Bischof Jean-Marie Lovey wird am 4. Januar in der Kirche von Crans eine Messe zum Gedenken an die Opfer des Brandes in einer Bar in Crans-Montana zelebrieren und predigen. Bei dem Brand in der Neujahrsnacht kamen 40 Menschen ums Leben und 115 wurden zumeist schwer verletzt. Heute Abend sollen zum Gedenken an die Opfer in der ganzen Schweiz um 18 Uhr die Kirchenglocken läuten.
Bernard Hallet (cath.ch)
In seiner am 2. Januar veröffentlichten Mitteilung teilt Pierre-Yves Maillard, Generalvikar der Diözese Sion, mit, dass Bischof Jean-Marie Lovey am 4. Januar um 10 Uhr in der Kirche von Crans eine Messe zelebrieren und predigen wird. Der Pfarrer von Montana, der Präsident des Synodalrats Stephan Kronbichler und der Präsident der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, Gilles Cavin, werden ebenfalls an der Messe teilnehmen.
Pierre-Yves Maillard teilt ausserdem mit, dass am 2. Januar den ganzen Tag über in der Kirche von Montana eine eucharistische Anbetung stattfinden wird. Am 3. Januar wird dort nach der Messe um 18 Uhr ein Rosenkranz gebetet.
«Die spontane Versammlung gestern Abend am Ort des Dramas war bewegend, Hunderte von jungen Menschen umarmten sich schweigend und trugen Blumen und Kerzen.»
Darüber hinaus kündigt der Generalvikar an: «In Absprache mit den anderen Diözesen der Schweiz schlagen wir vor, heute Abend um 18 Uhr im ganzen Land die Glocken zu läuten, als Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern und ihren Angehörigen.»
«Die spontane Versammlung gestern Abend am Ort des Dramas war bewegend, Hunderte von jungen Menschen umarmten sich schweigend und trugen Blumen und Kerzen», berichtete Generalvikar Pierre-Yves Maillard.
Mehrere hundert Menschen versammelten sich am Abend des 1. Januar gegen 20 Uhr in der Nähe der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, um den Opfern des Brandes zu gedenken, der dort in der Neujahrsnacht ausgebrochen war.
Zuvor, um 18 Uhr, hatte der Bischof von Sion, Jean-Marie Lovey, die Messe geleitet, in der Pfarrer Alexandre Barras, der Pfarrer von Crans-Montana, die Predigt hielt. «Mindestens 400 Menschen nahmen an der Messe teil.
Die Kirche war voll, einige Menschen mussten draussen bleiben. Neben den Gemeindemitgliedern waren auch Rettungskräfte anwesend», berichtet Generalvikar Pierre-Yves Maillard gegenüber cath.ch.
Generalvikar Pierre-Yves Maillard würdigt «die Anwesenheit aller im Zusammenhang mit dem schrecklichen Drama von Crans-Montana, in tiefer Verbundenheit mit allen Opfern, den Familien, die noch immer nichts von ihren Kindern hören, den Jugendlichen und allen, die an vorderster Front bei der Pflege und Begleitung engagiert sind».
«Was unsere Diözese betrifft, denke ich insbesondere an das Seelsorgeteam des CHVR, an die Mitbrüder aus dem Sektor Noble et Louable Contrée und an unseren Bischof Jean-Marie Lovey, der sofort vor Ort war», betont der Generalvikar.
Während der Messe um 7 Uhr in der Kathedrale am 2. Januar wies Pierre-Yves Maillard auf die ungewöhnlich hohe Zahl junger Menschen hin, die zum Gebet gekommen waren.
Die aktuelle Bilanz des Brandes, gefolgt von einer starken Explosion, der in der Nacht zum 1. Januar die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana verwüstete, beläuft sich auf 40 Tote und 115 Verletzte, von denen etwa 80 in kritischem Zustand sind, darunter viele junge Menschen, die gekommen waren, um Silvester zu feiern.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursachen des Brandes zu ermitteln. Es wird von einem Unfall und einer «allgemeinen Entzündung» ausgegangen. Die Generalstaatsanwältin des Wallis hat die Hypothese eines Anschlags vollständig ausgeschlossen.
Die Identifizierung der Opfer dauert noch an und wird einige Zeit in Anspruch nehmen, teilte der Präsident der Walliser Regierung am Freitagmorgen mit. Mathias Reynard fügte hinzu, dass die Lage in den Krankenhäusern weiterhin sehr angespannt sei.
Die Zahl der Opfer bleibt vorerst unverändert, könnte sich aber in den kommenden Stunden und Tagen noch erhöhen. Wie Bundespräsident Guy Parmelin am 1. Januar angekündigt hatte, wurden am Freitag im Bundeshaus in Bern die Flaggen für einen Zeitraum von fünf Tagen auf Halbmast gesetzt, berichtet Keystone-ATS.
«Heute ist die Schweiz traurig, aber auch im Herzen vereint», erklärte er bei einer Pressekonferenz in Sion. Es handele sich um eine der schlimmsten Tragödien, die unser Land je erlebt habe, sagte er mit ernster Stimme.
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https://www.kath.ch/newsd/brandkatastrophe-in-crans-montana-gedenkmesse-fuer-die-opfer-am-sonntag/