2000 Pilgernde an nationaler Wallfahrt nach Einsiedeln erwartet

Am Samstag reisen Pilgernde aus der ganzen Schweiz zum Kloster Einsiedeln. Dorthin lädt die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zur nationalen Wallfahrt ein, anlässlich des weltweiten Heiligen Jahres «Pilger der Hoffnung». Die Organisation sei herausfordernd, heisst es seitens SBK.

Regula Pfeifer

«Normalerweise organisieren weder die SBK noch das Kloster Einsiedeln Veranstaltungen dieser Grössenordnung», schreibt Arianna Estorelli, Leiterin Kommunikation ad interim der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) auf Anfrage von kath.ch. Sie erwartet rund 2000 Pilgernde an der nationalen Wallfahrt am kommenden Samstag in Einsiedeln.

Knackpunkt Dreisprachigkeit

«Die Dreisprachigkeit stellt eine grosse Herausforderung dar und erfordert einen nicht zu unterschätzenden Mehraufwand», konkretisiert Estorelli die Situation. Das gelte sowohl für die Vorbereitung als auch für die Durchführung des Pilgeranlasses.

Auch die Koordination von Werbung und Anmeldungen seien herausfordernd. Insbesondere weil die Abläufe in jeder Diözese etwas anders seien. Demgegenüber seien «die personellen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen sowie die Erfahrungen sehr begrenzt», so Estorelli.

Die SBK organisiert den Anlass gemeinsam mit dem Kloster Einsiedeln, ist aber allein für die Kommunikation zuständig, worauf das Kloster auf Anfrage verweist.

Gemeinschaftserlebnis als «Pilger der Hoffnung»

«Das Ziel der nationalen Pilgerreise ist es, der Schweizer Gesellschaft im Rahmen des Heiligen Jahres 2025 ein Gemeinschaftserlebnis als ‹Pilger der Hoffnung› anzubieten», so Estorelli. Dies geschehe mittels Gebet, Kennenlernen, Begegnungen, thematischem Austausch und Aktivitäten für Kinder.

Höhepunkte der Wallfahrt sind laut Estorelli die Eröffnungseucharistiefeier um 11 Uhr und der Austausch mit den Bischöfen in den drei grössten Landesprachen um 14 Uhr.

Konkret werden sich der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain und der Basler Weihbischof Josef Stübi mit den Pilgernden auf Deutsch unterhalten. Der Basler Felix Gmür bietet hingegen Gespräche auf Italienisch an. Charles Morerod vom Bistum Lausanne, Genf und Freiburg wird sich auf Französisch mit den Anwesenden austauschen.

Zwei Bischöfe für die Jugend

Alain de Raemy vom Bistum Lugano und Markus Büchel vom Bistum St. Gallen bieten sich als Gesprächspartner für die Jugend an – und zwar in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch.

Wer will, kann sich am Nachmittag stattdessen an einer Wanderung beteiligen. Eine rund 20-minütige Wanderung führt unter der Leitung von Bischof Jean-Marie Lovey zum Aussichtspunkt Vogelherd, sie ist als französischsprachig deklariert. Die andere, fünfminütige Wanderung, hat die Statue des Heiligen Benedikt zum Ziel. Diese leitet der Einsiedler Abt Urban Federer, und zwar mit Informationen in deutscher und französischer Sprache.

Spirituelle Erlebnisse

Alternativ können Pilgernder an der eucharistischen Anbetung in der Unterkirche teilnehmen eine Beichte ablegen oder Orgelmusik spirituell erleben. Auch für Kinder sind Aktivitäten vorgesehen, etwa Ponyreiten mit Marstall und Zeichnen in betreuter Gruppe. 

An der Wallfahrt nach Einsiedeln beteiligen sich alle Bistümer der Schweiz. Die grösste Gruppe werde – gemäss Anmeldungen – aus dem Bistum Lugano anreisen, schreibt Estorelli. Auch fremdsprachige Missionen werden nach Einsiedeln wallfahrten. Angemeldet sind die spanisch- und italienischsprachige sowie die vietnamesisch- und philippinischsprachige Mission. Um 16 Uhr erteilen die Schweizer Bischöfe den Reisesegen. (korrigiert, 15.5.25, 8.30 Uhr)


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https://www.kath.ch/newsd/2000-pilgernde-an-nationaler-wallfahrt-nach-einsiedeln-erwartet/