Synodaler Grossanlass in Rom: 23 Katholikinnen und Katholiken aus der Schweiz dabei

Rund 2000 Katholikinnen und Katholiken sind aktuell am weltweiten synodalen Treffen in Rom – darunter 23 aus der Schweiz. Synodale Teams auf Ebene Schweiz und der Bistümer Basel, Lugano und Lausanne-Genf-Freiburg beteiligen sich am weltweiten Austausch. Und neu auch drei Jugendvertreter. Drei Schweizer Bistümer hingegen verzichten.

Regula Pfeifer

Papst Leo XIV. trifft sich am heutigen Freitag zu einem ausführlichen Gespräch mit rund 2000 Katholikinnen und Katholiken weltweit, die sich für grössere aktive Teilhabe aller Gläubigen innerhalb der katholischen Kirche einsetzen.

Erster gemeinsamer Schritt der Umsetzung

Die Dialogveranstaltung mit Leo XIV. ist Teil des Heilig-Jahr-Events für Synodalteams und laut Vatikan der erste gemeinsame Schritt in der Umsetzungsphase der Weltsynode. Das Treffen wird deshalb auch das Jubiläum der synodalen Teams genannt.

Synodale Teams sind von den Bischöfen eingesetzte Gruppen, die in den Diözesen das kirchliche Leben beleben und den synodalen Weg unterstützen, wie die nationale Synodalitätskommission auf ihrer Webseite mitteilt. «Sie gelten als Laboratorien der Synodalität.»

Dialog mit dem Papst am Abend

Am heutigen Freitag um 15.30 Uhr hat der Anlass begonnen – mit einer Inauguration in der Paul VI.-Halle im Vatikan. Von 17.45 bis 19 Uhr ist der oben erwähnte Dialog mit dem Papst vorgesehen.

Zum Jubiläum eingeladen waren die Synodenteams der Bistümer so wie die nationalen und kontinentalen Synodenkommissionen, schreibt Fredy Bihler, Geschäftsführer der Synodalitätskommission der Schweiz auf Anfrage.

Nationale Synodenvertetende

Weltweit 2000 Personen nehmen am Treffen teil, darunter 23 aus der Schweiz. Sieben von ihnen sind in der nationalen Syndalitätskommission aktiv: deren Präsident Detlef Hecking, Roman Fiabane, Roland Loos (RKZ-Präsident), Helena Jeppesen-Spühler (Fastenaktion), Claire Jonard (Synodenmoderatorin), Iva Boutellier (Frauenbund Schweiz) sowie Geschäftsführer Bihler.

Bistums-Delegierte

Aus dem Bistum Basel beteiligen sich Renata Asal-Steger (frühere RKZ-Präsidentin), die Seelsorgerin und Radiosprecherin Andrea Meier und die Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Urs Antonia Hasler, die Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Verena Edith Rey Kühntop, der Pastoralraumleiter Francesco Marra sowie der Dozent Ivica Petrusic.

Aus dem Bistum Lugano kommen die Jugendseelsorgerin Valentina Anzini, die Priester Sergio Carettoni und Marco Dania, die Ordensfrau Roberta Asnaghi sowie die Direktorin von catt.ch Cristina Vonzun.

Das Westschweizer Bistum Lausanne, Genf, Freiburg vertritt am Anlass der stellvertretende Verantwortliche der Bistumsregium Waadt, Philippe Becquart.

Die übrigen drei Bistümer – Chur, Sitten und St. Gallen – haben auf eine Delegation verzichtet, schreibt Fredy Bihler.

Erstmals dabei: Jugendvertreter

Erstmals beteiligen sich drei Vertreter von kirchlichen Jugendinstitutionen der Schweiz an einem weltweiten synodalen Treffen: Ivo Bühler von der Jugendseelsorge Solothurn (Juseso SO), Cyprian Grüsser (ehemals Jugendrat Bistum Chur) und Thomas Schläppi. Sie hatten an der Bischofssynode 2024 mit einer eigenen Aktion auf die schwache Vertretung der Jugend an der Synode aufmerksam gemacht.

Die Schweizer Delegation ist in diesen Tagen – bis auf wenige Ausnahmen – im gleichen Hotel in Rom untergebracht. «Das erleichtert den Austausch ungemein», sagt Bihler. Ausserdem treffen sie sich alle am Freitag zum gemeinsamen Abendessen.

Duales System «aus eigener Perspektive»

Der arbeitsreiche Samstag beginnt mit einem Pilgerweg durch die Heilige Pforte, darauf folgt – wiederum in der Paul-VI.-Halle – ein «Gespräch im Geist». Am Mittag sowie am Nachmittag finden Workshops statt, danach ein Abschlussprogramm.

In den Workshops gehe es um einen Austausch auf Augenhöhe, schreibt Bihler. Dementsprechend seien keine Vorträge geplant. Er geht davon aus, dass die Schweizer Delegierten das Duale System der Schweiz in die Diskussion einbringen werden, «aus der je eigenen Perspektive», denn das gehöre «zur DNA» der hiesigen Kirche.

Auch die Förderung der Frauen in der Kirche der Schweiz sieht Bihler als mögliches Thema. Aus dem Welttreffen der Laienvertreter wisse er, «wie andere Vertretungen sehr an unserer Praxis interessiert sind».

Schweiz-München-Essen

Das Abendessen am Samstag ist als gemeinsamer Event der Schweizer Delegation mit jener der Erzdiözese München-Freising geplant. Um 21 Uhr ist Vigil auf dem Petersplatz und am Sonntag um 10 Uhr die Messe mit Papst Leo XIV. im Petersdom.

Das von Papst Franziskus (2013-2025) angestossene weltweite katholische Reformprojekt endete im Oktober 2024 vorläufig mit einem Abschlussdokument. Die darin enthaltenen Leitlinien sollen unter dem neuen Papst Leo XIV. Schritt für Schritt in der Weltkirche implementiert werden.

Geplant sind Phasen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Als Abschluss soll im Oktober 2028 im Vatikan eine «allgemeine kirchliche Versammlung» stattfinden. (mit Informationen von CIC)


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https://www.kath.ch/newsd/synodaler-grossanlass-in-rom-23-katholikinnen-und-katholiken-aus-der-schweiz-dabei/