Matthias Wenk, bis vor kurzem katholischer Cityseelsorger in St. Gallen, ist zur Schwesterkirche konvertiert. Im Podcast «Laut + Leis» spricht er über die Machtstrukturen in der römisch-katholischen Kirche.
«In der katholischen Kirche sind die Machtstrukturen mystisch aufgeladen. Für mich ganz deutlich sichtbar wird das in der Eucharistiefeier. Ich kann schon lang keine Eucharistiefeier mehr mitfeiern, weil für mich dort das Tor zu einem Missbrauch von Macht sehr weit offen steht, denn alles ist auf den Priester hin zentriert.
Und ich glaube, dass genau diese Zentrierung und die mystische Aufladung – wenn man sich auch die Liturgie der Priesterweihe genau anschaut: Das ist eine Überhöhung von uns als Menschen und eine mystische Begründung, mit der man alles begründen kann.»
Das sagt Matthias Wenk im Podcast «Laut + Leis». Er arbeitete elf Jahre als Seelsorger der Katholischen Kirchgemeinde St. Gallen und wechselt heute am 1. April in der gleichen Funktion zu den Reformierten. (sl)
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https://www.kath.ch/newsd/matthias-wenk-ich-kann-schon-lange-keine-eucharistiefeier-mehr-mitfeiern/