Die Schweizer Bischofskonferenz hat dem scheidenden St. Galler Bischof Markus Büchel für seinen 19-jährigen Dienst gedankt und dessen Nachfolger Beat Grögli erstmals empfangen. Auch Jean Scarcella war wieder dabei, nach dem «Nihil obstat» aus Rom.
Regula Pfeifer
Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hätten Markus Büchel für seine Arbeit auf nationaler und sprachregionaler Ebene gedankt, die er «stets mit pastoralem Blick und synodalem Ansatz» geleistet habe, heisst es in der Mitteilung. Sie wünschten ihm einen guten Ruhestand und Gottes Segen für seine Zukunft.
Innerhalb der Schweizer Bischofskonferenz war Bischof Markus Büchel demnach für die Dikasterien Pastoral, Diakonie und Gesundheit zuständig sowie für Themen rund um die Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft. Von 2010 bis 2012 sowie von 2019 bis 2024 war er Vizepräsident der SBK und von 2013 bis 2015 deren Präsident.
An der Versammlung wurde Beat Grögli «herzlich willkommen» geheissen, so die Mitteilung. Der bisherige Dompfarrer von St. Gallen ist am 20. Mai vom St. Galler Domkapitel gewählt und anschliessend von Papst Leo XIV. zum Bischof von St. Gallen ernannt worden. Dies gab das Bistum am 22. Mai bekannt.
In gut einem Monat, am 5. Juli, wird Beat Grögli in der Kathedrale St. Gallen zum Bischof geweiht. Tags darauf nimmt er auch seine neuen Aufgaben in der Schweizer Bischofskonferenz auf, heisst es in der SBK-Mitteilung. Er werde für die Pastoral (konkret die Pastoralkommission) verantwortlich sein sowie für die Spezialseelsorge, also unter anderem für die Seelsorge im Gesundheitswesen und im Gefängnis. Ausserdem wird er für den Frauenrat zuständig sein. Zudem übernimmt das neue SBK-Mitglied die Mitverantwortung für das Dikasterium «Missbrauch im kirchlichen Kontext».
An der SBK-Versammlung nahm auch Jean Scarcella wieder teil – nachdem er sich vor eineinhalb Jahren wegen Missbrauchsvorwürfen freiwillig von seinem Amt als Abt von Saint-Maurice zurückgezogen hatte.
Diesen März erhielt er vom Dikasterium der Bischöfe das «Nihil obstat», wieder als Abt von Saint-Maurice zu wirken. Das tat er auch, was kritische Reaktionen gerade seitens der Dachorganisation der Landeskirchen hervorrief. Seine Rückkehr ist in der Mitteilung nur kurz vermerkt.
Die SBK nahm zudem die Tessiner Kinderschutz-Expertin Myriam Caranzano und Vreni Peterer, Präsidentin der Missbrauchsbetroffenengruppe IG M!Ku, ins Fachgremium der Arbeitsgruppe «Missbrauch im kirchlichen Kontext» auf. Das Fachgremium arbeitet unter der Leitung der Dienststelle «Missbrauch im kirchlichen Kontext». Diese berät die kirchlichen Entscheidungsträger bei nationalen Aufarbeitungs- und Präventionsprojekten. Sie ist von der SBK, der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) und der Konferenz der Vereinigungen der katholischen Orden (KOVOS) ins Leben gerufen worden.
In die Kommission «Migration» wählte die SBK dies Woche Ana Abuin Goméz als Stimme für die spanischsprachige Gemeinschaft, Naseem Asmaroo für die chaldäische Gemeinschaft und Christoph Albrecht SJ, für die Fahrenden.
Die 348. Ordentliche Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz fand vom 2. bis 4. Juni 2025 in der Benediktinerabtei Einsiedeln statt.
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