Holz statt Gold – der künftige Weihbischof von Mainz und erste Bischof mit aussereuropäischen Wurzeln in Deutschland setzt ungewöhnliche Zeichen. Auch das Lieblingstier von Pater Joshy Pottackal spielt eine Rolle.
(KNA) Der künftige Weihbischof von Mainz, Pater Joshy Pottackal, trägt einen Delfin im Bischofswappen. Schon in der frühchristlichen Zeit war das Tier ein Symbol für Jesus, wie Pottackal sagte. «Weil der die Schiffbrüchigen an Land bringt und deswegen als Seelenretter und als Zeichen für Hoffnung und Auferstehung gesehen wird.» Ausserdem möge er Delfine einfach.
Mit Pottackal übernimmt erstmals ein Priester mit aussereuropäischen Wurzeln ein Bischofsamt in Deutschland. Für seinen künftigen Bischofsring, den Krummstab und das Brustkreuz hat sich Pottackal für Holz entschieden. «Holz steht für Wachstum und Leben. Es war für mich auch wichtig, dass es etwas Schlichtes ist», erklärte der 48 Jahre alte Ordensmann. Üblicherweise sind Bischofsringe aus Gold oder Silber gefertigt.
Geboren wurde Pottackal 1977 im südindischen Kerala in eine Familie von Thomaschristen. Seit 2004 lebt der Karmelit in Deutschland und besitzt mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft. Im Bistum Mainz war er unter anderem als Jugendseelsorger und zuletzt in der Personalabteilung tätig.
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