Am Mittwoch hätte der neue Bischof von St. Gallen gewählt werden sollen. Aufgrund des Todes von Papst Franziskus wird diese Wahl auf später verschoben. Das hat Domdekan Guido Scherrer in Rücksprache mit dem päpstlichen Nuntius so entschieden.
Der Tod von Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren mache die Menschen im Bistum St. Gallen traurig, lässt das Bistum mitteilen. Und er beeinflusse auch die St. Galler Bischofswahl.
Denn, so erklärt das Bistum: «Der neu gewählte Bischof muss jeweils nach der Wahl vom Papst ernannt werden; das heisst Bischofswahl und Ernennung sind verbunden.» Deshalb könne die ursprünglich auf den 23. April anberaumte Bischofswahl nicht stattfinden, sie werde verschoben. Das hat Domdekan Guido Scherrer in Rücksprache mit dem päpstlichen Nuntius Martin Krebs so entschieden.
Die Wahl hätte zwar eigentlich am Mittwoch stattfinden können. «Die Bischofswahl und die Ernennung durch den Papst sollen aber möglichst zeitnah sein», erklärt Generalvikar und Domdekan Guido Scherrer gegenüber SRF. Nach dem Tod von Franziskus könnte der Gewählte nun aber nicht unmittelbar zum Bischof ernannt werden. Was weder Scherrer noch die Mitteilung beschreibt: Die zeitliche Verzögerung birgt eine erhöhte Gefahr von Leaks, zumal dann schon einige Involvierte vom Ausgang der Wahl wüssten.
Nicht nur die eigentliche Bischofswahl durch das St. Galler Domkapitel wird verschoben, sondern auch die vorgängige Sitzung des katholischen Kollegiums, bei der dieses sich zur Kandidatenliste äussern darf. Auch diese Verschiebung geschieht nach Absprache mit Administrationsratspräsident Armin Bossart und dem Präsidenten des Kollegiums Bernhard Krempl. «Somit finden weder die Wahlsitzung des Domkapitels noch die Sitzung des Kollegiums statt», teilt das Bistum mit.
Ein neuer Termin für die Bischofswahl ist noch nicht bekannt. Domdekan Scherrer bleibe in der Frage der Bischofswahl mit dem Nuntius in Kontakt, schreibt Isabella Awad in der Mitteilung weiter. Sobald das neue Datum für die St. Galler Bischofswahl feststehe, würden die Medien informiert. «Wir danken allen für die Geduld und für das Verständnis», so Awad.
In Trauer und Besinnung sei das Bistum St. Gallen im Gebet für den am Montag verstorbenen Papst Franziskus vereint. «Wir danken ihm in Stille für sein Wirken.»
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