Papst bestätigt Amtsverzicht von Bischof Lovey

Nach elf Jahren im Amt hat Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, im August sein Amtsverzichts-Schreiben eingereicht. Dieses hat Papst Leo XIV. nun angenommen. Jetzt folgt die Suche nach einem Nachfolger.

(gd) Das Kirchenrecht verlangt von den Bischöfen eine Amtsniederlegung, wenn sie das 75. Lebensjahr vollendet haben. Am 2. August dieses Jahres war das auch für Bischof Lovey der Fall, der damals das Amtsverzicht-Schreiben eingereicht hat. Dabei handle es sich nicht um einen Rücktritt, sondern um eine Amtsniederlegung, wie das Bistum Sitten mitteilt.

Am 8. Juli 2014 wurde Jean-Marie Lovey zum Bischof ernannt ernannt und am 28. September in der Kathedrale von Sion geweiht.

Papst Leo XIV. habe den Verzicht nun angenommen, wie das Bistum Sitten mitteilt. Er bittet Jean-Marie Lovey jedoch, bis zum Amtsantritt seines Nachfolgers seine Tätigkeit als Bischof fortzuführen.

In einem nächsten Schritt wird sich der Apostolische Nuntius der Schweiz, Erzbischof Martin Krebs, auf die Suche nach einem potenziellen Nachfolger machen. Erst wenn dieser geweiht ist, wird Lovey nicht mehr Bischof von Sitten sein. Ernannt wird der künftige Bischof vom Oberhaupt der Katholischen Kirche.

Anstehende Suche nach Nachfolger

Diese Suche kann Wochen oder gar Monate dauern, denn der Nuntius muss nun drei Namen finden, die er auf eine Liste, die sogenannte «Terna» (Dreierliste) setzt. Diese wird dann nach Rom geschickt.

Dafür ist er dazu aufgefordert, verschiedene Parteien wie die Generalvikare und Bischofsvikare, die Mitglieder des Domkapitels, die Mitglieder des Klerus oder Laien, sowie die Schweizer Bischofskonferenz zu konsultieren. Falls der Papst alle drei Namen ablehnt, muss sich der Nuntius erneut auf die Suche nach einem Nachfolger begeben.


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