Monika Renz: «Hoffnung ist da, sobald ich angeschlossen bin ans Göttliche»

Sie hat mehr als tausend Menschen im Sterbeprozess begleitet, viel Leid und Schmerz miterlebt und auch am eigenen Leib durchlitten. Trotzdem sagt sie Ja zum Leben. Was für Monika Renz Hoffnung bedeutet, erklärt sie im Podcast «Laut + Leis».

«Hoffnung heisst hüpfen, etymologisch. Stellen Sie sich vor, Sie könnten durchs Leben tanzen, auch wenn es so schwer ist. Es ist auch die Kraft nach vorne, die mich immer wieder aufblühen lässt, die immer wieder Ideen in mir auslösen kann.

Und für Leidende ist es identisch mit Sinnhaftigkeit. Also dass mein Leben in dieser Tragik doch irgendwie bedeutsam ist.

Die Hoffnung, die keimt auf, die ist da, sobald ich angeschlossen bin ans Göttliche, an Gott, ans Universum. Das ist egal, wie Sie dem sagen, angeschlossen als Zustand des körperlichen Fliessens.

Das war für mich einfach eine Entdeckung: Hoffnung ist da. Ich muss nicht mehr überlegen, wie komme ich zur Hoffnung oder zu welcher Hoffnung. Denn sie ist da, sobald ich wieder angeschlossen bin.»

Das sagt Monika Renz. Sie ist Sterbeforscherin und Expertin im Umgang mit Krebskranken. Ihre Erfahrungen hat sie in einem neuen Buch gebündelt. Titel: «Meine Hoffnung lass’ ich mir nicht nehmen. Wege der Erlösung und der Spiritualität heute», Herder-Verlag 2025. (sl)


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