Unter dem Dach der katholischen Kirche gibt es viele geistliche Bewegungen. Die «Charismatische Erneuerung» pflegt besonders das freie Gebet, im Zentrum steht der Heilige Geist. Vom Papst gab es nun Dank – und Mahnungen.
Papst Franziskus hat katholischen Charismatikern für ihren Dienst an der Kirche gedankt. Die Anhänger dieser religiösen Strömung engagierten sich auch für die Anliegen des Papstes insbesondere für Frieden und Versöhnung, heisst es in einer am Donnerstag im Vatikan veröffentlichen Papst-Erklärung.
«Der Heilige Geist, Geschenk des auferstandenen Herrn, schafft Gemeinschaft, Harmonie und Brüderlichkeit. Genau das ist die Kirche: eine neue versöhnte Menschheit», so der Papst in einer Botschaft an die «katholische charismatische Erneuerung». Tausende Anhänger dieser Bewegung versammeln sich anlässlich des Heiligen Jahres an diesem Wochenende zu einem Treffen in Rom.
Zugleich forderte Franziskus die Mitglieder der Bewegung auf, Zeugen der Hoffnung, des Friedens und der Einheit zu sein. Der Respekt für ihre geistlichen Führer solle nicht Anlass zu Konflikten in der Kirche werden. «Seien Sie stets bereit zur Zusammenarbeit mit anderen, insbesondere mit den Pfarrgemeinden, und der Herr wird Sie mit vielen Früchten segnen», appellierte Franziskus.
Organisiert wird das Treffen von «Charis», der Service- und Koordinierungsstelle des Vatikans für die internationale Charismatische Erneuerung. Der Bewegung gehören weltweit rund 120 Millionen Menschen an. In ihrer Frömmigkeit hebt sie den Heiligen Geist hervor.
Sie ist gekennzeichnet durch ein intensives und frei gestaltetes Gebets- und Gottesdienstleben, ferner zählen Verkündigung, soziales und ökumenisches Engagement dazu. Charismatische Gruppen und die Gläubigen in den Ortspfarreien praktizieren oft sehr unterschiedliche Formen des Gottesdienstes. (cic)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant