Nationaler Weltjugendtag: Über 800 junge Menschen haben in Lugano gefeiert

Vergangenes Wochenende hat in Lugano der nationale Weltjugendtag stattgefunden. Über 800 junge Menschen aus der ganzen Schweiz haben an dem Treffen teilgenommen. Über 70 Tessiner Familien waren bereit, die Jugendlichen bei sich zu beherbergen.

Die Stadt Lugano war von Freitag bis Sonntag Schauplatz des nationalen Weltjugendtages (WJT). Über 800 junge Menschen haben an dem katholischen Event teilgenommen, wie die Veranstalter mitteilten. Erwartet worden waren rund 1000. Gemeinsam haben die jungen Gläubigen aus der ganzen Schweiz gebetet, Konzerte erlebt und Gottesdienste gefeiert.

Zur Auswahl standen auch 34 Workshops zu unterschiedlichen Themen. Ort des Geschehens war hauptsächlich die Ausstellungshalle «Padiglione Conza».

Gottesdienste mit Lovey und de Raemy

Zu den Höhepunkten des Treffens zählten die Eucharistiefeier mit Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, am Samstagmorgen sowie die Abschlussmesse am Sonntag mit Weihbischof Alain de Raemy, dem apostolischen Administrator des Bistums Lugano. An dieser Messe, die öffentlich war, haben über 900 Personen teilgenommen, heisst es in der Mitteilung.

In einer Videobotschaft zum Ende der Abschlussmesse begrüsste Peter Chung Soon-taek, Erzbischof von Seoul, die jungen Schweizer Katholikinnen und Katholiken und lud sie zur Teilnahme am nächsten internationalen Weltjugendtag ein. Dieser findet 2027 in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul statt.

Tessiner Gastfreundschaft

73 Tessiner Familien waren bereit, Teilnehmerinnen und Teilnehmer des WJT bei sich zu beherbergen. Sie stellten zirka 170 Schlafplätze kostenlos zur Verfügung, schreiben die Veranstalter. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten gab es in der Ausstellungshalle «Padiglione Conza», im Seminar San Carlo und im Istitutio Elvetico, einer Schule des Salesianerordens.

Für die musikalische Begleitung sorgten ein Chor und ein Orchester bestehend aus zirka 45 Freiwilligen, hauptsächlich Studierende der Universität Lugano und des Conservatorio della Svizzera italiana. Die für diesen Anlass komponierte Hymne «Speramus in Deum vivum» bildete den musikalischen Hauptbeitrag für den Weltjugendtag. Geschaffen hat sie der Organist der Kathedrale von Aosta und Absolvent des Päpstlichen Instituts für Kirchenmusik, Jefferson Curtaz, gemeinsam mit zwei jungen Gesangspädagogikstudentinnen.

Jugendgruppen der Pfarreien Balerna und Locarno hatten ihrerseits die Gebete für die Eucharistiefeiern verfasst.

Monstranz aus Nussbaumholz

Für die eucharistische Anbetung wurde eine Monstranz aus Nussbaumholz verwendet, das aus dem Maggiatal stammt. Auch das Gedenken an den verstorbenen Papst Franziskus hatte Platz an dem Treffen. Ein besonderer Ort sei eingerichtet worden, an dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Lieblingszitat, ihre Lieblingsbotschaft oder ihr Lieblingsgebet aufschreiben konnten, heisst es in der Mitteilung. (bal)


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