stiftschor musikalisch bereicherten Hauptgottesdiensten steht jeweils Abt Urban als Zelebrant vor.

(woz) Den Auftakt des «Triduum Paschale», der drei österlichen Tage, bildet der Abend des Hohen Donnerstags, wie das Kloster Einsiedeln schreibt. Dieser ist dem Gedächtnis der Einsetzung der Eucharistie, der Fusswaschung, dem Gebet Jesu im Garten Getsemani, dem Verrat durch Judas und seiner Gefangennahme gewidmet. An diesem Tag wird im Kloster Einsiedeln nur eine einzige Heilige Messe um 19 Uhr gefeiert.

Klosterkirche bleibt die ganze Nacht über offen

Nach dem Gottesdienst wird das Allerheiligste in die Unterkirche gebracht, wo in der Nacht von Donnerstag auf Freitag von 20 bis 6 Uhr Anbetungsstunden gehalten werden. Dadurch wird des Gebets Jesu im Garten Getsemani gedacht und seiner Einladung an die Apostel, bei ihm zu wachen, nachgekommen. Die Klosterkirche bleibt die ganze Nacht über geöffnet.

Gesänge des Einsiedler Stiftschores

Mit der Trauermette um 08.00 Uhr gedenken die Mönche am Morgen des Karfreitags der Gefangennahme, Verspottung und Geisselung Jesu. In der Trauermette erklingt nicht nur das feierlich-ernste Psalmengebet der Mönche und der Gregorianische Choral der Schola, sondern auch Gesänge des Einsiedler Stiftschores. Um 13.30 Uhr startet vor dem Hauptportal der Klosterkirche die Kreuzwegandacht im Freien.

Um 16 Uhr beginnt in der Klosterkirche die Karfreitagsliturgie. Anschliessend an die Feier besteht die Gelegenheit, das Kreuz zu verehren und in der Magdalenakapelle der Grablegung Jesu zu gedenken. Am Heiligen Grab in der Magdalenakapelle wird in Rahmen von Gebetsstunden von 20-24 Uhr der Grabesruhe Jesu gedacht. Die Klosterkirche wird um 24 Uhr geschlossen.

Grabesruhe Jesu

Der Karsamstag ist ein ruhiger Tag, der ganz der Grabesruhe Jesu gewidmet ist. Die Trauermette der Klostergemeinschaft um 8 Uhr greift diese Thematik auf. Um 12 Uhr versammeln sich die Mönche zum Mittagsgebet und um 18 Uhr folgt die Vesper – wie bereits am Hohen Donnerstag und am Karfreitag ohne das traditionelle «Salve Regina» in der Gnadenkapelle.

Die Feier der Osternacht ist das Herzstück des «Triduum Paschale». Im Kloster Einsiedeln beginnt sie um 20.30 Uhr mit der Segnung des Osterfeuers auf dem Klosterplatz. Anschliessend wird das Osterlicht in die dunkle Klosterkirche getragen. In den Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament wird der Weg der Menschen von der Gottferne hin zur Gemeinschaft mit Gott nachgezeichnet, die in Jesu Tod und Auferstehung ihre Besiegelung und Vollendung findet.

Drei Frauen werden getauft

Höhepunkt der Osternachtsliturgie ist die Feier der Eucharistie. Im Rahmen der Osternachtsfeier in der Einsiedler Klosterkirche empfangen zwei Schülerinnen der Stiftsschule und eine Frau aus der Region die Sakramente der Taufe, Firmung und Kommunion.

Die Freude über die Auferstehung Jesu prägt den ganzen Ostersonntag – und die kommenden 50 Tage der Osterzeit. Das festliche Pontifikalamt am Ostersonntag, das vom Stiftschor und vom Orchesterverein Einsiedeln mitgestaltet wird, beginnt um 10.30 Uhr.

Ein weiterer festlicher Akzent des Tages ist um 16.30 Uhr die Pontifikalvesper mit anschliessendem «Salve Regina». In der Gnadenkapelle werden am Ostersonntag um 8 Uhr und 17.30 Uhr Heilige Messen gefeiert. Die Komplet der Mönche beschliesst um 19 Uhr die liturgischen Feiern am Ostersonntag.

Feierliches Konventamt

Am Ostermontag folgen die Gottesdienste der üblichen Ordnung an Sonn- und Feiertagen. Gottesdienstlicher Höhepunkt am zweiten Osterfeiertag ist das feierliche Konventamt um 9.30 Uhr. Weitere Eucharistiefeiern beginnen um 8 Uhr, 11 Uhr und 17.30 Uhr. Auch die Mitfeier der Vesper um 16.30 Uhr lohnt sich, um die Osterfreude im Herzen nachklingen zu lassen.


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