Wie auch Papst Franziskus ist Papst Leo XIV. das Thema «Bewahrung der Schöpfung» wichtig. Nun hat das Oberhaupt der katholischen Kirche erstmals eine Messe unter diesem Motto gefeiert – ganz privat. Und: Er ruf Klimaleugner zur Umkehr auf.
(CIC) Papst Leo XIV. hat am Mittwoch erstmals eine «Messe für die Bewahrung der Schöpfung» gefeiert. Dabei betete er für die Umkehr jener Menschen, die noch nicht die «Dringlichkeit der Sorge für die Umwelt anerkennen». Er erklärte, viele der aktuellen Naturkatastrophen seien eine Folge der «Exzesse des Menschen und seines Lebensstils». Deshalb müsse diese Umkehr auch gelebt werden.
Der Papst hielt seine Predigt vor wenigen Kardinälen, Bischöfen und Priestern sowie mehreren Mitarbeitern eines Ökologie-Projekts in seinem Landsitz in Castel Gandolfo. Die Messe zelebrierte er gemäss den am 8. Juni in Kraft gesetzten Vorgaben der «Missa pro custodia creationis». Die Feier fand im Rahmen des päpstlichen Sommerurlaubs an einem improvisierten Altar in den päpstlichen Gärten statt.
In seiner von Vogelgezwitscher begleiteten Predigt sprach der Papst von einem «familiären und heiteren Augenblick in einer Welt, die sowohl wegen der globalen Erwärmung als auch wegen der bewaffneten Konflikte brennt». Deshalb sei die Botschaft der Enzyklika «Laudato si» seines Vorgängers Franziskus aus dem Jahr 2015 aktueller denn je.
Das erstmals vom Papst genutzte Messformular sieht mehrere biblische Lesungen, Gebete und Fürbitten vor, in denen die Schöpfung und die Verantwortung des Menschen für den Erhalt des Planeten Erde zur Sprache kommen. Der Vatikan veröffentlichte die neue Gottesdienst-Form am 3. Juli. Bereits am Pfingstsonntag hatte sie der Präfekt des Liturgie-Dikasteriums, Kardinal Arthur Roche, per Dekret mit päpstlicher Zustimmung offiziell in Kraft gesetzt.
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