Vom Pfarrblatt zum hybriden Magazin: Neues «Forum» der Katholischen Kirche Zürich

In seinem 70. Jahrgang erfindet sich das Mitgliedermagazin der katholischen Kirche im Kanton Zürich nochmals neu. Die Leserschaft darf sich ab 2025 auf ein Monatsmagazin mit 52 Seiten freuen – inklusive Website

Am Anfang des Projekts stand eine Leserschaftsbefragung durch gfs.bern. Diese stellte 2020 einerseits eine grosse Zufriedenheit der Leserschaft mit dem Forum fest. Ein gedrucktes Magazin galt für eine grosse Mehrheit als unverzichtbar. 

165’000 Exemplare Auflage

Die Auflage des Printmagazins beträgt derzeit rund 165’000 Exemplare. Gleichzeitig zeigte sich aber auch ein stark verändertes, von der Digitalisierung geprägtes Lese- und Nutzungsverhalten.

Von den gewonnenen Einsichten ausgehend, lancierte der Stiftungsrat des Forums das Projekt «Forum der Zukunft». Printmagazin und Internetauftritt sollten sich in Zukunft gegenseitig optimal ergänzen und stärken, ein hybrides Magazin war das Ziel, wie Co-Redaktionsleiter Thomas Binotto in  einer Medienmitteilung schreibt. Und damit ein Forum, das für die Zukunft nachhaltig gerüstet sei.

Gedruckt und digital

Vier Jahre später wird das neue Magazin nun Realität: Ende 2024 ist das erste Forum im neuen Gewand ausgeliefert worden. Gleichzeitig wird Forum+ lanciert, der neue digitale Hub. Er wird aus dem Forum ein Magazin machen, das sowohl in gedruckter wie in digitaler Form seine Stärken sucht und ausspielt. 

In der ersten Forum-Ausgabe geht es um Schöpfungsmythen. Um den Blick vom Kirchturm, um einen bedeutenden, aber auch schwierigen Kirchenvater, um eine zukunftsoffene Pfarreileiterin, um den Mammutbaum, um kleines Glück sowie um die Frage, ob neu immer schlechter ist.

Gespräch mit Historikerin Karma Ben Johanan

Die Titelstory ist ein langes Gespräch mit der Historikerin Karma Ben Johanan, die sich seit Jahren im jüdisch-christlichen Dialog engagiert und deren Werte als liberale Jüdin von verschiedenen Seiten bedroht sind.

Damit das neue Forum realisiert werden konnte, mussten viele Räder ineinandergreifen. Stiftungsrat, Geschäftsführung und Redaktion wurden unterstützt von der Agentur «Feinheit» in der Konzeption des gesamten Projekts und dem Aufbau des digitalen Hubs Forum+; von «Panda & Pinguin» bei der Neugestaltung des Printmagazins; von der Druckerei AVD Goldach in der technischen Umsetzung; und von rund hundert Pfarreien, die sich auf viel Neues einstellen mussten – und dies mit grossem Engagement auch getan haben. (woz)


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