Kloster Mariastein feiert 2026 ein besonderes Jahr

Im nächsten Jahr begeht das Benediktiner-Kloster zwei besondere Jubiläen: Vor 100 Jahren nämlich wurde die Klosterkirche von Mariastein zu einer päpstlichen «basilica minor» erhoben und das Mariasteiner Gnadenbild gekrönt. Und nicht nur das.

(woz) «Im Jahr 2026 dürfen wir in Mariastein auf ein bedeutendes Ereignis zurückblicken, das sich vor hundert Jahren ereignet hat», sagt Abt Ludwig Ziegerer im Jahresprogramm des Klosters.

«Basilica minor» und Gnadenbild in Felsengrotte

«Unsere Klosterkirche erhielt den päpstlichen Ehrentitel «basilica minor», und das Gnadenbild in der Felsengrotte wurde gekrönt.» Beide Begebenheiten würden den Wallfahrtsort Mariastein bis heute prägen, so Abt Ludwig: als Ort des Gebets, der Geborgenheit und der Begegnung, aber auch als Ort, der Trost und Zuversicht schenke.

«Der Platz markiert den Weg vom Profanen zum Sakralen, vom Alltag zum Heiligtum von Mariastein.»

Aber das ist noch nicht alles im Jubiläumsjahr des Benediktinerklosters. Denn wie Abt Ludwig Ziegerer verkündet, steht 2026 auch die Einweihung des neu gestalteten Klosterplatzes bevor. «Dieses Generationenprojekt wurde mit Blick auf die Zukunft geplant und realisiert. Der Platz markiert den Weg vom Profanen zum Sakralen, vom Alltag zum Heiligtum von Mariastein.»

In der Tat. Das nächste Jahr 2026 wird zum Jubeljahr des Klosters Mariastein. Am 15. August 1926 erhielt die Klosterkirche den päpstlichen Ehrentitel «basilica minor», und das Gnadenbild wurde feierlich gekrönt.

Seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich

«Basilica minor» ist ein seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlicher Ehrentitel der römisch-katholischen Kirche. Der Papst verleiht ihn an Kirchen, die durch ihre Geschichte, Bedeutung oder liturgische Ausstrahlung herausragen.

Die Ernennung soll die besondere Verbindung der jeweiligen Kirche mit Rom betonen und ihre Bedeutung für die Region unterstreichen. Weltweit tragen rund 1800 Kirchen den Titel «basilica minor». In der Schweiz tragen derzeit zwölf Kirchen diese päpstliche Auszeichnung.

«Mariasteiner Lied»

Nach der Verleihung des Titels dürfen die Gebäude und Fahnen einer «basilica minor» die gekreuzten Schlüssel des Apostelfürsten Petrus tragen – das Symbol des Papsttums. Häufig wird auch das Wappen des amtierenden oder des verleihenden Papstes an einer markanten Stelle angebracht.

Für das besondere Jahr 2026 soll das Mariasteiner Lied von Pater Vinzenz Stebler (1917-1997) «Unsre liebe Frau im Stein» als Leitlied dienen. Es steht für die Verbundenheit des Wallfahrtsortes mit Maria und besitzt einen hohen Wiedererkennungseffekt.

Im Unterschied zum später entstandenen Wallfahrtslied von Silja Walter, in dem Maria nicht erwähnt wird, richtet sich dieses Lied ausdrücklich an die Gottesmutter und soll die marianische Frömmigkeit von Mariastein zum Ausdruck bringen.

*Mehr zum Jahresprogramm zu den Veranstaltungen des Klosters Mariastein unter www.kloster-mariastein.ch


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