Neutoggenburg? Sieben Kirchgemeinden prüfen, ob sie fusionieren wollen

Die Suche nach neuen Kirchenräten vereinfachen und Doppelspurigkeiten vermeiden – das könnte eine Fusion von sieben katholischen Kirchgemeinden im Toggenburg als Vorteil bieten. Im vergangenen Jahr schlossen sich bereits drei Kirchgemeinden zusammen. Die neue Kirchgemeinde Neutoggenburg könnte 2027 Realität sein.

(woz) Zuerst Alttoggenburg, jetzt Neutoggenburg? Die sieben katholischen Kirchgemeinden Lichtensteig, Mogelsberg, Oberhelfenschwil-Brunnadern, St. Peterzell, Ricken, Wattwil und Hemberg im Kanton St. Gallen prüfen derzeit jeweils eine Vereinigung auf Verwaltungsebene, wie das Toggenburger Tagblatt berichtet.

2024 letzte Fusion von drei Kirchgemeinden

Neu sind solche Kirchgemeinden-Fusionen nicht, aber vergleichsweise selten. In der Region gab es allerdings erst vor Kurzem einen Zusammenschluss. Mit der Gründung der katholischen Kirchgemeinde Alttoggenburg vereinigten sich per 1. Januar 2024 die katholischen Kirchgemeinden Bazenheid, Gähwil und Kirchberg. Nun steht die Fusion für die Gründung der Kirchgemeinde Neutoggenburg auf dem Prüfstand. Schon 2027 könnte es so weit sein.

Der pastorale Bereich ist in der bestehenden Seelsorgeeinheit Neutoggenburg schon zusammengefasst. So teilen sie sich seit Mitte 2015 unter dem Dach der Seelsorgeeinheit Neutoggenburg das Pastoralteam bestehend aus Pfarrer, Kaplan, Seelsorger, Religionspädagogen und Sozialarbeiterinnen.

Liegenschaften bleiben bei Kirchgemeinden

Auf Verwaltungsebene arbeiten die Kirchgemeinden seit 2016 im Zweckverband Seelsorgeeinheit Neutoggenburg bereits eng zusammen: Er ist für die Anstellung und Administration des gesamten Personals sowie für die Finanzierung gemeinsamer Aufgaben und Projekte zuständig. Die Verantwortung für Liegenschaften und bestimmte Verwaltungsaufgaben liegt jedoch weiterhin bei den einzelnen Kirchgemeinden.

Ziel der Fusion sei vorwiegend, Doppelspurigkeit in der Verwaltung zu vermeiden sowie die Suche nach zukünftigen Räten zu erleichtern. «Wir könnten uns gemeinsam besser für die Zukunft rüsten, die Kleinen würden so auch mehr Gewichtung bekommen», so der Verwaltungsratspräsident des Zweckverbands, Markus Haag. Eine fusionierte Kirchgemeinde hätte mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Das letzte Wort in Sachen Fusion werden die Mitglieder der sieben Kirchgemeinden haben. Am Ende des Prozesses steht eine Urnenabstimmung.


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