Fürst Albert von Monaco bei Papst Leo XIV. – ohne Charlène

Schon zur Amtseinführung von Papst Leo am 18. Mai war das Fürstentum Monaco im Vatikan vertreten. Nun wurde Albert II. erstmals von Leo XIV. in Audienz empfangen. Seine Gattin hatte er offenbar nicht dabei. Nach einer OP trug er eine Narbe im Gesicht.

Sabine Kleyboldt

(CIC/woz) Besuch aus Monaco im Vatikan – aber ohne Fürstin Charlène: Albert II. von Monaco ist am Samstag von Papst Leo XIV. im Apostolischen Palast empfangen worden. Anschliessend tauschte sich der katholische Monarch mit dem vatikanischen Aussenminister Erzbischof Paul Richard Gallagher im Staatssekretariat über Themen wie Umweltschutz, humanitäre Hilfe sowie die Verteidigung und Förderung der Menschenwürde aus, teilte der Vatikan im Anschluss mit.

Ebenso ging es um aktuelle internationale Angelegenheiten, insbesondere um Frieden, Sicherheit und die allgemeine Lage im Nahen Osten und in Teilen Afrikas. Bei den «herzlichen Gesprächen» hätten beide Seiten die guten bilateralen Beziehungen und den bedeutenden historischen Beitrag der katholischen Kirche zum gesellschaftlichen Leben des Fürstentums betont, so das vatikanische Presseamt.

2022 bei Papst Franziskus

Fürst Albert war ohne seine Ehefrau Charlène im Vatikan, deren Besuch nicht angekündigt war. Das monegassische Fürstenpaar hatte an der Amtseinführung von Leo XIV. am 18. Mai auf dem Petersplatz teilgenommen und dem neu gewählten Papst auch persönlich gratuliert. Zuletzt besuchten Albert II. und seine Gattin im Juli 2022 Papst Franziskus im Vatikan.

Bei seiner Audienz bei Papst Leo XIV. war laut «Schweizer-Illustrierte» die Narbe auf der linken Wange von Fürst Albert II. deutlich zu sehen. Am Freitag hatte der Fürstenpalast ein Gesundheitsupdate zu Albert veröffentlicht. Demnach unterzog sich der 67–Jährige einem geplanten dermatologischen Eingriff an Kopfhaut und Gesicht. Laut der offiziellen Mitteilung handelte es sich um die Behandlung einer gutartigen Erkrankung, die «einige Stiche» erforderte. Details zur genauen Diagnose nannte der Palast nicht.

Der Heilige Stuhl und das Fürstentum Monaco unterhalten volle diplomatische Beziehungen. Die römisch-katholische Kirche ist Staatskirche. Mehr als 80 Prozent der rund 38’000 Einwohner Monacos sind katholisch. Seit 1981 existiert das eigenständige Erzbistum Monaco, dem seit 2020 Erzbischof Dominique-Marie David vorsteht.


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