Papst Leo XIV. hat Josef Grünwidl zum neuen Erzbischof von Wien ernannt. Die Berufung des bisherigen Apostolischen Administrators der Erzdiözese Wien zum neuen Leiter der mit mehr als einer Million Katholiken zahlenmässig grössten Diözese wurde jüngst mitgeteilt.
(KAP) Die Entscheidung sei vor wenigen Tagen vom Papst getroffen und am Mittwoch dem Apostolischen Nuntius in Wien, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, sowie dem künftigen Wiener Erzbischof mitgeteilt worden, teilte die Erzdiözese mit.
Damit Grünwidl sein neues Amt antreten kann, muss er erst zum Bischof geweiht werden, was voraussichtlich im Jänner 2026 der Fall sein und von Kardinal Schönborn vollzogen werden wird, so die Erzdiözese. Gleichzeitig finde dann auch die feierliche Amtseinführung statt.
Bis zu diesem Zeitpunkt verwaltet er die Erzdiözese wie bisher als Apostolischer Administrator. Mit Josef Grünwidl kommt an die Wiener Kirchenspitze ein Erzbischof, der noch vor einem Jahr über die Diözesangrenzen hinaus kaum bekannt war. In den Vordergrund zu drängen, war nie die Art des 62-Jährigen.
Doch durch sein stilles Wirken in der Seelsorge hat er sich über Jahrzehnte bewährt und überzeugte damit nicht nur in der Erzdiözese, sondern offenbar auch seinen Vorgänger Kardinal Schönborn.
Dieser hatte ihn einst zum Sekretär und später zum Bischofsvikar bestellt – und ihn dann wohl auch im Vatikan als Apostolischen Administrator empfohlen. Diesen Übergangsauftrag erfüllte der gebürtige Weinviertler – wie von vielen attestiert wurde – mit Bravour, womit er sich in den Augen der Kirchenleitung für höhere Aufgaben qualifizierte.
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