Die ökumenische Koalition ruft dazu auf, sich für die neu lancierte Konzernverantwortungsinitiative stark zu machen. Diese entspreche christlichen Werten wie Nächstenliebe, Menschenwürde und der Sorge für die Schöpfung.
Die Koalition «Christ: innen für Klimaschutz» ruft in einer Mitteilung dazu auf, sich auch für die neu lancierte Konzernverantwortungsinitiative stark zu machen. Demnach sollten sich kirchliche und kirchennahe Organisationen und Institutionen sowie Personen an der Unterschriftensammlung beteiligen und für die Anliegen der Initiative mobilisieren.
Konkret ruft die Koalition dazu auf, die neue Konzernverantwortungsinitiative zu unterschreiben, an schweizweiten Standaktionen mitzuwirken, Unterschriftenbögen zu bestellen, die Initiative sichtbar machen, für sie zu spenden und als Pfarrei, Kirchgemeinde oder Individuum ein Statement einzureichen.
«Dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und minimale Umweltstandards einhalten sollen, entspricht christlichen Werten wie Nächstenliebe, Menschenwürde und der Sorge für die Schöpfung.», argumentiert die Koalition. Sie erinnert daran, dass die erste Konzernverantwortungsinitiative 2020 enormen Zuspruch aus kirchlichen Kreisen und von Christinnen und Christen aller Konfessionen erfahren habe. Auch Landeskirchen, Kirchgemeinden und Pfarreien engagierten sich und mobilisierten.
«Christ:innen für Klimaschutz» besteht unter anderem aus den katholischen Organisationen Fastenaktion und Schweizerischer Katholischer Frauenbund (SKF) sowie aus den reformierten Organisationen HEKS und Femmes protestantes. Auch ökumenische Gruppierungen wie AKU (Arbeitsgemeinschaft Klima, Energie und Umwelt), Grüner Fisch, Oeku Kirchen für die Umwelt und StopArmut sind dabei.
Am 7. Januar hat ein Initiativkomitee die neue Konzernverantwortungsinitiative lanciert. Dazu gehörten auch Caritas Schweiz, Fastenaktion und der Schweizerische Katholische Frauenbund.
«Bis heute verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz immer wieder Menschenrechte und grundlegende Umweltbestimmungen», argumentierten sie. Der aktuell geltende Gegenvorschlag zur ersten Konzernverantwortungsinitiative sei wirkungslos geblieben. Und die Schweiz sei inzwischen bald das einzige Land in Europa ohne Konzernverantwortungsinitiative.
Das neue Volksbegehren «Für verantwortungsvolle Grossunternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt» will Schweizer Konzerne dazu verpflichten, bei ihren Geschäften Menschenrechte und Umweltbestimmungen einzuhalten und ihre klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren.
Sie sieht vor, dass Betroffene von Menschenrechtsverletzungen vor einem Schweizer Gericht Schadenersatz von fehlbaren Konzernen einfordern können. Zudem soll fortan eine unabhängige Aufsicht stichprobenartig überprüfen, ob die Konzerne die Vorgaben einhielten – so wie das in den anderen europäischen Ländern vorgesehen sei. (rp)
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant