Die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus ermittelt gegen einen Ordensbruder des Franziskanerklosters Mariaburg Näfels, der als Religionslehrer tätig war. Nun ist klar, weswegen.
Jacqueline Straub
Anfang Juli ging bei der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus eine Anzeige gegen einen Ordensbruder des Franziskanerklosters Mariaburg in Näfels ein. Es geht um «mutmassliches Fehlverhalten» des betreffenden Franziskaners gegenüber einer minderjährigen Person, teilte das Bistum Chur vergangene Woche mit. Das Fehlverhalten des Ordensmanns soll in der Schule, im Umfeld des Religionsunterrichts, geschehen sein.
Nun ist klar, weswegen die Staatsanwaltschaft Glarus gegen den Franziskaner ermittelt: Es geht um Pornografie. Das teilte die Staatsanwaltschaft «CH Media» auf Anfrage mit. Der Ordensbruder steht im Verdacht, einer unter 16 Jahre alten Person eine Bilddatei mit pornografischem Inhalt übermittelt zu haben.
Der Franziskaner hat in einer Glarner Pfarrei in zwei Klassen Religionsunterricht erteilt. Er darf bis auf Weiteres nicht das Schulgelände betreten. Der Religionsunterricht für die betroffenen Schülerinnen und Schüler sei neu geregelt und finde wie gewohnt statt, teilte das Bistum mit.
In der Mitteilung schrieb das Bistum Chur auch, dass es ein kirchliches Verfahren eröffnen werde, «sobald die staatlichen Untersuchungen soweit vorgeschritten sind und es damit ermöglichen». Es gilt die Unschuldsvermutung.
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https://www.kath.ch/newsd/ermittlungen-gegen-franziskanerbruder-wegen-pornografie/