Über 50 Erwachsene und Kinder folgten der Einladung der Circus-, Schausteller- und Markthändler-Seelsorge zur Wallfahrt nach Einsiedeln. Das 30-jährige Jubiläum führte sie ins Diorama und in die Klosterkirche.
Der katholische Seelsorger Adrian Bolzern und die reformierte Pfarrerin Beatrice Teuscher begleiten die Artisten, Schaustellenden und Markthändler während des ganzen Jahres dort, wo sie gerade irgendwo im Land an einer Chilbi, einem Markt oder als Circus Halt machen. Dass sie als Seelsorgende nahe bei den Menschen sind, zeigte sich am grossen Aufmarsch am 30-jährigen Jubiläum der Wallfahrt nach Einsiedeln.
Adrian Bolzern und Beatrice Teuscher freuten sich über die überraschend vielen Wallfahrenden, die nasskaltes Wetter auszuhalten gewohnt sind und sich deshalb die Stimmung nicht trüben liessen. Bolzern weiss auch, dass die Wallfahrt ein wichtiger Anlass im Jahresplan ist, «weil die Teilnehmenden einerseits Gott für die vergangene Saison danken und gleichzeitig um eine gute neue Saison beten wollen».
Das dicht getaktetes Programm führte zuerst an den Ort der Stille im Diorama, wo die Gruppe die grosse Krippe und das Hörspiel auf sich wirken liess. Manch einer, der sich an einen Besuch vor Jahrzehnten erinnerte, entdeckte, wie der erneuerte Auftritt die traditionelle Form der Krippendarstellung erfrischend belebt und die grossen wie kleinen Besucherinnen und Besucher berührte.
Ein unscheinbarer Gesteinsbrocken, der als Meteorit aus dem Asteroidengürtel die Erde erreicht hatte, entpuppte sich beim anschliessenden Apéro in der Mineralienausstellung als heimlicher Star. Mona Birchler ist Präsidentin der «DIORAMA Bethlehem Stiftung» reichte ihn herum und freute sich, dass es möglich ist, nach Absprache die Krippe und die Mineraliensammlung das ganze Jahr über für Gruppen zu öffnen: «Dies geht nur dank einer Gruppe von Freiwilligen, welchen es ein Anliegen ist, die Kultur des Dioramas als wertvolle Zeitkapsel zu pflegen und zu erhalten.»
Dankbar blickte die reformierte Seelsorgerin Beatrice Teuscher nach der Führung und einem Gottesdienst im Kloster sowie einem gemeinsamen Mittagessen auf den Tag zurück: «Die Wallfahrt ist eine willkommene Gelegenheit, die Gemeinschaft zu pflegen und zu stärken. Während des Jahres sind alle vorwiegend im geschäftlichen Umfeld nebeneinander unterwegs.» (red)
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