Carola Mehltretter: «Kontroverse Themen sind die grösste Herausforderung für die Ökumene»

Ein Jahr lang ist die junge Deutsche mit dem E-Bike durch Europa geradelt und hat christliche Gemeinschaften mit der Videokamera porträtiert. Ökumene ist ihr eine Herzensangelegenheit. Wie sie mit kontroversen Themen umgeht, erzählt Carola Mehltretter im Podcast «Laut + Leis».

«Das ist sehr herausfordernd. Ich glaube, das ist eine der grössten Herausforderungen in der Ökumene. Natürlich, auch ich habe zu kontroversen Themen meine persönlichen Überzeugungen. Doch ich halte sie wegen meinem Video-Projekt privat.

Mir ist es sehr wichtig, niemandem den Glauben abzusprechen. Ich glaube, dass es eine Schönheit darin gibt, dass wir so vielseitig sind, und mit der Vielseitigkeit kommen dann natürlich auch Konflikte. Aber ich bin überzeugt, dass jeder seinen Platz finden kann.

In manchen Situationen denke ich mir dann, okay, gerade ist nicht der Moment, wo ich das ausdiskutieren muss. Trotzdem glaube ich, dass es wichtig ist, die heiklen Punkte zu besprechen. Ich sehe nur in meiner Berufung und meinem Video-Projekt nicht den Raum, kontroverse Themen auszudiskutieren.

Denn es gibt ja schon so viele Debatten. Ich wünsche mir vielmehr, dass wir auch darüber sprechen, dass wir eigentlich eins sind und zusammengehören.»

Das sagt Carola Mehltretter im Podcast «Laut + Leis». Ihre Videos veröffentlicht die Social-Media-Managerin auf dem YouTube-Kanal «Rooted as One». Über ihre Reise hat sie ein Buch geschrieben. Es ist im Herder-Verlag erschienen und heisst «1 Jahr, 10 Länder und die Challenge meines Lebens.» (sl)


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